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Maklervertrag, nun doch Selbstübernahme


| 29.09.2017 12:19 |
Preis: 25,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Aufwendungen sind dem Makler nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist. Der Mäklerlohn entsteht erst mit Abschluss des Hauptvertrags.


Hallo,

nach der Scheidung haben wir einen Makler mit dem Verkauf der gemeinsamen Immobilie beauftragt. Nun überlege ich, ob es mir nicht doch möglich ist, dass ich meinem Ex-Mann seine Hälfte abkaufe und das Haus komplett übernehme. Welche Ansprüche hat der Makler, der bei der Vermittlung eines Kaufinteressenten/ Kaufabschluss 6,25% Provision bekommen hätte?

Vielen Dank!
29.09.2017 | 13:07

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

das Gesetz unterscheidet in § 652 BGB zwischen dem Nachweismakler und dem Vermittlungsmakler. Bei beiden entsteht der Anspruch auf Vergütung erst mit Abschluss des Hauptvertrags.

In jedem Falle kommt es auf den genau erteilten Auftrag gegenüber dem Makler an. Haben Sie mit diesem einen Vertrag geschlossen, so dürften darin auch Regelungen zu dessen Beendigung (zB Kündigung) getroffen worden sein. Möglicherweise hat der Makler auch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) mit in den Vertrag einbezogen. Diese sollten Sie im Hinblick auf solche Regelungen prüfen oder prüfen lassen. In bestimmten Fällen sieht das Gesetz zugunsten von Verbrauchern auch ein Widerrufsrecht vor.

Es kommt hier, solange weder Nachweis noch Vermittlung erbracht wurde, allenfalls ein Aufwendungs- bzw. Schadensersatzanspruch des Maklers in Betracht. Nach § 652 Abs. 2 BGB sind dem Makler Aufwendungen nur zu ersetzen, wenn dies vereinbart ist. Dafür müsste der Makler aber auch nachweisen, dass er bereits Aufwendungen im Hinblick auf Ihren Auftrag getätigt hat.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben. Sollten Sie in der Angelegenheit weiter Unterstützung benötigen, so melden Sie sich gerne bei mir. Insbesondere biete ich hier auf dieser Plattform auch die Überprüfung von Notarverträgen - einschließlich Scheidungsvereinbarungen - zum kostengünstigen Festpreis an. Sollte in der Sache etwas unklar sein, so nutzen Sie gern die Nachfragefunktion, damit Sie auf jeden Fall zufrieden mit dieser Beratung sind.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt

Port7 Rechtsanwälte
Münster


Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2017 | 13:19

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Mit dem Makler besteht keine Vereinbarung Aufwendungen ggf. zu ersetzen. Allerdings beinhaltet der Vertrag die Formulierung " Die private Veräußerung durch den Eigentümer an einen Interessenten wird ausgeschlossen" - greift dieses auch, wenn einer der beiden Eigentümer die Immobilie komplett übernimmt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.09.2017 | 13:31

Vielen Dank für Ihre berechtigte Nachfrage.

Eine solche Formulierung kann Sie definitiv nicht in Ihrer Verfügungsfreiheit beschränken. Zur Vermeidung von etwaigen Schadensersatzansprüchen sollten Sie den Vertrag mit dem Makler aber vorher beenden. Widerrufen oder kündigen Sie also am besten den Vertrag, so bald wie möglich.

Die von Ihnen zitierte Klausel dürfte darüberhinaus unwirksam sein. Denn eine solch weitgehende Verfügungsbeschränkung (Alleinauftrag) stellt meines Erachtens eine unangemessene Benachteiligung dar.

Bei weiteren Fragen melden Sie sich einfach unter meinen im Profil angegebenen Kontaktdaten, da dieses Portal nur eine einmalige Nachfrage erlaubt. Gerne beantworte ich auch etwaige weitere Fragen oder stehe Ihnen für weitere Schritte gegenüber dem Makler zur Verfügung. Möglich ist auch die Überprüfung des notariellen Entwurfs einer Scheidungsvereinbarung, in der die Grundstücksübertragung geregelt werden müsste. Solche Vertragsprüfungen biete ich hier zum günstigen Festpreis an.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt

Port7 Rechtsanwälte
Münster

Bewertung des Fragestellers 02.10.2017 | 17:40


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"Wenn man berücksichtigt, dass der Sachverhalt hier nur kurz schriftlich dargestellt werden kann, war die Antwort so gut wie möglich. Auch eine Rückfrage wurde umgehend beantwortet. Daher eine uneingeschränkte Empfehlung für den Anwalt. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.10.2017
4,6/5.0

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