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Motorradkauf ebay , Anbauteile ohne ABE


07.09.2004 18:48 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo, ich habe am 12.8.04bei ebay eine Harley für 14550 Euro ersteigert, die der Besitzer mit gutem Gewissen als bestens bezeichnete. Besonders hervorgehoben waren die Auspuffanlage, Sitzbank und Lenker. Ich habe ihn vorher per mail gefragt, ob die Sachen im Brief eingetragen seien, worauf er mir eine Kopie des Briefs( ohne irgendeinen Eintrag ) zuschickte. Am 15.8.04 fuhr ich das Motorrad abholen, wobei ein gültiger TÜV Prüfbericht nicht vorlag. TÜV sei aber nie ein Problem gewesen, den hätten die Fachwerkstätten gleich mitgemacht, er wüßte allerdings nicht genau welche. Ich habe daraufhin die zwei Werkstätten angeschrieben, die beide keine TÜV-Vorführung veranlaßt hatten. Als ich ihm mitteilte, daß ich einen gültigen Prüfbericht mitführen müsse und sie jetzt in Köln vorführen würde, hat er mir einen von einem Gutachter zugefaxt(4.6.2003, ohne Mängel)."Es sei ihm wieder eingefallen, wo die Abnahme war".
Als nächstes habe ich das Motorrad einer Harley-Werkstatt und einem Dekra-Ing. vorgestellt. Ergebnis:
-rote Blinkergläser sind unzulässig
-Auspuffanlage ohne Prüfzeichen und ABE und viel zu laut (70db eingtragen, 110 geschätzt)
-Lenker falsch, ohne ABE und Prüfzeichen und wurde mit Schmirgelpaier festgesetzt, da er nicht passe(recht gefährlich bei Vollbremsung)
Ordnungsgeld, Punkte Stillegung und fehlender Versicherungsschutz haben mich überzeugt, 1700 Euro zu investieren, jetzt ist es verkehrssicher.
Meine Forderung ,sich mit 550 Euro zu beteiligen, weist er von sich: Es gäbe einen Vertrag unter Auschluß jeglicher Gewährleistung, er habe nichts gewußt, alle Harleys wären verändert, er habe nur ein paar Scheiben aus dem Auspuff genommen, er habe sie so gekauft er wüßte doch auch nicht, sei nicht seine Schuld usw.
Nun habe ich aber eine Rechnung von ihm, auf der als ArbeitsPunkt steht:"Lenker befestigt"
und am 24.5. noch eine , wo er die Fehlzündungen beseitigen lassen wollte, die durch Änderungen am Auspuff entstehen.
Habe ich damit die Möglichkeit, ihm Täuschung nachzuweisen?
Mich ärgert einfach, daß er versucht, das Problem auszusitzen..mailbox, keine Reaktion auf Fax, kein Rückruf.
Habe ich mit meiner Forderung Aussicht auf Erfolg im Falle einer Klage?
Vielen Dank für die Auskunft Georg H.
Den Zustand des Motorrades, den Sie in Ihrer Anfrage beschreiben, ist sicherlich mangelhaft. Ihrer Anfrage entnehme ich jedoch auch, daß der Kauf unter "Ausschluß jeglicher Gewährleistung" erfolgte, was bei gebrauchten Sachen jedenfalls dann möglich ist, wenn der Verkäufer kein Händler sondern eine Privatperson ist(was ich im Folgenden unterstelle). Damit stehen Ihnen die Gewährleistungsrechte aber nur noch insoweit zu, wie der Verkäufer entweder einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Verschweigen setzt zunächst Kenntnis des Mangels voraus. Insoweit müßten Sie dem Käufer nachweisen, daß ihm die Mängel bekannt waren. Dies dürfte in Ihrem Fall kaum möglich sein. Selbst für die "unkonventionelle" Lenkerreparatur gibt es eine Rechnung, die belegt, daß er diese Arbeit nicht selbst durchführte, im Zweifelsfall also darauf vertraute, daß die von ihm beauftragte Werkstatt ordnungsgemäße Arbeit leistete; Ähnliches gilt auch für die Werkstattrechnung vom 24.5.

Ich sehe daher vorliegend derzeit keine realistische Chance für Sie, den Verkäufer an Ihren Kosten zu beteiligen (zumal der Verkäufer im Gewährleistungsfall auch zunächst ein eigenes Nachbesserungsrecht gehabt hätte).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
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