Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.313
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietminderung bei Sanierung


16.07.2004 21:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
ich wohne seit ca. 4 Jahren in einem Mietshaus. Nun hat es einen Vermieterwechsel gegeben. Die neue Gesellschaft will das Haus komplett sanieren lassen für Energiesparmaßnhamen.
Von sich aus hat die Gesellschaft die Miete um 25% gesenkt. Was aber z.Zt. seit April im Haus los ist, ist fast unzumutbar. Folgende Belästigungen z.Zt.
· Langwierige Bauarbeiten am Haus
· Baulärm durch Hochhausbaustelle
· Nicht entferntes Baumaterial
· Blinde Fenster, da mit Folie zugeklebt
· Keine Nutzung des Gartens/Balkons, Tür zugeklebt.
· Extreme Lärmbelästigung Lärm- und Schmutzbelästigung durch Bauarbeiten

Die Mietminderung seitens der Gesellschaft wurde erst im Juni angestrebt, obwohl diese Bauarbeitn seit Ende April/Anfang Mai bestehen. Morgens ab 7.30 Uhr ist die Ruhe vorbei, auch Samstags. Das gesamte Hochhaus ist zusätlich eingerüstet und mit Gazen abgehängt. Das ganze Haus ist mit Bauschutt versehen, die Wiesenflächen sind eingezäunt und mit Arbeitsmaterial vollgestellt.
Ich habe die Miete um 50% gesenkt von mir aus. Nun droht mir die Gesellschaft meine Miete nach den Bauarbeiten dementsprechend zu erhöhen wenn ich mich nicht an die angebotenen 25% halte. Ich habe einen Staffelmietvertrag seit 2000.
soll ich die 50% beibehalten oder ist das zuviel?
Sehr geehrter Ratsuchender,

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass 50 % eine zu hohe Mietsenkung ist. In der Rechtsprechung ist schon vielfach entschieden worden, dass bei Baulärm in der Nachbarschaft eine Mietminderung von 20 % hinzunehmen ist (1997: AG Wiesbaden 92 C 4159/97-28; 1991 AG Regensburg, 4 C 275/91; 1997 LG Hamburg, 327 S 97/98 etc.).
In Ihrem Fall ist zwar nicht nur der Lärm sehr belastend, sondern auch der Schmutz und die blinden Fenster, so dass hier sicher eine höhere Mietminderung gerechtfertigt ist als nur 20 %.
Da Sie sich gewissermaßen IN der Baustelle befinden müssen, könnte man nach meinem Dafürhalten eventuell eine Mietminderung von 30 % befürworten, doch ist dies nur eine Differenz von 5 % zu der bereits gewährten Minderung. Ob es sich lohnt, sich wegen 5 % zu streiten, müssen Sie selbst abwägen.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich IHnen gerne zur Verfügung. Einstweilen hoffe ich, Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht
Rechtsanwältin

Elbestraße 33, 64390 Erzhausen
Tel 06150 / 961 994
Fax 06150 / 961 995

www.albrecht-rechtsanwaeltin.de
info@albrecht-rechtsanwaeltin.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER