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Mietrecht, Rückzahlung Kaution


04.06.2017 13:25 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Guten Tag,
wir haben in 2012 ein unrenoviertes Mietobjekt bezogen. Wir sind im April 2017 aus diesem Objekt fristgerecht ausgezogen. Unser ehemaliger Vermieter schickt nun heute per Mail eine Rechnung für Renovierung in Höhe von 3000,-€.
1. Er beanstandet, dass nach Abziehen der Treppenstufenteppiche, die Holzstufen ausgetauscht werden müßten. Die Trepoenteppiche waren schon vor unserem Einzug auf der Treppe verklebt.
2. Beanstandet er ein von uns verklickerte Wand im Wohnzimmer. Diese mußte er entfernen. Lt. Mietvertrag waren wir verpflichtet, die Wände in einem renovierten Zustand zurückzugeben. Da stand nicht wie?
Wir haben vor Auszug 1400€ in die Renovierung der Wände durch einen Maler gesteckt.
3. Beanstandet er, dass auf dem Absatz vor der Eingangstür im Außenbereich eine Kerze stand und etwas Wachs auf die Pflastersteine getropft war. Nun müßte er die Steine austauschen.
Er wird die Kaution von 1800,-€ einbehalten und fordert den Rest zu überweisen.
Ist das rechtens?
04.06.2017 | 15:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

1. Bodenbeläge fallen grds. in die Risikosphäre des Vermieters. Bei normaler Benutzung bzw. sehe ich keine Schadensersatzmöglichkeit.

Selbst in Falle eines Schadens wäre nur der Zeitwert zu erstatten.

2. Grds. sind hingegen eigenmächtige Einbauten bei Ende der Mietzeit auf Verlangen des Vermieters auf eigene Kosten zu entfernen.

3. Sollten die Steine nicht anders zu reinigen gewesen sein, dann ist dies unter Abzug des Zeitwertes statthaft. In allen Punkten muss aber konkret ein Schaden belegt werden wie auch der Schadensminderungspflicht ( möglichst kostengünstige Beseitigung ).

Fazit: tendenziell zu zahlen sind 2. und 3., eher nicht der Posten, der unter 1. fällt.

Bei beweisbar unrenoviert übergebenen Objekten, müssen keine Schönheitsreparaturen durchgeführt werden, wenn kein Wohnvorteil ( z.B. Mietnachlass ) gewährt wurde. Beschädigungen sind hingegen zu ersetzen.

Man kann als Gegengewicht gegen den Vermieter auch den Anspruch aus § 812 BGB hinsichtlich der bereits zu Unrecht durchgeführten Schönheitsreparaturen anführen. Vertiefend hierzu:

http://www.mietrecht.org/schoenheitsreparaturen/schoenheitsreparaturen-unrenovierte-wohnung-uebernommen/

unter VII.

MfG
D. Saeger
- RA -


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