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Miterbe verweigert Auseinadersetzung


| 07.12.2014 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

ich bin eine von 5 Geschwistern die zu je einem fünftel erbberechtigt sind. Das Erbe ist mittlerweile teilungsreif (Wohnung verkauft, Forderungen und Verbindlichkeiten bereinigt, Bargeld auf Notarander- bzw. Girokonto).

Eine der Miterbinnen führt eine private Fehde gegen einen der Miterben und behauptet, er müsse unsere Mutter vor deren Tod um Geld gebracht haben. (Er hatte zu Lebzeiten unserer Mutter keine Vollmacht o.ä., auch keinerlei Vorbezug). Sie verweigert nun die Zustimmung zu einem Erbauseinandersetzungsvertrag, bevor nicht eine ofizielle "Buchprüfung" der Finanzen unserer Mutter der letzten Jahre erfolgt ist.

Alle Daten ab dem Todestag unserer Mutter liegen lückenlos vor.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Erbauseinandersetzung voranzutreiben? (eine "vernünftige" Einigung scheint aussichtslos)

Welche Kosten würden beispielsweise bei einer Teilungsklage anfallen (Streitwert 1/5 oder gesamter Nachlass?) und wer müsste die Kosten übernehmen?

Das Erbrecht scheint wirklich sehr kompliziert zu sein und in vielen Bereichen dem gesunden Menschenverstand diametral entgegengesetzt zu funktionieren, deshalb wäre ich dankbar für jeden fundierten Rat.
Eingrenzung vom Fragesteller
07.12.2014 | 16:06
Eingrenzung vom Fragesteller
07.12.2014 | 16:10
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich möchte Sie zunächst auf die Möglichkeit aufmerksam machen, Beratungshilfe beim Amtsgericht bzw. für eine Klage Prozesskostenhilfe zu beantragen.

Kommt eine einvernehmliche Lösung nicht in Betracht, so muss hier eine Teilungsklage eingereicht werden.

Für die Teilungsklage muss ein Teilungsplan vorliegen, dem nur noch zugestimmt werden muss. Der Streitwert beträgt hier dem Interesse des Klägers an der Auseinandersetzung (BGH, Urteil vom 24. 4. 1975 - III ZR 173/72 (Hamburg)).Dies wären hier € 25.000,00. Da aufgrund des Streitwertes das Landgericht zuständig ist, müssen Sie zur Klageerhebung sich anwaltlich vertreten lassen, § 78 Abs. 1 ZPO. Die Kosten des Prozesses trägt die unterliegende Partei. Da hier zwingend eine anwaltliche Vertretung notwendig ist, empfehle ich Ihnen hier, sich einen Beratungsschein bei Ihrem zuständigen Amtsgericht zu beantragen und sich an einen Kollegen vor Ort zu wenden.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2014 | 16:35

Sehr geehrter Herr Scharrer,

vielen Dank für die prompte Antwort!
Eine Beratung beim Nachlassgericht war leider ergebnislos.

Was nun die Ausgangslage betrifft:
kann meine Schwester tatsächlich so eine offizielle Buchprüfung verlangen (sie hat im Laufe der Abwicklung des Erbes im Übrigen immer wieder neue Forderungen gestellt), oder ist das juristisch auch so absurd und substanzlos, wie ich es empfinde?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2014 | 16:45

Sehr geehrter Fragesteller,
Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine offizielle Buchprüfung kann Ihre Schwester nicht verlangen. Dies ist bei natürliche Personen bereits tatsächlich unmöglich, da natürliche Personen nicht zur Buchführung verpflichtet sind. Ihre Schwester hat nur eine Auskunft- und Rechenschaftspflicht, wenn Sie Auskunft und Rechenschaft ablegen können. Dies ist hier aber offensichtlich nicht der Fall.

Sie müssen hinsichtlich der Beratung sich an ihr Amtsgericht wenden und dort ein Beratungsschein beantragen. Die Beratung erfolgt dann über einen Anwalt.

Bewertung des Fragestellers 07.12.2014 | 20:53


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