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Miteigentümer landwirtschaftlich genutztes Grundstück


16.12.2013 20:19 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Miteigentümer (zu 1/2) eines landwirtschaftlichen Grundstücks. Ein weiterer neuer Miteigentümer (auch zu 1/2) ist Landwirt und nutzt das Grundstück landwirtschaftlich.
Ich bin kein Landwirt. Ein Pachtvertrag besteht nicht. Dieser landwirtschaftliche Miteigentümer ist nicht bereit das von mir vorgeschlagene Pachtentgelt zu bezahlen. Der Miteigentümer hat im Grundbuch des Grundstückes in der dritten Abteilung eine Mithaft eines weiteren Grundstücks über fast 1 Mio. eintragen lassen. Was kann ich tun und was muss ich dulden? Kann ich die Nutzung durch den anderen Miteigentümer unterbinden? Wie weit kann ich über die Art der Nutzung und das Pachtentgelt bestimmen. Meinen Miteigentumsanteil möchte ich nicht verkaufen.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die vollständige Nutzung durch den Miteigentümer können Sie nicht unterbinden, allerdings haben Sie Anspruch auf gleichwertige Nutzung ODER auf Nutzungsentschädigung in Höhe der ortsüblichen Pacht für eine Landwirtschaftsfläche in der Größe und Lage Ihrer Hälfte des Grundstückes.

Die Eintragung der Mithaft ist rechtswidrig, da sie ohne Ihre Zustimmung erfolgte. Sie sollten die Löschung oder Schadensersatz verlangen. Zugleich sollten Sie prüfen, wie die Eintragung erfolgen konnte, denn eigentlich darf so etwas ohne Ihre Zustimmung nicht passieren.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
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