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Mietvertrag vom Vermieter mit 'in Auftrag' unterzeichnet.


| 12.12.2013 19:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Mietminderung bei "langer Warmwasserleitung"?


Sehr geehrte Damen und Herren,

im februar 2012 habe ich einen Mietvertrag in Hamburg abgeschlossen (kein Hamburger Mietvertrag).
Dort steht:
Mietvertrag zwischen
Vermieter: Herr XY
vertreten durch: YZ Verwaltung GmbH
und dann meine Person.

Ich hab bisher immer Kontakt mit einer einzigen Person der YZ Verwaltung GmbH gehabt, die den Mietvertrag auch mit i.A. unterzeichnet hat. Den Vermieter kenn ich nicht und ich habe auch keine Kontaktdaten von dem Vermieter. Bei Belangen habe ich immer die mir beklannte Person der YZ Verwaltung GmbH kontaktiert. Meiner Meinung nach ist die YZ Verwaltung GmbH als rechtlicher Vertreter gemäß BGB bevollmächtigt. Meine Kontaktperson und der Vermieter scheinen das anders zu sehen.

Ist ein solcher Mietvertrag rechtskräftig?

Meine Kontaktperson bei der YZ Verwaltung GmbH beantwortet meine Fragen jedoch nur, wenn es um estwas positives im Sinne des Vermieters geht. Sbald ich eine Beschwerde melde oder eine Mangel melde und um Beseitigung bitte, erhalte ich keine Antwort/Reaktion. Da sich das Warmwasser jedoch sehr langsam erwärmt und erst nach ca. 25 - 30 Sekunden laufen lassen eine Temperatur über 40 °C erreicht, die Warmwasseruhr zählt allerdings bereits diese ca. 25 - 30 Sekunden als Wasser von mindestens 40 °C. Das Ganze ist Jahreszeiten unabhängig.
Nach mehrfacher Beanstandung durch mir hat die Kontaktperson erst nach 6 Monaten geantwortet, als ich mit einer Kürzung der Kaltmiete um 10 Euro pro Monat gedroht habe. Daraufhin ist eine Handwerker von einem mit dem Vermieter befreundeten Unternehmen gekommen. Dieser hat den Wasserhahn aufgedreht und war stark verwundert, wie lange es dauert, bis warmes Wasser kommt. Dann wollte er sofort gehen und sagtwe, da kann man nichts machen. Nach starkem Einreden von mir hat er sich die Sache genauer angeguckt und meinte, dass die Leitungen zu lange sind und die Isolatierung der Kupferleitung unzureichend ist. Er sagt dann, er wisse aber nicht, ob er das Aufschreiben darf, und hat es deshalb auch nicht so in seinem Bericht aufgeschrieben.

Meine Kontaktperson habe ich daraufhin geschrieben, dass ich aufgrund der Aussage des Handwerkes nicht davon ausgehen kann, das dieser den Auftrag hatte den Mangel zu beseitigen. Deshalb habe ich eine Kürzung der Kaltmiete um 15 Euro pro Monat angedroht: Nachdem eine Reaktion ausblieb, habe ich diese Mietkürzung umgesetzt. Die Kaltmiete beträgt zurzeit und seit der Kürzung 570 Euro.

Heute, nach 7 MOnaten habe ich eine Abmahnung bekommen und bin aufgefordert, dass Minus von 105 Euro auf meinen Mietkonto bis zum 17.12.2013 auszugleichen. Bei nicht Einhalten wird mit einer fristlosen Kündigung gedroht.

Ist das zulässig? Ich habe gegen die Abmahnung einen Widerspruch eingereicht.

Vielen Dank im Voraus.

MfG


Einsatz editiert am 12.12.2013 20:04:24
Sehr geehrter Ratsuchender,

Zunächst können Sie davon ausgehen, in Räumen zu wohnen, dem ein wirksames Mietverhältnis zugrunde liegt. Die Hausverwaltung ist dabei zwar in der Regel der richtige Ansprechpartner, alle wichtigen Erklärungen und Absprachen sollten Sie jedoch direkt mit dem Vermieter tätigen. Andererseits schadet es nicht, wenn Sie etwa die Mietminderung bisher nur dem Verwalter gegenüber angekündigt haben.

Nach Ihrer Schilderung könnte auch ein Mietmangel vorliegen. Eine mangelfreie Warmwasserversorgung liegt nur vor, wenn als Mindestanforderung eine Warmwassertemperatur von 40 °C ohne zeitlichen Vorlauf erreicht wird (vgl. u.a. Landgericht Berlin, Urteil vom 26.05.1998 - 64 S 266/97). In vergleichbaren Fällen wird hier in der Regel eine Mietminderung in Höhe von ca. 5 % zugestanden. Aber Vorsicht: Nicht jeder Richter urteilt hier gleich. Es existieren auch amtsgerichtliche Urteile, in denen den Mietern zugemutet wird, einige Zeit den Hahn laufen lassen zu müssen. Es kommt wie immer auf den jeweiligen Einzelfall an.

Sie befinden sich damit im Moment im klassischen Mietmängelstreit. Sie mindern die Miete, der Vermieter akzeptiert das nicht und behauptet Mietrückstände. Sollten Sie den Streit nicht scheuen, dann lassen Sie es auf ein Klageverfahren ankommen. Sichern Sie jedoch unbedingt Beweise! Und ziehen Sie spätestens dann einen Anwalt hinzu, wenn die Kündigung im Briefkasten liegt.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2013 | 16:44

Vielen Dank für Ihre schnelle Antowrt, Herr Wundke,

liege ich denn richtig in der Annahme, dass die Verwaltungs GmbH Vertretungsvollmacht besitzt, da im Mietvertrag "vertreten durch" steht?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2013 | 18:31

Genau so jedenfalls stellt sich die Sache nach außen hin dar. Rechtlich liegt hier jedenfalls nicht das Problem Ihrer Mietrechtssache.

Bewertung des Fragestellers 17.12.2013 | 19:19


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