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Mitarbeiterin geht während Arbeitsunfähigkeit zum Sport und ins Kino, ist das rechtens?


29.12.2011 08:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Guten Tag,

eine Mitarbeiterin ist seit 5 Wochen wegen psychischer Probleme (BurnOut) Arbeitunsfähig geschrieben. Sie geht währenddesssen zum Sport und bis spät in die Nacht ins Kino.
Ist das rechtens?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Da Arbeitsunfähigkeit nicht mit verordneter Bettruhe gleichzusetzen, kommt es darauf an, ob die Tätigkeit Ihrer Mitarbeiterin während der attestierten Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Probleme (Burnout-Syndrom), also das Treiben von Sport und bis spät in die Nacht ins Kino gehen, dem Heilungsprozess entgegensteht. Da gerade im Bereich von psychischen Erkrankungen eine Vielfalt von Therapiemöglichkeiten in Betracht kommt, zu denen gerade das Sport treiben und auch das ins Kino gehen gehören kann, wird es vorliegend darauf ankommen, wie oft und mit welcher Intensität Ihre Mitarbeiterin Sport treibt und wie oft sie bis spät in die Nacht ins Kino geht. Denn dann, wenn ein bestimmter Intensitätsgrad überschritten wird – unter Umständen kann sogar die Einschaltung eines Detektivs in Betracht kommen – muss man sich die berechtigte Frage stellen, warum Ihre Mitarbeiterin nicht mehr in der Lage ist, die ihr vertraglich übertragenen Arbeitstätigkeiten auszuüben.

Jedenfalls würde ich Ihnen empfehlen, da meines Erachtens begründete Zweifel an der attestierten Arbeitsunfähigkeit Ihrer Mitarbeiterin vorliegen, über die Krankenkasse den medizinischen Dienst einzuschalten (§ 275 Abs. 1 SGB V ), der alsdann eine Begutachtung Ihrer Mitarbeiterin im Hinblick auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit vornimmt.

Andere Möglichkeiten sehe ich hier nicht, denn Sie müssen als Arbeitgeber die Beweiskraft der ärztlichen Bescheinigung erschüttern. In einem möglichen Prozess würde es nämlich Ihnen obliegen, nachzuweisen, dass keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat. Es gibt Fälle, in denen Arbeitgeber insoweit Detektive einschalten, leider bleiben sie allerdings meistens auf den Kosten der Beauftragung sitzen, denn die entsprechenden Beweise können durch den Detektiv nicht erbracht worden, sodass die Einschaltung des medizinischen Dienstes letztlich die einzige Möglichkeit für den Arbeitgeber bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit eines Mitarbeiters ist.

Gern stehe ich bei Unklarheit für eine Nachfrage zur Verfügung und verbleibe,

mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


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