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Mauer zum Nachbarn


| 31.07.2017 08:35 |
Preis: 25,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Bei einem ungenehmigten Bau - einem sogenannten Schwarzbau - gibt es weder Verjährung noch Bestands- oder Gutglaubensschutz.


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Nov. 2012 habe ich ein Einfamilienhaus gekauft, welches zum Nachbarn eine Einliegerwohnung hat, mit einer Stützmauer von 2,40 m. Diese bestand schon, aber ohne Einwilligung der Nachbarn, was mir beim Kauf vorenthalten wurde. Die Mauer war im Sept. 2011 gebaut worden. Jetzt fordert der Nachbar den Rückbau der Mauer, da er damals Beschädigungen an seiner Isolierung erlitten hat, die nun einen Wassereintritt in seinen Keller ermöglichen. Frage, wie steht es hier mit der Verjährungsfrist? Auch hat der Nachbar im Jahre 2011 eine Eingabe ans Bauamt gemacht, die den Fall damals aber nicht aufgegriffen hat. Diese Eingabe liegt mir vor. Heute schreibt mir dieses Bauamt, ich solle alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurück versetzen. Ist das rechtens?
31.07.2017 | 09:06

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

falls es sich bei der Stützmauer um einen ungenehmigten Bau handeln sollte, so gibt es weder Verjährung noch Bestandsschutz. Ob das Vorgehen des Bauamts aber auch im Übrigen rechtens ist, müsste durch eine Akteneinsicht überprüft werden. Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich, melden Sie sich hierfür einfach unter meinen hier auf dem Portal angegebenen Kontaktdaten. Sie können mir auch noch den fraglichen Bescheid des Bauamts zur Prüfung hereinreichen.

Vor allem sehe ich aber mögliche Ansprüche gegenüber dem Verkäufer. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt zwar drei Jahre ab Jahresende. Der Beginn der Verjährungsfrist setzt aber die Kenntnis des Anspruchs voraus. Da Sie erst jetzt Kenntnis haben und innerhalb der maximalen zehnjährigen Verjährungsfrist liegen, könnte man gegen den Verkäufer vorgehen.

Dass der Verkäufer möglicherweise ohne Genehmigung eine Stützmauer errichtet hat und das Bauamt im Jahre 2011 nicht dagegen vorgegangen ist begründet keinen Vertrauenstatbestand. Insbesondere gibt es insoweit keinen Gutglaubensschutz. Man spricht bei ungenehmigten Bauten auch von einem sogenannten Schwarzbau. Ob dies hier der Fall ist, kann wie gesagt nur eine Einsicht in die Bauakte - die zu Ihrem Haus gehörende Akte beim Bauamt - ergeben.

Ich hoffe, mit diesen Ausführungen konnte ich Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2017 | 21:09

Sie haben meinen Fall "Mauer zum Nachbarn" ausführlich beantwortet und dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Bei weiteren Fragen werde ich mich wieder vertrauenvoll an sie wenden.

LG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2017 | 21:15

Sehr gerne!

Ergänzung vom Anwalt 31.07.2017 | 15:47

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

gerne möchte ich meine heutige Antwort noch ergänzen, bei der ich mich ja auf die öffentlich-rechtlichen Probleme konzentriert hatte.

Aus privatrechtlicher Sicht sind Beseitigungsansprüche Ihres Nachbarn aus § 1004 BGB nämlich durchaus verjährt. Die Verjährung des Beseitigungsanspruchs richtet sich nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren ab Ende des Jahres der Anspruchsentstehung und Kenntnis hiervon. Dies betrifft auch etwaige Schadensersatzansprüche.

Sollte noch etwas unklar sein, melden Sie sich jederzeit gerne.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.07.2017 | 21:18


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 31.07.2017
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Sehr ausführlich, rechtlich einwandfrei und sehr hilfreich, Vielen lieben Dank


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