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Mietkaution - Ehepartner in Insolvenz


13.02.2008 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

Als Ehepaar sind wir im März 2007 umgezogen in eine andere Stadt und haben somit im Oktober 2007 die Bestätigung vom ehem. Vermieter erhalten, daß die Kaution, welche auf einem Sparbuch angelegt war, freigegeben wurde. Mein Mann und ich waren gemeinsam im Sparbuch zur Hälfte eingetragen,so wie auch im Mietvertrag, so daß die Kaution jedem von uns zur Hälfte mit Zinsen gehörte. Da mein Mann aber im Juli 2007 in die Insolvenz ging, hat der Insolvenzverwalter das Sparbuch an sich genommen und das Geld komplett einbehalten.Wir erhielten von der Bank die Mitteilung, daß sämtliche Guthaben und Zinsen, auch mein Anteil, an den Insolvenzverwalter ausgezahlt wurde.
Nach mehreren Anrufen und Schreiben meinerseits, teilte mir der Insolvenzverwalter am 05.12.mit, daß die hälftige Mietkaution an mich ausgekehrt wird und bat um sofortige Mitteilung meiner Bankverbindung. Diese teilte ich Ihm am 05.12.2007 auch gleich mit. Da kein Geld kam, schrieb ich den Insolvenzverwalter am 15.01.2008 an, warum ich noch kein Geld überwiesen bekommen habe.
Darauf hin erhielt ich die Antwort, daß die Auszahlung der hälftigen Mietkaution voraussichtlich erst in zwei bis drei Monaten möglich ist, da die Verfahrenskosten im Insolvenzverfahren meines Mannes nicht gedeckt sind.
Die Frage: Ich persönlich habe keine Insolvenz und habe mit der Regelinsolvenz meines Mannes nichts zu tun. Kann der Isolvenzverwalter einfach das Geld einbehalten, obwohl er genau wußte,daß es die Gesamtsumme der Kaution ist , also die Hälfte der Kaution mir gehört.Er hatte ja die gesamten Unterlagen von der Bank vorliegen. In 2-3 Monaten schreibt er nach Anfrage wieder, das die Verfahrenskosten immer noch nicht gedeckt sind und ich muß weiter warten?
Es ist doch mein Geld und hat wie gesagt, nichts mit der Insolvenz meines Mannes zu tun.

Für eine Antwort bedanke ich mich jetzt schon herzlich.

Mit freundlichen Grüßen
14.02.2008 | 09:46

Antwort

von


243 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Wenn Ihnen die Mietkaution jeweils zu zwei gleichen Teilen zustand, dann ist der Insolvenzverwalter verpflichtet, diese an Sie auszubezahlen, da er sie zu Unrecht eingezogen hat. Weisen Sie ihn bei Ihrer Aufforderung auf §§ 47, 48 InsO bzw. § 84 InsO und behalten Sie sich andernfalls die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen nach §§ 60, 61 InsO vor, sollte die Insolvenzmasse letztendlich nicht zum Ausgleich ausreichen. Das Bestehen derartiger Schadensersatzansprüche wäre allerdings näher zu überprüfen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net





Rechtsanwalt Martin P. Freisler
Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht

ANTWORT VON

Mainz

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