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Miete und Nebenkosten nach Trennung einer eheähnlicher Gemeinschaft


31.08.2017 12:25 |
Preis: 40,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Vor zwei Jahren haben meine Partnerin und ich ein gemeinsames Grundstück gekauft. Beide sind Miteigentümer zu 50 Prozent. In der gemeinsamen Wohnung wohnt der mitgebrachte Sohn meiner Partnerin, welcher nun 19 Jahre alt ist und sich in einer Ausbildung befindet.
Leider ist unsere Beziehung nun in die Brüche gegangen, sodass wir vorerst eine räumliche Trennung in der gemeinsamen Wohnung vorgenommen haben.
Die Wohnräume sind nun so aufgeteilt, das jeder der drei Bewohner ein etwa gleich großes Zimmer bewohnt. Die Räume wie Flur, Küche, Bad und Wirtschaftraum werden gemeinsam genutzt.
Bisher haben sich meine Partnerin und ich die anfallenden Nebenkosten zu gleichen Teilen geteilt.
Deshalb nun folgende Frage an Sie.
Kann ich von dem volljährigen Sohn meiner Partnerin anteilig Nebenkosten oder gar anteilig Miete verlangen, und wenn ja, wie sollte ich vorgehen?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
31.08.2017 | 12:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie das Grundstück jeweils zur Hälfte nutzen können. Dies gilt für den Umfang der Nutzung, wobei die Nutzung auf das gesamte Grundstück zur Hälfte erfolgt als auch für die Kosten.

Wenn die ehemalige Lebensgefährtin eine überschießende Nutzung durch den Sohn vornimmt, muss hierfür sodann ein größerer Anteil gezahlt werden, hier könnte man durchaus die von Ihnen vertretene Auffassung darstellen, als dass hier eine entsprechende Drittel-Beteiligung des Sohnes, der mittlerweile volljährig ist vorgenommen wird, wenn tatsächlich jeder der Bewohner auch ein Drittel des Grundstückes bzw. der Wohnung genutzt.

Dies kann zunächst auf freiwilliger Basis geschehen.

Ist dies nicht der Fall, so müsste man diesen Kostenanteil als Nutzungsentschädigung gegenüber der ehemaligen Lebensgefährtin geltend machen oder aber auch gegenüber dem Sohn, da er ja bereits volljährig ist. Hier könnte man dann eine fiktive Miete ansetzen, die für die Nutzung der Wohnung bzw. des Grundstückes zu Zahlen wäre.

Diesen Anteil müsste dann die Lebensgefährtin oder der Sohn an sie auskehren. Sie selbst als auch die Lebensgefährtin müssten dann darüber hinaus wieder die 50 Prozent der jeweiligen Kosten des Grundstücks bzw. der Wohnung tragen, auf Sie würde durch den Ausgleich dann eine entsprechend geringerer Anteil entfallen.

Sofern eine einvernehmliche Regelung nicht möglich ist, müsste man hier gerichtlich vorgehen, als erstes müssten sie dem Sohn oder der Lebensgefährtin hier eine entsprechende Nutzungsentschädigung abfordern und diese in Verzug setzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Christian Joachim

Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2017 | 16:06

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe alle Kaufnebenkosten beim Erwerb des Grundstückes übernommen da meine Lebenspartnerin nicht finanziell dazu in der Lage war. Auch habe ich das Grundstück in Eigenregie komplett auf meine Kosten saniert und zwei neue Mietwohnungen ausgebaut. Dafür habe ich ca. 30.000 Euro aus meinen Ersparnissen aufgewendet.
Meine Partnerin hat sich am Grundstück finanziell nur soweit beteiligt, als das sie mtl. die Hälfte der Kreditkosten bezahlte.
Habe ich die Möglichkeit diesen erheblichen Mehraufwand in irgendeiner Weise zurückzufordern bzw. zu verrechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2017 | 08:58

Ihre Nachfrage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, da es insbesondere darauf ankommt, ob es eine besondere Vereinbarung zwischen Ihnen und ihrer ehemaligen Partnerin im Hinblick auf den Erwerb gegeben hat sowie im Hinblick auf das Zusammenleben. Sind zum Beispiel die von Ihnen übernommenen Mehrkosten anderweitig im Rahmen der Haushaltsführung zum Beispiel durch die Lebensgefährtin ausgeglichen worden, so könnte sich hier ein Ersatzanspruch verringern oder als nicht gegeben darstellen.

Allerdings haben Sie hier ja nur eine sehr geringe Zeit von insgesamt zwei Jahren zusammengelebt, so dass hier der Gesamtbetrag von 30.000 Euro, bzw. 15.000 Euro, der der Lebensgefährtin dann gegebenenfalls in Rechnung zu stellen wäre, wohl noch nicht erreicht ist.

Insofern ist es durchaus denkbar, dass eine Beteiligung an den Sanierungs-und Ausbaukosten, gerade wenn die ehemalige Partnerin weiterhin hiervon partizipiert, möglich ist.

Man könnte dann diese Summe nach der Trennung entweder separat einfordern, wobei die Berechnung der Summe sicherlich noch einmal nicht ganz unproblematisch sein dürfte, insbesondere wenn Gegenleistungen im Rahmen der nichtehelichen Lebensgemeinschaft erfolgt sind, oder mit Gegenforderungen, soweit diese bestehen, verrechnen.

Das Darlehen hier sodann nicht zu zahlen würde ich allerdings nicht vorschlagen, da möglicherweise dann das Darlehen insgesamt gekündigt wird und ich würde dann empfehlen, hier einen separaten Betrag einzufordern.

Ich hoffe, dass ich auch ihre Nachfrage hilfreich beantwortet habe und stehe gerne weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße

Christian Joachim
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