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Mieterhund uriniert wiederholt ins Haus


| 13.12.2004 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir haben ein Haus mit insgesamt 5 Wohnungen.
Die EG-Wohnung bewohnen wir selber, 3 der 4 restlichen Wohnungen sind vermietet. Da wir Landwirte sind, hatten wir bislang keine Einwände, wenn die einziehenden mieter einen, in einem Fall zwei (Minirassen) Hunde mitbrachten. Übrigens sind zufällig alle 4 derzeit hier lebenden Hunde Rüden.

Wir erlaubten diese Hundehaltung jeweils explizit in den sonstigen Vereinbarungen mit Namensnennung des/der Hunde.

Nun ergibt sich mit dem Hund der am 01.12.2004 eingezogenen Mieter ein unappetitliches Problem:
Dieser Hund uriniert ins Treppenhaus bzw von außen auf die Vortreppe und an den Haustürrahmen.
Mit den anderen Hunden gab es diesbezüglich nie Probleme und wir haben das ganze selbst beobachtet.

Ich habe die Tochter der Mieterin persönlich angesprochen, sie versicherte mir zuerst, dass IHR Hund das keinesfalls wäre. 2 Tage und 3 Pfützen später erwischte ich den Hund "in Flagranti", sprach nun mit der Mieterin persönlich. Diese versprach, auf den Hund diesbezüglich besser einzuwirken und im Wiederholungsfalle (es ist ein junges leicht erregbares Tier) sofort die Pfütze zu entfernen.

Es ist nun, 3 Tage und 10 Pfützen später, nicht besser geworden. Der Hund wird von verschiedenen personen "Gassi" geführt und hebt IMMER, ohne daran gehindert zu werden, an den schon gewohnten Stellen sein Bein. Wegwischen darf ich die Bescherung...

Ich möchte nun folgendes Schreiben aufsetzen:
"Abmahnung wegen Hundeurins im Treppenhaus und am Hauseingang
Sehr geehrte Familie XXX,
wir mussten leider schon mehrmals feststellen, dass ihr Hund ins Treppenhaus und auf die äußere Haustreppe uriniert. In unserem letzten persönlichen Gespräch (Frau XXX und Frau YYY am 10.12.04) versicherten Sie uns, dass dies nicht wieder vorkommen würde.
Heute hat ihr Hund sich erneut mehrfach auf der Treppe erleichtert.
Wir müssen Sie deshalb bitten, genauestens dafür Sorge zu tragen, dass sich das nicht wiederholt. Ansonsten sehen wir uns leider gezwungen, die Genehmigung zur Haltung des Hundes fristlos zu widerrufen und auf Abschaffung des Tieres zu bestehen.
Mit freundlichen Grüßen
(Vermieter)"

Ist der Schrieb so rechtlich in Ordnung?
Denn die anderen Mieterhunde schnüffeln sehr interessiert an den verp... Stellen und einer versuchte bereits, darüber zu markieren, konnte GottseiDank von seiner Besitzerin daran gehindert werden.

Wir sind an gutem Einvernehmen im Haus interessiert, aber nicht bereit, die Unerzogenheit dieses Hundes zu dulden.

Wie soll ich nun vorgehen? Eine Frist setzen? Die Reinigungskosten berechen? (Treppenhausreinigung machen wir selber)
Wie kann ich ggf die Abschaffung des Hundes durchsetzen?
Welche Vorschriften kann ich ggf anführen?
13.12.2004 | 19:19

Antwort

von


767 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei aller Tierliebe: Hier sollten Sie die betreffenden Mieter in der Tat abmahnen. Der Text Ihres Schreibens ist auch nicht zu benanstanden, sollte aber ergänzt werden. Eine Fristsetzung ist entbehrlich: Der Hund soll schließlich ab sofort nicht mehr dort urinieren. Die Drohung, die Genehmigung der Hundehaltung zu widerrufen sollte aber noch damit unterstrichen werden, daß in dem Falle, daß sich die Mieter Ihrer Aufforderung zu vertragsgetreuem Verhalten widersetzen (also zunächst nicht dafür Sorge tragen, daß der Hund nicht weiter dort uriniert, später dann den Hund nicht abschaffen) Sie zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt sind.

Sie sollten daher noch folgende Formulierung mit in die Abmahnung aufnehmen:

Wir weisen Sie darauf hin, daß Sie, sollten Sie das Urinieren Ihres Hundes weiterhin nicht unterbinden, gegen Ihre mietvertraglichen Obliegenheiten verstoßen. Sollten Sie nicht für Abhilfe sorgen, sind wir deshalb berechtigt das Mietverhältnis gem. § 543 BGB fristlos zu kündigen. Da wir an einem einvernehmlichen Mietverhältnis interessiert sind, würden wir diesen Schritt bedauern und hoffen, daß dies nicht notwendig sein wird.

Darüber hinaus behalten wir uns vor, Ihnen die durch das Urinieren Ihres Hundes entstandenen zusätzlichen Reinigungskosten in Rechnung zu stellen.


Damit führen Sie der Mietpartei deutlich die möglichen Konsequenzen ihres vertragswidrigen Verhaltens vor Augen.

Sollte auch diese Abmahnung nicht zum Erfolg führen, empfehle ich Ihnen, einen im Mietrecht erfahrenen Rechtsanwalt mit der Wahrung Ihrer Interessen zu betreuen. Oft kann durch eine deutliche anwaltliche Aufforderung eine weitere Eskalation verhindert werden. Die Kosten für das anwaltliche Tätigwerden können dann in der Regel auch der sich vertragswidrig verhaltenden Partei - also hier den Mietern - in Rechnung gestellt werden.

Gerne stehe auch ich für ein solches Schreiben zu Ihrer Verfügung und schlage vor, daß Sie mich bei Bedarf einfach einmal anrufen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Auskunft zunächst geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: +49 (221) 3559205 / Fax: +49 (221) 3559206
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de


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"Vielen Dank für die rasche Antwort.
Da die Mieter ebenfalls auf dieser Seite surfen, hat es eben geklingelt und die Mieterin fragte erschrocken, ob das unser Ernst wäre... was ich bejahte.
Zumindest wurde eben peinlichst aufgepasst, dass Hund diesmal NICHT schon in dem Treppenhaus pinkelt.
Hab der Mieterin die Nummer der hiesigen Hundeschule gegeben... danke nochmal für die schnelle Antwort.
"
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Vielen Dank für die rasche Antwort.
Da die Mieter ebenfalls auf dieser Seite surfen, hat es eben geklingelt und die Mieterin fragte erschrocken, ob das unser Ernst wäre... was ich bejahte.
Zumindest wurde eben peinlichst aufgepasst, dass Hund diesmal NICHT schon in dem Treppenhaus pinkelt.
Hab der Mieterin die Nummer der hiesigen Hundeschule gegeben... danke nochmal für die schnelle Antwort.


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Köln

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