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Mieter zieht nicht ein


06.10.2004 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir haben mehrere Wohnungen zur Vermietung und mit der Vermietung eine maklerin beauftragt.

Nun haben wir binnen 1 Monat 2x denselben Vorfall gehabt:
Die Mietinteressenten haben begeistert zugesagt, kamen einige Tage später auch zur vertragsunterzeichnung, die Maklerin war jeweils mit anwesend.

Beim ersten Fall (4-Zimmer-Wohnung, Mietbeginn 01.09.04) erreichte uns eine Woche später ein Schreiben, in dem der Mieter seine Unterschrift widerrief, er berief sich auf ein angebliches Rücktrittsrecht, das er binnen 14 Tagen nach Vertragsabschluss hätte. Begründung: Er müsse ja in den Zimmern die Fußböden legen (Teppich oder PVC oder was er halt will), und das wäre ihm zu teuer. Das hat er aber bei Vertragsabschluß gewußt! Die Maklerin hat bis heute auch keine provision erhalten.

Beim zweiten Fall wurde der vertrag ebenfalls in gegenwart der Maklerin unterzeichnet, Mietbeginn 01.10.2004. Die Mieterin zog einfach nicht ein und ward nach Unterschrift auch nicht mehr gesehen. Am Telefon (Handy) erreicht man nur die Mailbox, postalisch erfolgt keine Reaktion. Auch die Maklerin hat bislang nichts erhalten und keinen Kontakt zuwege gebracht, da die Dame nicht erreichbar ist/nicht reagiert.

Die Kündigungsfrist in den Verträgen beträgt die üblichen 3 Monate, nicht quartalsgebunden übrigens. Und die Vertragsunterzeichnung war mehrere Tage nach der Besichtigung, um den Interessenten eine Bedenkfrist einzuräumen.
Beide Wohnungen sind Neubauten, bezugsfertig, Küche und Feuchträume sind gefliest, die Flure mit Korknoden belegt. nur in den Zimmern ist nur Estrich, da wir schon die Erfahrung machen durften, dass, egal welchen Boden man legt, dieser potentiellen Interessenten dann doch nicht zusagt. So haben wir es den jeweiligen Mietern immer freigestellt, sich die Böden nach eigenem geschmack und auf eigene Kosten zu legen... steht auch in den Verträgen so drin und wurde bei den besichtigungen so angegeben!

Meine Fragen:
Können wir die Mieter auf die nicht gezahlten Mieten verklagen? Denn wir haben anderen Interessenten nach der Vermietung abgesagt... und nun einen erheblichen finanziellen Verlust.

Können wir die beiden Wohnungen ab sofort wieder zur Vermietung ausschreiben oder müssen die Mieter einen "Auflösungsvertrag" unterschreiben? Im Fall 2 reagiert die Dame auf nichts... und wir befürchten, dass, wenn wir die Wohnung nun anderweitig vergeben, sie UNS verklagt, weil wir den ihr vermieteten Wohnraum ohne ihr Einverständnis weitervermieten...

Auf wieviel (Anzahl der Monatsmieten) können wir wegen Nichteinhaltung des Vertrages klagen? 1 Monatsmiete? zwei? drei?
06.10.2004 | 15:22

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zieht der Mieter nicht ein, obwohl der Mieter den Mietvertrag nicht unterschrieben hat, so ändert dies nichts an der Verpflichtung zu Mietzahlung. Da Sie eine Zeugin haben, ist das Zustandekommen des Vertrages auf unstreitig.

Dem ersten Mieter sollten Sie anschreiben und unter Fristsetzung zur Mietzahlung auffordern. Es gibt im übrigen kein Rücktrittsrecht von 14 Tagen (außer es ist vereinbart). Sollte er nicht zahlen, so sollten Sie einen Mahnbescheid - am bestene durch einen Anwalt - beantragen lassen. Die Kosten trägt im übrigen dann der Mieter.

Die zweite Mieterin sollten Sie auch auffordern zur Mietzahlung. Zahlt Sie die Miete für zwei Monate hintereinander nicht, dann können Sie Ihr fristlos kündigen. Die Miete für beide Monate muß sie trotzdem zahlen. Hier sollten Sie dies auch gleich mit dem Anwalt alles besprechenn.

Für die Zukunft sollten Sie sich eine Selbstauskunft der Mieter geben lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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