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Mieter muß raus die II te


27.07.2004 22:19 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag
Erst mal danke für die Beantwortung der ersten Frage. Also bin ich in absehbarer Zeit pleite? Aber so gehts nicht!!!
Heute kam Mahnung, Müll nicht bezahlt und diverse Schäden am Haus sind nun feststellbar. Ich habe neues Haus gebaut zur Absicherung meiner Rente und nun geht alles baden? Was muß ich zahlen wenn ich morgen hin gehe und schmeiße das Pack raus? bitte in Zahlen.
xxIch brauche Hilfexx
Raum Neuwied/Bonn
Danke
Sehr geehrter "Trobix",

ich kann absolut nachvollziehen, dass Sie sich ärgern und sich wahrscheinlich auch hilflos und ohnmächtig fühlen. Sie hatten sich gewünscht, finanziell abgesichert zu sein und nun wirtschaftet jemand in kurzer Zeit Ihr Haus herunter.

Das Schicksal, eine Wohnung vermietet zu haben und dann immens draufzuzahlen, wenn der Mieter die Wohnung total herunterwirtschaftet und einfach kein Geld hat, das man sich von ihm erstatten lassen kann, haben viele Vermieter. Diese Seite wird von Mietern und Mietervereinen gerne übersehen.

Ich kann Ihnen leider nichts sagen, das Sie tun können, um Ihren Mieter morgen aus der Wohnung zu werfen. Ich kann Ihnen auch keine Kosten dazu nennen. Diesbezüglich können Sie den zuständigen GErichtsvollzieher fragen.
Insbesondere wegen der behinderten Mutter dürfen Sie den Mieter aber nicht einfach buchstäblich "auf die Straße" setzen. Im Übrigen kann ich mir auch nicht vorstellen, wie Sie das praktisch anstellen wollen, ohne sich strafbar zu machen.
Nach § 76a ZPO kann das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Schuldners eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung ganz oder teilweise aufheben, untersagen oder einstweilen einstellen, wenn die Maßnahme unter voller Würdigung des Schutzbedürfnisses des Gläubigers wegen besonderer Umstände eine Härte für den Schuldner bedeutet, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist.
Die Gerichte legen bei der Gewährung von Vollstreckungsschutz aber strenge Maßstäbe an. Er wird nur gewährt, wenn dadurch zum Beispiel Obdachlosigkeit vermieden werden kann, oder wenn durch die Zwangsräumung die Gesundheit oder gar das Leben des Mieters oder seiner Angehörigen bedroht sind. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat zum Beispiel Vollstreckungsschutz gewährt, weil die Zwangsräumung für die 97-jährige Mutter des Mieters lebensbedrohlich gewesen wäre.
Wegen der Kosten für die Zwangsräumung (die Möbel der Mieter müssen dann auf zunächst Ihre Kosten eingelagert werden) befragen Sie den dort zuständigen Gerichtsvollzieher.

Ich kann Ihnen nur raten, zu versuchen, sich mit Ihrem Mieter gütlich zu einigen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort dienlich gewesen zu sein und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht
Rechtsanwältin

Elbestraße 33, 64390 Erzhausen
Tel. 06150 / 961 994
Fax 06150 / 961 995

www.albrecht-rechtsanwaeltin.de
info@albrecht-rechtsanwaeltin.de

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