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Möglicher Schaden durch Verlust eines Briefes


24.11.2004 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin seit vielen Jahren zahlendes Mitglied einer Bürgervereinigung gegen einen Flughafenaufbau, habe aktiv gegen den Planfeststellungsantrag gekämpft und Einwendungen dagegen eingereicht, sogar noch für andere Bürger unseres Wohngebiets.
Nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss hat der Verein ein Anwaltsbüro damit beauftragt, für tausende Mitglieder Klagen einzureichen. Auch ich habe mit meiner Unterschrift auf einem Formular des Anwaltsbüros dieses bevollmächtigt, die Vorbereitungen für meine Klage zu betreiben. Die erforderli-chen Unterlagen dafür (Kopien der vorausgegangenen Einwendungen, Grundbuchauszüge u. a.) habe ich dafür eingereicht. Daraufhin schrieb das Anwaltsbüro, dass es mir, wenn in meinem Fall eine Klage Sinn macht, zwischen dem 15.09.04 und dem 20.10.04 eine Mandatvereinbarung zur Unterschrift zuschickt mit einer Zahlungsaufforderung. In dieser kurzen Spanne sollte ich das Schreiben erhalten und unterschrieben zurückgeschickt haben. Der 20.10.04 war jedoch gleichzeitig der letzte Termin für die Klageerhebung.
Die Mandatsvereinbarung traf bei mir in dieser Zeitspanne nicht ein. Angesichts der kurzen Frist rief ich in der Kanzlei auch nicht an, denn wann wäre ein geeigneter Termin gewesen? Ich vertraute darauf, dass die Kanzlei meine Interessen entsprechend meinem Auftrag rechtzeitig erfüllt. Vorher war sowieso bereits einmal darauf hingewiesen worden, dass angesichts tausender bearbeiteter Fälle von telefonischen Rückfragen abgesehen werden sollte.
Zunächst war ich auch im Zweifel, ob möglicherweise meine angeführten Fakten für eine Klage nicht ausreichten.
Nach Ablauf der Frist erfuhr ich von ähnlich Betroffenen der Umgebung, dass sie die Mandatsvereinbarungen erhalten hatten und ihre Klagen eingereicht worden sind.

Ein Anruf bei der Anwaltskanzlei erbrachte, dass man auch mir die Vereinbarung zugeschickt habe, ich hätte sie aber nicht zurückgeschickt und so sei ich aus dem Rennen, weil der Termin für die Kla-geerhebung abgelaufen sei. Wie ich inzwischen erfuhr, hatte das fragliche Schreiben das Format A4 und trug ein großes Signet des Anwaltsbüros. Es ist unmöglich, dass ich so etwas übersehen habe, wäre es wirklich bei mir angekommen. Diese Dokumente waren jedoch trotz ihrer Wichtigkeit und trotz des engen Termins mit normaler Post abgeschickt worden, so dass im Nachhinein kein Nachweis möglich ist, wo es abhanden kam oder dass es überhaupt abgeschickt wurde.
Ein Schreiben an die Kanzlei mit Bitte um Aufklärung des Sachverhalts und Hinweisen für mich für ein eventuelles Nachreichen meiner Klage wurde mit einem vorgefertigten allgemeinen Schreiben beantwortet, welches auf meine Fragen überhaupt nicht einging.
Ich wäre tief enttäuscht, wenn ich nach Jahren intensiven Kampfes um meine Rechte nur durch einen verloren gegangenen Brief künftig keine Ansprüche mehr hätte gegen die späteren Flughafenbetreiber wegen Lärmauswirkungen, Wertverlust meiner Immobilie oder dergleichen.

Meine Fragen:
1. Gibt es eine Möglichkeit, dass im Fall von Entschädigungsleistungen an die Klagesteller für die Folgen des Flugplatzausbaus auch ich dann noch Ansprüche stellen kann?
2. Hat sich im vorliegenden Fall das Anwaltsbüro tatsächlich korrekt verhalten, indem es solch ein wichtiges Schreiben mit normaler Post geschickt hat, obgleich die Unzuverlässigkeit dieser Organisation seit langem bekannt ist? Hätte ein seriöses Büro nicht noch einmal telefonieren müssen, wenn die Mandatsvereinbarung trotz vorherigen ständigen Interesses des Klienten und unterschriebener Vollmacht nicht rechtzeitig bei ihm zurückgekommen ist?
3. Sind Schadenersatzansprüche an das Büro denkbar?
24.11.2004 | 12:34

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfragen:

Zu Frage 1:
Nein Sie haben dann keinen Anspruch auf Schadensersatzansprüche, wenn Sie diese nicht eingeklagt haben.

Zu Frage 2 und 3:
Nach Ihren Angaben sollte zwischen dem 15.09. (Mittwoch) und 20.10.2004 (Mittwoch) ein Termin vereinbart werden. Dies sind insgesamt 5 Wochen.

Daher hätten Sie sich u.a. nach 2 oder spätestens 3 Wochen melden können, um nachzuforschen, ob und wo das Schreiben verblieben ist. Insbesondere da Sie wußte, daß am 20.10.2004 die Klagefrist abläuft.

Dies haben Sie nicht getan, so daß jeder Anwalt davon ausgehen mußte, daß Sie an der Weiterverfolgung kein Interesse haben.

Natürlich hätte die Kanzlei Sie selbst anrufen oder nochmals anschreiben können. Eine Verpflichtung dazu sehe ich erst dann, wenn ein Mandantsverhältnis erteilt worden ist.

Daher sehe ich derzeit keine Aussicht auf Erfolg für ein Vorgehen gegen die Kanzlei.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt




Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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