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Mietminderung - Letzte Abnahme


09.12.2015 20:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Guten Tag,

mein Mieterverein hat heute meinem Vermieter die Mietminderung angekündigt und ich möchte halt alles richtig machen und die Miete nun mindern.

Frage wäre vorab ob ich die Miete voll unter Vorbehalt zahlen sollte ODER ob ich sie mindern soll / kann / darf!?

Kurz zur Mietsituation: Dies war ein 2 Familienhaus einer Generation. Die Dachgeschosswohnung wurde zwangsversteigert, welche nun unser Mieter hat. Es sind also ZWEI Eigentümer hier denen das Haus gehört.

Seit Oktober wurde dem Vermieter Zeit gegeben zu beheben. Dabei handelt es sich um folgende Mängel:

• Der Holzweg zum Haus ist immer noch eine Gefahr durch lose und morsche Latten. Dies wurde mehrfach mitgeteilt. Besuchern ist eine Latte schon entgegen gekommen. Hier handelt man durch die Nichtinstandsetzung mittlerweile sogar fahrlässig.
• Das defekte Tor wurde weder repariert noch ersetzt – das Grundstück ist dadurch offen. Es gab hier ein Tor vorne am Grundstück und durch den morschen Balken fehlt nun eine Torseite komplett. Frage ob dies en Mängel ist.
• Das Holz diverser Schrägfenster (Rahmen) ist durch Feuchtigkeit aufgesplittet und schimmelt.
• An der Wand im Wohnzimmer befindet sich ein kreisrunder feuchter Fleck. Dieser ist in der Mitte bereits leicht bräunlich.

Hier wurde mehrfach seit Oktober nun angemahnt und ich würde nun die Minderung korrekt durchführen und wissen welche Möglichkeitr noch gegeben sind danach und ob 20 % zu viel oder zu wenig sind.

Vielen Dank für Ihre abendliche Hilfe.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Um Ihre möglichen Minderungsansprüche und vor allem deren Höhe im Detail beurteilen zu können, müssen der Mietvertrag und die genaue Beschaffenheit, der Umfang, die Dauer und die Intensität sämtlicher Mängel bekannt sein. Hierzu sind zumindest Fotos zu sichten, am besten sollte sogar ein Ortstermin durchgeführt werden.

Dies ist notwendig, um die Minderung wirklich korrekt einschätzen zu können und Sie vor den Konsequenzen einer Fehleinschätzung zu bewahren - der Bundesgerichtshof hat schließlich mit Urteil vom 11.07.2012, Az. VII ZR 238/11, die fristlose Kündigung bei überhöhter und offensichtlich unbegründeter Minderung durch den Mieter akzeptiert, wenn dadurch die Voraussetzungen des § 543 Abs. 2 Ziff 3b) BGB erfüllt sind. Allein auf Basis Ihrer Mangelbeschreibung kann im Rahmen dieser Plattform eine seriöse Antwort nicht erfolgen, da ich mir z.B. unter dem "Fleck" zwangsläufig etwas anderes vorstellen dürfte als was sich an Ihrer Wohnzimmerwand befindet.

Um auf Nummer sicher zu gehen, könnte die Mietzahlung unter Vorbehalt in voller Höhe vorgenommen werden, doch ist dies nicht der Weg, wenn eine Minderung infrage kommt.

Ich rate Ihnen, deren Höhe mit dem Mieterverein oder einem Rechtsanwalt vor Ort zu bestimmen und den Vermieter zur Annahme der dann festgelegten Quote aufzufordern.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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