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Mietnebenkostenabrechnung


18.11.2004 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Im Juli 2004 wurden unserem Ex-Mieter (M) die Nebenkostenabrechnungen für 15. Oktober bis 31. Dezember 02 und 1. Januar bis 31. Dezember 03 nebst Nachforderungen zugesendet. M verzögert die Zahlung und schließlich fordert er eine detaillierte Abrechnung. Diese Abrechnung hat M am 12. Oktober 2004 wie folgt abgelehnt:
- Nachzahlung wird nicht geleistet, da nicht jährlich zum 30. Juni vorgelegen hat
- Zählerstände unzureichend
- Subtraktions- und Additionsfehler
- detaillierte Abrechnung höher als die erste Abrechnung (ca. 80 €)
Am 15. Oktober erwiderte ich M:
- Nebenabrechnungsfrist beträgt 12 Monate
- Zählerstände wurden nachweislich ausreichend belegt
- Subtraktions- und Additionsfehler sind im gesetzlichen Rahmen
Zum höheren Abrechnungsbetrag habe ich noch keine Angaben gemacht; hierbei handelt es sich um einen Übertragungsfehler.
M hat auch nach vier Wochen noch nicht gezahlt.
Frage: Wie kann ich M bewegen die ausstehenden Nebenkosten (ca. 380 € zu zahlen) ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

als Vermieter sind Sie verpflichtet, Ihren Mietern eine detaillierte Nebenkostenabrechnung zu erteilen. Hierin muss mindestens enthalten sein: eine geordnete Zusammenstellung der Gesamtkosten, die Angabe und Erläuterung der Verteilerschlüssel sowie die Berechnung des entsprechenden Mieteranteils an den Gesamtkosten und den Abzug geleisteter Vorauszahlungen.

Der Mieter kann im Zweifel sogar Einsicht in die Originalunterlagen und Belege verlangen.

Richtig ist, dass die Frist zur Nebenkostenabrechnung 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes beträgt.

Wenn Sie diese Grundsätze in Ihrer Nebenkostenabrechnung berücksichtigt haben, haben Sie gegen Ihren Mieter einen vertraglichen Anspruch auf Nachzahlung des entsprechenden Betrages. Dieser Anspruch ist fällig ab Zugang der formell ornungsgemäßen und nachvollziehbaren Abrechnung beim Mieter.

Wenn Ihr Mieter sich nun nach Fristsetzung noch nicht zur Zahlung bewegen lässt, empfehle ich Ihnen, bei dem für Sie zuständigen Mahngericht einen Mahnbescheid zu beantragen. Dies ist für Sie eine recht kostengünstige Möglichkeit, an Ihr Geld zu kommen. Wenn der Mieter auf den Mahnbescheid nicht reagiert, können Sie einen Vollstreckungsbescheid beantragen und haben damit auf schnelle Weise einen Vollstreckungstitel in der Hand.

Wenn Sie diesen Schritt zunächst noch nicht gehen wollen (wegen einer guten Mietbeziehung), sollten Sie Ihrem Mieter evtl in einem erneuten Schreiben Ihre Forderung noch einmal detailliert darlegen und zur Zahlung auffordern. Die Drohung mit rechtlichen Schritten wirkt hier auch oft Wunder.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Maren Müller
Rechtsanwältin
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