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Mietobjekt bei Auszug Renovieren?


| 02.12.2013 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Ich wohne in einer Mietwohnung (Kaltmiete € 724,00) und ziehe jetzt aus. Ich habe die Wohnung im November 2004 bezogen.

Laut Makler soll ich die Wohnung „vertragsgemäß" übergeben.

Muss ich alles neu streichen? Die Wände sind weiß gestrichen und mit Raufaser tapeziert. Was ist mit Löchern von Bildernägeln in den Wänden.

Im Mietvertrag steht folgendes: „Da in der Miete keine Kosten für Schönheitsreparaturen/ Renovierungsarbeiten einkalkuliert sind, hat der Mieter bei Beendigung des Mietverhältnisses das Mietobjekt auf seine Kosten – wie übernommen – im renovierten Zustand an den Vermieter zu übergeben."
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich gehe aufgrund Ihrer Schilderung davon aus, dass außer der besagten Klausel keine weiteren Bestimmungen zu Schönheitsreparaturen im Mietvertrag enthalten sind.

Grundsätzlich sind Sie verpflichtet, sämtliche Schrauben, Nägel, Dübel etc. zu entfernen und die dabei entstehenden Löcher zu verschließen. Unter "Verschließen" ist nicht nur das Anbringen von Gips zu verstehen, sondern auch das farbliche Angleichen an die Umgebung. So ist z.B. das Entstehen weißer Punkte an einer roten Wand zu vermeiden.

Die von Ihnen zitierte Klausel ist nach der Rechtsprechung des BGH unwirksam, so dass im Übrigen keine Renovierung geschuldet ist. Allerdings kann für den Fall, dass Sie eilig ausziehen wollen, die Unwirksamkeit ein Argument dafür sein, dass Sie der Vermieter schneller aus dem Vertrag entlässt. Denn sparen Sie sich zwei (oder sogar alle drei) Monatsmieten während der Kündigungsfrist, kann diese Ersparnis höher ausfallen, als eine Renovierung kosten würde.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Thomas Henning, Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 02.12.2013 | 20:59


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