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Meine 15jährige Tochter hat einen 23jährigem Freuns - Umgangsverbot ?


29.07.2017 15:58 |
Preis: 100,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag, ich möchte mich hier über meine Möglichkeiten über ein Kontakt, Näherungsverbot informieren.

Folgenden Sachverhalt:
Ehe geschieden, Kind lebt bei Mutter. Mein Verhältnis zu Tochter gut, zu Exfrau war problematisch. jetzt besser.

Bei einer Geburtstagsparty im Februar 2017 lernt meine Tochter, damals 14jahre, einen Mann kennen. dieser ist 23jahre und lebt ca. 300km entfernt.
Meine Tochter hält diesen Geheim. und veranstaltet zu Ihrem 15ten Geburtstag im Mai eine Party mit zelten. Am Morgen wirde meine Tochter von Ihrer Mutter abgeholt und da wurde zum ersten Mal der Freund, nach der Nacht vorgestellt. Dieser gab sich als 18Jähriger aus und stellte sich als Abiturient der Familie vor.
Meine Tochter hat sich die Pille verschreiben lassen und der junge Mann hat im Juni 6 Tage bei meiner Ex-frau, bzw. bei meiner Tochter übernachtet und Sex gehabt.
Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts davon.
Ich habe daraufhin etwas recherchiert, über Facebook und habe herausgefunden, das er eben keine 18, sondern 23, Kurde und keinen Schulabschluss hat. er jobbt bei BurgerKing und hat diverse Anzeigen, auch wegen Minderjährigen.

Am 14.07 wollte meine Tochter an einem Samstag zu Ihm fahren. das konnte ich konnte gerade noch stoppen.
Daraufhin hat er mich angerufen, hat das bestätigt, was ich oben geschrieben habe und auf meinen Vorschlag, das wie zu dritt (Exfrau, Kind und ich) zu Ihm fahren, um seine Umgebung und seine Familie zusehen, wollte er auf keinen Fall und hat mir, wenn wir nicht kommen, versprochen, die Beziehung zu beenden und keinen Kontakt zu meiner Tochter aufzunehmen.

Leider haben Sie nur ein anderes Medium benutzt und der Kontakt ist immer noch da.
Ich glaube dieser Herr hat einen schlechten Einfluss auf mein Tochter. Er kann sehr gut reden, wie ein prediger und ich kann nicht sagen was er im Schilde führt. Auf alle Fälle hat er einen Hang zu Jungfrauen und Mädchen, welche sich stark beeinflussen lassen.
Seit dieser Zeit hat meine Tochter die Schule komplett vernachlässigt, war jede Woche 2 tage krank und ist nun sitzengeblieben.

Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich, um diese Herrn auf abstand zuhalten?
Welche Schritte sind dazu notwendig ?
In wieweit muss meine Tochter eine Aussage machen ?


29.07.2017 | 17:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Sie und Ihre Ex-Partnerin sind Erziehungsberechtigte Ihrer Tochter. Hierdurch haben Sie zum einen das Recht, aber auch die Pflicht, auf die schützenswerten Belange Ihrer Tochter zu achten.
Es ist also grundsätzlich durchaus möglich, Ihr den Kontakt und den Umgang mit bestimmten Personen zu verbieten, wenn davon auszugehen ist, dass sie einen negativen Einfluss auf Ihr Kind ausüben.
Bitte beachten Sie, dass es insofern nicht entscheidend ist, dass Sie den Freund Ihrer Tochter unsympathisch, zu alt oder unpassend finden, es müssen in der Tat sachliche Umstände betroffen sein, die das Wohl der Tochter bedrohen.

Ein ausländischer Hintergrund und Arbeitslosigkeit oder Jobben alleine werden hierfür nicht reichen. Sehr wohl ein Argument sein können aber strafrechtliche Vorbelastungen. Insbesondere natürlich, wenn es sich dabei um Sexualdelikte gegenüber Minderjährigen handelt und dies nicht nur ein bloßes Gerücht darstellt.

Bitte beachten Sie allerdings, dass der sexuelle Kontakt von Jugendlichen ab 14 Jahren mit Älteren/ Erwachsenen grundsätzlich nicht strafbar ist, als schützenswertes Kind gelten Personen unter 14 Jahren.
Beim sexuellen Kontakt mit einer Person ab 14 Jahren kann sich ein Erwachsener dann strafbar machen, wenn eine Abhängigkeitslage (Stichwort: Lehrer-Schüler-Verhältnis) ausgenutzt wird.

Schwierig ist es natürlich bei den Schulproblemen Ihrer Tochter, da diese ja als durchaus alterstypisch gelten und auch bei einem gleichaltrigen Freund auftreten könnten.
Sie müssten dem Herrn also nachweisen können, dass er Ihre Tochter bewusst vom Schulbesuch abhalten möchte, statt sie "nur" indirekt abzulenken.

Sie sind also grundsätzlich dazu befugt, ein Kontaktverbot gegenüber dem Mann auszusprechen, hält sich dieser nicht daran, kann ein solches unter Umständen auch gerichtlich durchgesetzt werden, was bei weiteren Verstößen auch mit einem Zwangsgeld durchgesetzt werden kann.
Es kann sein, dass sich in diesem Rahmen auch Ihre Tochter zu den Umständen äußern muss, die Einzelheiten werden von dem betreffenden Richter und den Einzelheiten des Verfahrens abhängen, sind also schwer einschätzbar.

In jedem Fall wäre es also ratsam, sich an den Herrn zu wenden, ihm noch einmal, gerne auch schriftlich, das Kontaktverbot auszusprechen und ihm für den Fall eines erneuten Verstoßes gerichtliche Maßnahmen anzudrohen.
Eine pauschale Antworte dazu, wie erfolgversprechend ein entsprechendes Vorgehen letztlich sein wird, ist wegen der Fülle von Faktoren im Einzelfall leider nicht möglich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit dennoch eine erste Einschätzung der Lage ermöglichen und stehe für eventuelle Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2017 | 17:25

Sie empfehlen mir also ein persönliches Anschreiben an den jungen Herrn zu verfassen und bei erneutem Kontakt eine Anzeige zumachen.
Machte es einen Sinn, eine Anzeige bei der Polizei zumachen ?
Wie sollte diese formuliert sein?
falls er doch schon polizeilich in Erscheinung getreten ist, möchte ich hier auf alle Fälle massiv vorgehen.

Was bringt eine Anzeige bei der Polizei und was soll ich anzeigen ?


Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2017 | 11:23

Sehr geehrter Mandant,

ja, das würde ich in der Tat empfehlen. Ob eine Strafanzeige bei der Polizei zum gegenwärtigen Zeitpunkt Sinn macht, ist allerdings fraglich. Letztlich hat sich der Freund Ihrer Tochter ja nicht strafbar gemacht, sondern "nur" gegen eine zivilrechtliche Pflicht verstoßen.
Ich würde Ihnen also diesen Weg außergerichtlich und gegebenenfalls dann auch per Gerichtsverfahren empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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