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Mietminderung wegen Fahrstuhllärm


05.11.2004 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Der Aufzug in dem Haus, in dem ich wohne ist aus dem Jahr 1960. Seit ein paar Wochen ist der Aufzug unerträglich laut geworden. Das bedeutet: er rumpelt und wenn er in einem Stockwerk angekommen ist, knallt die Klapptür beim Aufgehen. Dadurch daß der Aufzug natürlich mit dem Haus verankert ist, hört man nicht nur das Rumpeln und Knallen sondern spürt es sogar leicht.
Störung: wenn der Aufzug nachts in meinem Stockwerk +/- einem Stockwerk ankommt, wache ich auf.
In jedem Zimmer der Wohnung ist der Aufzug zu hören.

Ich habe der Vermieterin die Störung schriftlich zur Kenntnis gegeben, nach zwei Wochen hat sich nichts geändert. Mir schwebt eine Mietminderung um 20% vor.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zur Höhe von Mietminderungen gibt es eine schier unüberschaubare Judikatur. Konkret angemessene Werte zu finden ist daher nicht ganz einfach und im Wesentlichen über den Vergleich mit ähnlichen Fällen zu finden.

In Ihrem Fall dürften 20% zu viel sein. Ich empfehle Ihnen 10%. Dieser Satz ist für Lärmbelästigungen, insbesondere für den bei Ihnen vorliegenden Fall der vermeidbaren Lärmbelästigung in der Rechtsprechung regelmäßig zu finden, z.B. AG Neuss, WM 1989, S. 264 für vermeidbaren Lärm aus barwohnungen oder AG Bad Segeberg, ZMR 1978, S. 266 für Kinderlärm aus einer Kinderarztpraxis im Haus.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2004 | 15:39

Vielen Dank Herr RA Lauer,

diese 20% habe ich im Internet unter einem Fall "Lärmbelästigung Aufzug" hergeleitet. Dummerweise finde ich den Link nicht mehr.

Da die Lärmbelästigung ja 24 Stunden an 7 Tage der Woche auftritt, und wirklich sehr störend ist, halte ich 10 % für zu wenig. Meine anderen Bedenken: bei 10%tiger Mietminderung wird die Vermieterin vielleicht eine Reparatur gegenrechnen und dann die Minderung als vorteilhafter sehen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2004 | 15:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

den von Ihnen zitierten Fall kenne ich leider nicht. Wenn dies tatsächlich schon einmal so ausgeurteilt wurde, könnte man es versuchen. Es gibt aber auch Urteile, bei denen Dauerlärm auch mit unter 10% angesetzt wurde.

In Ihrem Fall muß man sicherlich auch nächtliche Belästigung berücksichtigen. Aber es ist auch zu bedenken, daß der Aufzug nicht permanet fährt und es so zu intervallartigem Lärm kommt.

Vielleicht ziehen Sie 15% in Betracht. So sollte vermieden sein, daß Sie über das Ziel hinausschießen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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