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Mieter soll raus!


30.12.2013 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Eine Bekannte (B) lebt mit Ihrer Mutter (M) in einem 8-Parteien-Wohnhaus.

Sind gemeinsam Hauseigentümer und Vermieter des gesamten Hauses.
Hiervon sind 6 Wohnungen vermietet. 2 Wohnung sind von B und M bewohnt.

Es fehlt der "Mann" im Haus.


Leider wohnt seit ca. 1,5 Jahren eine junge Familie im Haus. Beide ca. 30 Jahre alt. knapp 1,5 Jähriges Kind.

Diese Familie soll hier möglichst sofort raus.

Im Laufe der Mietzeit gab es nur Ärger.

Der Mieter (A) sieht sich immer im Recht und ruft (trotz mehrfacher bitte dies zu unterlassen) meine Bekannte bei der Arbeit an. Auch am Wochenende ruft er gerne an. An seinem ersten Wochenende im Haus rief er ganze 25 mal an (die Sauna sei defekt….naja, er war lediglich zu doof die Bedienungsanleitung zu lesen). Letztlich klingelte er Sturm und machte einen enormen Aufstand. Hierbei wird er gerne laut. Dies macht (leider) B und M ziemlich "fertig".

Meist geht es um Kleinigkeiten:
- Glühbirne im Hausflur defekt
-Schimmel (prompt wurde B gemahnt und gleichzeitig kürzte er die Miete)
-----es war jedoch kein Schimmel. Kondenswasser und eine Schraube hatten eine Wand Im Badezimmer ein wenig grün eingefärbt.
- der Wasserhahn tropft
- die Fenster seien kaputt (Kondenswasser…)
- der WC-Spülkasten sei defekt
-----(der Schwimmer war lediglich "verklemmt". Er ließ ohne Ankündigung einen neuen Spülkasten einbauen.)
----(Alleine die Spülkastensache zog sich über 4 Tage mit täglichen(!) Anrufen hin.)
- er wollte nur die Kaltmiete zahlen, da er vor seinem Einzug, aber nach Beginn der Mietzeit, noch 4 Wochen im Urlaub war.


B schrieb an alle Mieter einen Brief bezüglich der "Kehrwoche" etc UND dass Sie Anrufe nur dann wünsche, wenn es ein Notfall ist (Wasserrohrbuch, etc).


Vor einem Monat wurden die Nebenkostenabrechnungen zugestellt.
Zahlungsfrist 1 Monat. Gezahlt wurde natürlich von A noch nicht.
Prompt (!) rief A auf B's Handy an. Er verlange die Belege, das sei ein Fehler, blablabla.
Dies war an einem Dienstag. Am darauffolgenden Freitag rief sie ihn 3 erfolglos an. Sie wollte mit ihm klären, wie und wo er sich die Belege anschauen könne.
Aber, er ist nicht ans Telefon und hat sich auch nicht mehr gemeldet. B rief Ihn auch nicht mehr an.


Ich wurde von Ihm bereits körperlich bedroht (ihm hatte es nicht gepasst, dass ich seiner Frau erklärt hatte, weshalb die Fenster von Innen Nass waren). Er meine "Ich bin hier der Mann! DU hast mit meiner Frau nix zu reden!"
M wurde als "hysterisch" tituliert.
Sein Bruder findet die Einbauküche sch****
etc.
Und B wird eben zig-mal angerufen.


Türen werden zugeknallt (gelegentlich auch nachts). Und erst Gestern gab es wieder lauthals Streit. Leider schlägt er wohl seine Frau. Die Familie bewegt sich grundsätzlich im Trampelgang fort.
2 weitere Mieter im Haus haben sich bereits über die Familie beschwert. Trauen sich aber, die Familie A direkt anzusprechen.


Es wird garantiert wieder zu Anrufen und Diskussionen bezüglich der Nebenkostenabrechnung kommen (270 Euro Nachzahlung; 750 Euro Miete).

Wir werden am Wochenende einen Brief schreiben und Ihn auffordern zu zahlen. 14 Tage Frist. Sollte dies keine Wirkung zeigen, leiten wir ein Mahnverfahren ein.




Ich mache mir Sorgen, dass der Typ durchdreht.
Und diese dauernden Anrufe und "Mahnungen" wegen Nichtigkeiten müssen aufhören!

Die Familie ist nur lästig. Inzwischen zahlen Sie ihre Miete pünktlich. Aber, "Kehrwoche" ist nach wie vor ein Fremdwort.


Reichen die Probleme in ihrer Summe zu einer außerordentlichen Kündigung?

Müssen 2 Frauen einen Mieter dulden, vor dem Sie Angst haben?

Wie werden wir die Familie A los?



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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben schon die richtige Frage gestellt:

„Reichen die Probleme in ihrer Summe zu einer außerordentlichen Kündigung?"

In der Gesamtschau kämen B und M nämlich nur über eine außerordentliche fristlose Kündigung aus dem Mietvertrag heraus.

Eine solche setzt aber grundsätzlich voraus, dass der Mieter vorher schriftlich abgemahnt wurde.

Der Mieter muß also nachweisbar (z.B. per Einschreiben) schriftlich dazu aufgefordert werden, ein bestimmtes Fehlverhalten in Zukunft zu unterlassen. Die konkreten Verstöße müssen auch so genau wie möglich benannt werden.

Für den Fall der zukünftigen Zuwiderhandlung müßte dann die außerordentliche Kündigung angekündigt werden.

Eine solche Abmahnung liegt noch nicht vor, so dass eine außerordentliche fristlose Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt wohl nicht wirksam wäre.

Genügend Gründe, die eine Abmahnung rechtfertigen könnten, liegen meines Erachtens aber vor, so dass der nächste Schritt eine formgültige Abmahnung (s.o.) und erst im Wiederholungsfalle eine außerordentliche Kündigung wäre.

Bitte bedenken Sie auch, dass M und B die Kündigungsgründe (=Belästigungen) im Streitfall nachwiesen müssen.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 31.12.2013 | 12:27

Verstehe ich Sie richtig?

Abmahnen wenn Türen geknallt werden?
Abmahnen bei dauernden Anrufen?

Was ist, wenn die Nebenkostenabrechnung gezahlt wird?
Abmahnen?


Wären solche Verhaltensweisen (nach Abmahnung) ein Grund für eine fristlose Kündigung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2013 | 13:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

nachfolgend möchte ich gerne wie folgt auf Ihre Nachfragen eingehen:


1. Abmahnen wenn Türen geknallt werden?
Abmahnen bei dauernden Anrufen?

Ja, sofern ein erträgliches Maß überschritten ist, was nach Ihrer Schilderung der Fall sein dürfte.

2. Was ist, wenn die Nebenkostenabrechnung gezahlt wird?Abmahnen?

Die Nebenkostenabrechnung hat mit einer Abmahnung nichts zu tun.

Wenn die Abrechnung aber nicht gezahlt wird, sollte der Betrag letztmalig unter Fristsetzung ( 7-10 Tage) angemahnt werden.

Nach erfolglosem Fristablauf sollten B und M dann einen im Mietrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Geltendmachung der Forderung beauftragen.


3.Wären solche Verhaltensweisen (nach Abmahnung) ein Grund für eine fristlose Kündigung?

Ja, die unter 1. genannten Verhaltensweisen wären geeignet, im Wiederholungsfall eine ausserordentliche Kündigung zu begründen.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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