394.260
Registrierte
Nutzer
Schneller und günstiger Rat vom Anwalt online.
Rechtsverbindlich: Antwort von einem Anwalt. Vertrauendwürdig: Kein Abo, keine Folgekosten.
Vertraulich:
Anwalt Direktanfrage

Vertrauliche Rechtsberatung beim Anwalt Ihrer Wahl.

  • Dateien mitschicken
  • Kein Termin, kein Aufwand
  • ab 25 € mit dem Anwalt vereinbar
Topseller
Frag-einen-Anwalt.de

Einfacher geht es nicht, Das Original und Testsieger.

  • Frage online stellen
  • Ein Anwalt antwortet in 2 Stunden.
  • Beratung zu Ihrem Preis.
  • Ab 25 €
Sofort:
Telefonberatung

Jetzt sofort von einem Anwalt helfen lassen.

  • Sekundengenaue Abrechnung.
  • Später jederzeit anhören.
  • Ab 1,49 €/Min.
Beratungen vergleichen
1399 Besucher | 7 Anwälte online
Schon bei uns registriert?
Bitte melden Sie sich an.
Nutzername


Passwort
Einloggen Passwort vergessen?

Oder mit einem Ihrer Konten:
Login via Facebook

Mitbestimmung des 14-jährigen Kindes beim Sorgerecht


| 02.09.2012 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


| in unter 2 Stunden

Hallo,

ich bin verheiratet und habe zwei Kinder, 4 und 6 Jahre alt.

Leider ist unsere Ehe ein einzige Zweckgemeinschaft. Ich bin Alleinverdienerin. Mein Mann ist zu Hause, lässt sich zu nichts motivieren, weder Arbeit, noch kümmert er sich ausreichend um die Kinder. Dh. an mir bleibt alles hängen.

Ich würde mich gerne scheiden lassen. Meine Kinder hängen sehr an mir. Und besonders mein grosser Sohn, der massive Probleme mit seinem Vater hat.
Da ich bei einer Trennung davon ausgehe, dass dies in einem Rosenkrieg enden wird (mein Mann wird alles darum geben seine Kinder, das einzige, was er hat, nicht zu verlieren), habe ich Angst um das Sorgerecht. Zumal ich Alleinverdienerin bin und weniger Zeit für die Kinder habe (auch wenn ich im Gegensatz zu meinem Mann diese Zeit mit meinem Kindern verbringe).

Ich möchte wissen, was es mit dem Alter von 14 Jahren auf sich hat. Können da Kinder selber entscheiden, zu welchem Elternteil sie wollen, oder nicht? Kann das Gericht dem Kindeswunsch widersprechen, und wenn ja, wann ist das der Fall? Wie sieht es in der Praxis vor Gericht aus? Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass meine Kinder dort leben müssen, wo sie nicht leben wollen.
Zumindest ab 18 dürfte diese Frage entgültig von dem Kind problemlos entschieden werden können ?!

Vielen Dank für eine Antwort im Voraus!!
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 249 weitere Antworten zum Thema:
02.09.2012 | 21:29

Antwort

von

Rechtsanwältin Simone Sperling
347 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zutreffend ist, dass Kinder ab 14 Jahren ein größeres Mitspracherecht bzgl. des Aufenthalts Teil des Sorgerechtes bzw. hinsichtlich des gesamten Sorgerechtes haben. Dies ergibt sich aus § 1671 Abs. 2 BGB und indirekt aus der gem. § 9 FamFG für die familienrechtlichen Verfahren gegebene sogen. Verfahrensfähigkeit sowie aus § 159 FamFG, welcher die persönliche Anhörung des Kindes in einem gerichtlichen Verfahren vorschreibt.

Üblicherweise ist es so, dass das Gericht gem. dem Wunsch des betroffenen Kindes entscheidet. Lediglich wenn drastische Kindeswohlgefährdende Gründe entgegenstehen, entscheidet das Gericht gegen den Willen des Kindes. Hierunter fallen z.B.: katastrophale unordentliche und beengte Wohnumstände, Gewalt gegen des Kind, negative Auswirkungen eines evtl. notwendigen Schulwechsels zur Unzeit (vor Prüfungen o.ä.). Nach dem vorliegenden Sachverhalt ist kein solcher Grund ersichtlich, so dass das Gericht gem. dem Wunsch des Kindes entscheiden wird. Ihre Befürchtungen bzgl. Ihrer Arbeit brauchen Sie nicht haben, da letztendlich dies nicht zu Ihrem Nachteil verwendet wird und Sie bisher nach Ihren Darstellungen die Kinderbetreuung übernommen haben. Damit ändert sich nichts. Berufstätigkeit wird als normal angesehen, da letztendlich der überwiegende Teil der Eltern einer solchen nachgeht.

Sofern Ihr Mann dem Aufenthalt des Kindes bei Ihnen wiederspricht und Eile geboten ist, so sollten Sie mit einer einstweiligen Anordnung beim Familiengericht beantragen, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Ihnen liegen soll.

Die elterliche Sorge endet gem. § 1626 BGB i.V.m. § 2 BGB mit Eintritt der Volljährigkeit bei Vollendung des 18. Lebensjahres und das Kind kann dann seinen Aufenthalt selbst bestimmen.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info


Bewertung des Fragestellers 2012-09-03 | 08:47


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Simone Sperling »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2012-09-03
5/5.0
ANTWORT VON
Rechtsanwältin Simone Sperling
Dresden

347 Bewertungen
FACHGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht, Fachanwalt Arbeitsrecht
Testsieger
einer unabhängigen Verbraucherstiftung
Im Test: 8 Anbieter von Online Rechtsberatung Ausgabe 02/2008
Zahlungsmöglichkeiten:
Testsieger
einer unabhängigen Verbraucherstiftung
Im Test: 8 Anbieter von Online Rechtsberatung Ausgabe 02/2008