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Mieteinnahmen geerbetes Haus


25.09.2017 10:04 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe ein halbes Haus von meiner Mutter geerbet. Die anderen 50 % gehören meiner Schwester. Wir sind beide im Grundbuch anteilig eingetragen Das Haus ist vermietet. Die Mieteinnahmen gehen auf ein Gemeinschaftskonto. Soweit ich weiß, hat jeder Anspruch auf die Häfte der Einnahmen und kann auch allein über die Verfügung bestimmen. Meine Schwester meint aber, ich könne mir meinen Anteil nach dem Jahr nicht auszahlen. Wer hat Recht? Sie möchte auch, dass der Mieter die Miete je zur Hälfte auf 2 verschiedene Konten überweist. Ist das problemlos?
25.09.2017 | 11:23

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie bilden eine Erbengemeinschaft, der Erlös steht Ihnen beiden gemeinschaftlich zu (§ 2038 Abs. 1 S. 1 BGB).

Intern gehören Ihnen 50 % (§ 743 BGB).

Das Gesetz sieht jedoch in § 2038 Abs. 2 S. 2 und 3 BGB vor:

"Die Teilung der Früchte erfolgt erst bei der Auseinandersetzung. Ist die Auseinandersetzung auf längere Zeit als ein Jahr ausgeschlossen, so kann jeder Miterbe am Schluss jedes Jahres die Teilung des Reinertrags verlangen."

Ein Ausschluss der Auseinandersetzung ist wohl nicht angeordnet.

> Ihre Schwester hat daher Recht damit, dass Sie keine (jährliche) Auszahlung der Miete verlangen können.

Das geht nur, wenn Sie sich beide einig sind.

> Es ist daher problemlos (wenn die Mieter mitmachen und monatlich zwei Überweisungen tätigen) und sinnvoll, zwei Konten zu führen, wenn Sie so Zugriff am Ihren Anteil auf Ihrem Konto erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2017 | 11:33

Sehr geehrter Herr Eichhorn,

doch die Auseinandersetzung des Erbes ist doch nicht erfolgt nach einem Jahr. Wir haben das Erbe nicht aufgeteilt und werden es auch voraussichtlich nicht tun. Wie muss man denn den Ausschluss der Ausseinandersetzung anordnen? Es kann doch nicht sein, dass jetzt jahrelang Mieteinnahmen auf ein Konto gehen und ich nichts davon habe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2017 | 11:49

Sehr geehrte Ratsuchende,

die gesetzliche Regelung bestimmt, dass vor Auseinandersetzung des Erbes, die Früchte (die Mietzahlungen) nicht verteilt werden, wenn es keine Einigkeit unter den Erben gibt. Wenn die Erblasserin testamentarisch die Auseinandersetzung ausgeschlossen hätte, wäre § 2038 Abs. 2 S. 3 BWahlG einschlägig.

Als Alternative (zur jahrelangen Nichtauszahlung bei Nichteinigung) könnten Sie die Teilungsversteigerung (§§ 2042 Abs. 2, 753 Abs. 1 S. 1 BGB) beantragen bzw. damit drohen, um eine Auszahlung Ihres Anteils an den Mieteinnahmen zu erreichen.

Dafür können Sie auch anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 25.09.2017 | 11:50

Es soll selbstverständlich BGB und nicht BWahlG heißen.
ANTWORT VON

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