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Mein Exmann öffnet Briefe vom Finanzamt an mich und will mich erpressen


05.10.2017 19:24 |
Preis: 29,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
vor einer Woche hat mein Exmann einen Brief vom Finanzamt für mich geöffnet und mir später in den Briefkasten geworfen.
Jetzt versucht er mich mit dem Inhalt wegen offenen Zugewinn einzuschüchtern.
Was kann ich tun?
05.10.2017 | 20:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Wenn Ihr Exmann einen an Sie gerichteten Brief des Finanzamts geöffnet hat, könnte dies als Verletzung des Briefgeheimnisses nach § 202 StGB strafbar sein.

"Wer unbefugt einen verschlossenen Brief ...öffnet... wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft..."

Das Problem könnte allerdings sein, ob Ihre Behauptungen auch beweisbar sind. Sind sie dies nicht, würde ein Ermittlungsverfahren wieder eingestellt werden. Auch könnten Sie selbst sich ein Ermittlungsverfahren wegen falscher Verdächtigung einhandeln.

Wenn Ihr Exmann auf strafbare Weise erlangte Informationen verbreiten würde, wäre ein strafbares Verhalten möglicherweise nachweisen. Ihr Exmann müßte dann erklären, wie er zu den Informationen gelangt ist.

2.
Sie sollten sich wegen des Zugewinnausgleichs nicht einschüchtern lassen.

Falls Sie einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin wegen des Zugewinns beauftragt haben, sollten Sie den Vorfall mit dem Rechtsanwalt besprechen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 05.10.2017 | 20:45

Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Er hat den Brief geöffnet und mir dann mit einem Vermerk in meinen Briefkasten gelegt. Ebenso hat er den Text komplett durchgelesen und mich dann mit dem Inhalt konfrontiert. Somit kann er auch nicht behaupten, er hat ihn versehentlich geöffnet, denn dann hätte er innerhalb der ersten Zeilen lesen können das es nicht für Ihn ist. Die Befürchtung ist es jetzt das er dieses Wissen bei meiner Familie bzw. meinen Arbeitsgeber ausplaudert. Dies könnte sehr schwerwiegende Folgen haben, ggf. Arbeitsplatzverlust und Probleme mit meiner Familie.

Wenn er mich erpresst damit könnte ich ja Anzeige erstatten oder. Nur was ist wenn er es einfach aus "Rache" weitererzählt. Darf er die Inhalte an Fremde/Familie einfach weitergeben oder macht er sich da nicht doppelt strafbar.

Wie kann ich ihn bremsen?

Vielen Dank


Nachfrage vom Fragesteller 05.10.2017 | 20:45

Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Er hat den Brief geöffnet und mir dann mit einem Vermerk in meinen Briefkasten gelegt. Ebenso hat er den Text komplett durchgelesen und mich dann mit dem Inhalt konfrontiert. Somit kann er auch nicht behaupten, er hat ihn versehentlich geöffnet, denn dann hätte er innerhalb der ersten Zeilen lesen können das es nicht für Ihn ist. Die Befürchtung ist es jetzt das er dieses Wissen bei meiner Familie bzw. meinen Arbeitsgeber ausplaudert. Dies könnte sehr schwerwiegende Folgen haben, ggf. Arbeitsplatzverlust und Probleme mit meiner Familie.

Wenn er mich erpresst damit könnte ich ja Anzeige erstatten oder. Nur was ist wenn er es einfach aus "Rache" weitererzählt. Darf er die Inhalte an Fremde/Familie einfach weitergeben oder macht er sich da nicht doppelt strafbar.

Wie kann ich ihn bremsen?

Vielen Dank


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2017 | 08:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

Dann ist die Beweislage für Sie doch recht günstig. Neben Verletzung des Briefgeheimnisses (§ 202 StGB) könne auch (versuchte) Erpressung nach § 253 StGB in Betracht kommen.

Natürlich können Sie Strafanzeige erstatten.

Die Weitergabe "wahrer" Tatsachen wäre alssolches nicht zusätzlich strafbar. Üble Nachrede (§ 186 StGB) und Verläumdung (§ 187 StGB) haben zur Voraussetzung, das UNWAHRES verbreitet worden ist.

Möglicherweise könnte ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch in Betracht kommen. Nach einem Urteil des OLG Düsseldorf (NJW-RR 1993,1242) kann ausnahmsweise auch das Verbreiten wahrer Tatsachen als rechtswidriger Eingriff in das allemeine Persönlichkeitsrecht darstellen.

Ihr Arbeitgeber kann Ihnen wegen Ihrer privaten Steuerangelegenheiten nicht kündigen.

Ich rate Ihnen nochmals, die Angelegenheit mit einem Rechtsanwalt vor Ort zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

ANTWORT VON

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