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Mobilfunkvertrag auf Verbrauchermesse abgeschlossen


16.11.2004 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Regine Filler



Hallo,

am 31.10.2004 habe ich auf der Verbrauchermesse "Consumenta" in Nürnberg einen Mobilfunktvertrag am Stand von "Vodafone" abgeschlossen.

Der Vertrag wurde beworben mit 2 Jahre Grundgebührbefreiung inkl. einem kostenlosen Luxushandy". Lediglich 15 Euro Gesprächsumsatz pro Monat würden anfallen. Auf Anfrage meinerseits, wie diese Gesprächsgebühren abgerechnet werden wurde uns - wir waren drei Personen; jeder hat den gleichen Vertrag unterschrieben - versichert, das es grundsätzlich auf alle anfallenden Gebühren (Telefonieren in ein beliebiges Mobilfunknetz, Festnetz, SMS, MMS usw.) angerechnet wird.

In der erhaltenen "Auftagsbestätigung" wurde auf die umseitig abgedruckten Allgemeinen Verkaufs-, Service- und Leihbedingungen hingewiesen. - Jedoch stand auf der Rückseite nichts. Es wurden auch keine AGBs ausgeteilt.

Auf der Webseite von Vodafone informierte ich mich über den Vertrag und stellte fest, das die 15 Euro nur auf Gespräche innerhalb des Vodafone-Netzes, bzw. dem Festnetz und nicht auf andere Mobilfunkverträge oder SMS-Nachrichten angerechnet werden.

Damit ist der Vertrag für uns uninteressant. Wir haben einen Tag später schriftlich per Fax dem Vertrag wiedersprochen und auf unser Widerrufsrecht hingewiesen und um Antwort binnen acht Tagen gebeten Heute (nach mehr als zwei Wochen) kam die Antwort von Vodafone:

Das Vertragsverhältnis kam aufgrund meines schriftlichen Auftrags sowie der Freischaltung der Karte zustande. Für dieses Kundenverhältnis zur Nutzung des deutschen Vodafone-Netzes bestünde KEIN gesetzliches Widerrufsrecht.

Was können wir tun, um aus diesem Vertrag rauszukommen. Ich erwäge Strafanzeige wegen Betrug gegen Vodafone sowie der Vodafone-Partnerfirma, die den Stand auf der Messe unterhielt.

Vielen Dank

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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:
Da die AGB´s nicht wirksam in den Vertrag einbezogen wurden, sind Sie auch nicht Bestandteil des Vertrages geworden, es gilt daher das mündlich vereinbarte.

Um sich aus dem Vertrag zu verabschieden sollten Sie die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung erklären. Da Sie zu dritt waren, können Sie gegenseitig das Vorgehen des Verkäufers/Vertreters bezeugen. Sie sollten die Gegenseite zudem unter Fristsetzung auffordern, zu bestätigen, dass ein vertrag nicht zustande gekommen ist.

Zugleich sollten Sie sich vorbehalten, die Angelegenheit auf strafrechtlichem Wege weiterzuverfolgen. Sofern Ihnen der Name des Verkäufers/Vertreters noch nicht bekannt ist, sollten Sie vodafone auffordern, Ihnen den Namen und eine ladungsfähige Anschrift zu benennen.

Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellendbeantwortet zu haben.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung;

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin

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