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Mietkonstrukt/Steuer/Gemeinsame Vermietung


30.08.2017 19:06 |
Preis: 60,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Besteuerung einer selbstgenutzten Wohnung eines GBR Gesellschafters


Guten Tag,
Ich bau gerade mit einem
Bekannten im Rahmen einer Bauherrengesellschaft ein Zweifamilienhaus. Eine Wohneinheit werde ich bewohnen. Die andere soll fremdvermietet werden.
Frage: Ist trotz der einen selbst genutzten Wohnung eine gemeinsame Vermietung möglich?Quasi Vermietung durch die GbR.
Wie müsste sich sodann das Steuermodell gestalten?
Ändert sich die Vermietung wenn ggf. an einen Familienangehörigen vermietet wird?
30.08.2017 | 21:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Selbstnutzung der Wohnung der GbR durch einen Gesellschafter ist grundsätzlich möglich. Die Mieteinnahmen aus der zweiten Wohnung kommen dabei der GbR zugute. Der Gesellschafter der die Wohnung der GbR nutzt muss bei einer kostenfreien Nutzung den geldwerten Vorteil versteuern. Im weiteren wird die kostenfreien Nutzung bei der Entnahme der Überschüsse der Gesellschafter berücksichtigt. D.h. der zweite Gesellschafter wird vereinfacht die Mieteinnahmen auch als Entnahme sich auszahlen lassen können.

2. Aus meiner Sicht ist es zur Vermeidung eines zu versteuernden geldwerten Vorteils erforderlich eine Miete für die Nutzung der Wohnung anzusetzen. Dies erleichert dann auch eine Regelung zwischen den Gesellschaftern über die Vornahme und Höhe der Entnahmen.

3. Die Höhe der Miete ist dabei in der Rechtsprechnung nicht einheitlich. Unprobleamtisch ist die ortsübliche Miete, wenn hierdurch die Kosten für die Wohnung der GbR gedeckt sind. D.h. wenn durch die Miete Zinsaufwendungen, Grundsteuer, Versicherung etc. abgedeckt sind.

Problematisch wird es, wenn die ortsübliche Miete die Kosten für die Wohnung nicht abdeckt. Das Finanzgericht Köln erahcjtet den Ansatz einer Kostenmiete für begründet, wenn die ortsübliche Miete die Kosten nicht abdeckt. (FG Köln, Urteil v. 22.1.2015, 10 K 3204/12, Az. beim BFH: I R 12/15). Anderer Auffassung ist das Finanzgericht Baden-Württemberg, welches die marktübliche Miete als ausreichend erachtet. (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 5.8.2014, 6 K 24/13, Az. beim BFH: I R 8/15).

4. Aus meiner Sicht sollte eine ortsübliche Miete für die Nutzung der Wohnung durch Sie angesetzt werden. Dies ermöglicht der GbR die anfallenden Kosten für Zinsen, Grundsteuer, Versicherung etc. in vollem Umfang in Abzug von den Einnahmen zu bringen. Weiterhin haben Sie keinen geldwerten Vorteil zu versteuern und müssen in Höhe der Kosten keine Einlagen vornehmen.

5. Schließlich können die Gesellschafter vereinbaren, dass die Überschüsse aus den Mieteinnahmen dann zu gleichen Teilen verteilt werden.

6. Eine Vermietung an Familienangehörige ist gleichermaßen zu beurteilen, wenn eine marktübliche Miethöhe angesetzt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

ANTWORT VON

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