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Mietvertrag obwohl in SCHUFA


17.12.2015 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
was würde mir passieren, wenn ich den Mietvertrag von meinem Bekannten mit unterschreibe, obwohl dieser Schulden hat und in der SCHUFA ist? Er bekommt ALG II und ist seit 2007 arbeitslos. Sein Vater ist verstorben und seine Schwester verwaltet das ERBE (ansonsten würde es die Bank gleich einbehalten!) Seine Schwester würde die KAUTION von 1.400,-- den Vermietern überweisen.
Da ich erst seit 2 Mon. einen neuen Job habe, deshalb ich mir das RISIKO zu groß, vor Ende der Probezeit zu unterschreiben. Auch habe ich eine Tochter, die das Gymnasium besucht und gerade deshalb habe ich VERANTWORTUNG, n i c h t in die SCHULDENFALLE zu kommen! Sie verstehen sicherlich, dass ich KEIN RISIKO eingehen möchte, zumal ich bei meinem Bekannten auch schon einige INKASSO-Briefe sowie Vollstreckungsbescheide gesehen habe!!! Und mein Bekannter hat bereits einen Anwalt aufgesucht (der nichts verlangt, sondern es über "Armenrechtsbasis" abwickelt.)
W a s passiert, wenn mein Bekannter die Miete nicht mehr bezahlen könnte? Müsste ich dann dafür aufkommen?? Kann aber doch n i c h t sein, da ich - aufgrund der Tochter - n u r halbtags berufstätig bin! Könnten die Vermieter dann von meinem Noch-Ehemann etwas holen?
Und noch eine kurze Frage: Würde das GELD überhaupt ausreichen, um 700,-- Miete zu bezahlen:

- 822,-- ALG II / 173,-- Rente von verstorbener Frau / 316,-- Halbweisenrente für behinderten Sohn - wird doch s e h r e n g vom Geld her werden, richtig?

Vielen DANK schon mal im Voraus für eine baldige Antwort und noch einen schönen Abend wünsche ich!
17.12.2015 | 11:52

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Bekannten als Vertragspartei den Mietvertrag unterschreiben, haften Sie für alle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag. Sie sind u. a. verpflichtet, die Miete zu zahlen. Im Außenverhältnis zum Vermieter bezieht sich Ihre Verpflichtung wegen der sogenannten gesamtschuldnerischen Haftung auf die gesamte Miete, nicht nur auf den hälftigen Anteil. Wenn Ihr Bekannter also nicht zahlen kann oder will, kann der Vermieter Sie in Anspruch nehmen. Eine Haftung Ihres Ehemannes für Ihre Mietschulden besteht allerdings nicht.

Des Weiteren können Sie den Mietvertrag, wenn Sie beide Mieter sind, nur gemeinsam kündigen. Sie allein können ohne Mitwirkung des Mitmieters nicht wieder aus dem Vertrag "aussteigen".

Sie gehen also ein sehr hohes Risiko ein, wenn Sie den Vertrag mit unterschreiben.

Bei den von Ihnen geschilderten finanziellen Verhältnissen wäre für die Miete mehr als die Hälfte des Gesamteinkommens aufzubringen. Das erscheint in der Tat recht viel. Wenn Sie darüber hinaus Vollstreckungsbescheide und Inkassobriefe bei Ihrem Bekannten gesehen haben, müssen Sie damit rechnen, dass vermutlich erhebliche Verbindlichkeiten bestehen, die auch irgendwie zurückgezahlt werden müssen.

Auf das Argument, dass Sie sich die Wohnung wegen Ihrer Tochter und der Halbtagstätigkeit nicht leisten können, können Sie sich nach der Unterschrift ebenso wenig berufen wie darauf, dass Ihr Bekannter versprochen hat, die Miete ganz oder teilweise zu zahlen. Im Verhältnis zum Vermieter sind Sie dann zahlungspflichtig. Hier gilt der Grundsatz: "Verträge sind einzuhalten". Und ob Sie von Ihrem Bekannten seinen Anteil mit Erfolg einfordern können, scheint im Hinblick auf seine Schulden und sein verhältnismäßig geringes Einkommen (Pfändungsfreigrenze!) mehr als fraglich.

Ihre Bedenken, dass es ein erhebliches Risiko darstellt, den Vertrag mit zu unterschreiben, kann ich nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nur teilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


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