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Mietvertrag Stromkasten an einer Baustelle


20.12.2014 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Angemessene Miete bei entgeltlicher Gebrauchsüberlassung ohne Einigung über konkrete Miethöhe


Guten Tag,

in der Baustelle unseres Einfamilienhauses haben wir von einem Elektriker den Baustellenstromanschluss machen lassen, und dafuer einen Stromkasten von ihm gemietet. Einen Mietvertrag hat er allerdings nicht gemacht, die Mietkonditionen hat er auch nicht genannt, ein Lieferschein des Teils liegt nicht vor.

Nach ca. 12 Monaten hat er uns eine Rechnung ueber ca. 750€ fuer die Miete des Stromkastens zugestellt. Ich habe versucht, telefonisch und per mail die Details der Rechnung mit dem Elektriker zu diskutieren, habe sogar auf sein Band um Rueckruf gebeten. Er hat sich jedoch nie zurueck gemeldet.

Nun ist ein Bief eines Inkassounternehmens angekommen mit der Forderung, innerhalb von 10 Tagen den Gesamtbetrag plus Zinsen und Inkassogebuehr zu ueberweisen, um ein gerichtliches Verfahren zu vermeiden.

Ich wuerde gerne wissen, ob ich unter diesen Bedingungen lieber den Betrag ueberweisen soll oder das Thema doch ueber einen Anwalt laufen zu lassen.

Vielen Dank im Voraus.

Einsatz editiert am 20.12.2014 18:16:25
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Sie Schreiben, einen Baustromkosten von einem Elektriker gemietet zu haben. Ein Mietvertrag muss nicht schriftlich geschlossen werden.

Miete ist die entgeltliche Überlassung der Mietsache (§ 535 BGB). Sie haben die vereinbarte Miete zu zahlen (§ 535 Abs. 2 BGB).

Eine genaue Höhe der Mietkosten wurde nicht vereinbart.

Da die Überlassung aber entgeltlich sein sollte, gilt ohne Nennung eines konkreten Betrages die angemessene oder ortsübliche Miete (BGH NJW 2002, 3016).

Bei einer kurzen Internetrecherche und Nachfrage bei einem Bauingenieur sind Mieten von 50 bis 100 € pro Monat möglich.

In Ihrem Fall sind es 62,50 € pro Monat. Wenn in Ihrer Umgebung eine Miete von 50 € angemessen wären, könnten Sie zwar 150 € an der Rechnung sparen, müssten aber für Anwalt (und Gericht) deutlich mehr ausgeben.

Ohne Rechtsschutzversicherung sollten Sie den Betrag lieber überweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt
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