Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.110
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mitgliedschaft in der Krankenkasse während Arbeitslosigkeit und späterer Selbständigkeit


18.12.2008 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt



Sehr gehrte Damen und Herren,

ich war 2005 Arbeitslos, Anfang 2006 habe ich mich Selbstständig gemacht.
Nach meiner Selbstständigkeit 2006 habe ich auch noch Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt bekommen ca.6 Monate. Danach musste ich selber zurecht kommen. Ich habe leider versäumt mich Kranken zu versichern.
Jetzt habe ich einen Antrag bei der Krankenkasse von damals gestellt ( Taunus BKK ).
Die Krankenkasse sagte mir dann das ich noch Mitglied bin, und forderten gleich den Rückstand von 01.04.2007 bis Heute 2008. Als ich die Krankenkasse fragte warum Sie mir nicht mitgeteilt haben das ich noch Mitglied bin, und warum Sie nicht früher den Beitrag gefordert haben,da sagte mir die Krankenkasse das Sie Ihre Mitglieder nicht informieren müssten,ich hätte mich Selber drum kümmern müssen.
Also wenn einer meiner Kunden nicht bezahlt dann bin ich doch Sofort bei meinem Kunde und vordere mein Geld....
Bringt es was zum Anwalt zu gehen?!

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

In Ihrem Fall entspricht die Auskunft der Krankenkasse leider der geltenden Rechtslage.

So trat zum 01.04.2007 § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V in Kraft, wonach Personen, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben und zuletzt gesetzlich krankenversichert waren pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Gemäß § 186 Abs. 11 SGB V beginnt die Mitgliedschaft in diesen Fällen exakt zum 01.04.2007.

Die Krankenkasse hat jedoch in ihrer Satzung für diese Fälle die Möglichkeit der Stundung, Ermäßigung oder sogar des Erlasses der Beiträge vorzusehen.

Im vorliegenden Fall hat die BKK Taunus dies in § 9b ihrer Satzung geregelt.

Über die Möglichkeiten der Stundung, Ermäßigung oder gar des Erlasses des Rückstandes hat sie die Krankenkasse aufzuklären.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Michael Vogt
-Rechtsanwalt-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER