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Maklerprovision bei Neubau zulässig?


| 26.12.2008 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke



Im Herbst 2007 sind wir im Internet auf eine Makler-Anzeige für ein Grundstück mit Neubauprojekt (Reihenhaus) aufmerksam geworden. Die Maklerprovision war gemäßt Anzeige auf den Gesamtpreis des Projekts (privates Grundstück + Neubau durch Generalunternehmer) fällig.

Nach Abschluss des Grundstückskaufvertrags (von Privat) und des General-Unternehmervertrags mit der Baugesellschaft Ende 2007 wurden die Provisionsrechnungen Anfang 2008 ausgestellt und bezahlt. Dabei wurde auch Provision auf im Bauvertrag ergänzte Zusatzarbeiten erhoben. Auf Rückfrage beim Makler hinsichtlich der Zusatzarbeiten wurde erklärt, dass er dies wegen der starken Einbindung in die Gestaltung des Bauvertrags (was korrekt ist) gemacht hat.

Mir wurde jetzt erzählt, dass ein Makler in dieser Konstellation eigentlich nur auf das Grundstück eine Provision erheben kann. Da Provision bei Altbau auf den kompletten Preis gezahlt werden und im Fall eines Bauträgers durch den Bauträger erfolgen, hatte mich damals die Vorgehensweise nicht verwundert.

Daher meine Fragen:
1.) Auf welche Bestandteile kann die Provision erhoben werden?
2.) Kann ich eventuell zu viel bezahlte Beträge zurückfordern?

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Guten Tag,

Grundsätzlich richtet sich die Höhe der Provision nicht nach der Tätigkeit des Maklers, sondern nach der Vergütung, die im Hauptvertrag mit dem Bauunternehmer vereinbart worden ist. Entscheidend ist also nicht, was der Makler zur Vertragsgestaltung beigetragen hat, sondern inwieweit sich der Wert der Hauptvertrags erhöht hat. Außerdem kommt es natürlich maßgeblich darauf an, was Sie konkret im Maklervertrag vereinbart haben. Prüfen Sie also den Maklervertrag, ob eine Regelung bzgl. Zusatzarbeiten o. ä. getroffen ist. Wenn diese nicht als Berechnungsgrundlage ausgeschlossen sind, dann dürfte die Provisionsberechnung auf Grundlage aller Leistungen des Hauptvertrags in Ordnung sein.

Allgemein besteht noch die Möglichkeit, dass die Provisionsabrede insgesamt überhöht und damit unwirksam ist (§§ 655, 138 BGB). Das Gericht kann in dem Fall den Maklerlohn herabsetzen. Nach Ihrer Schilderung deutet darauf allerdings nichts hin.

Bitte beachten Sie, dass dies nur eine erste Einschätzung ist. Abschließend lässt sich Ihre Frage nur unter Prüfung sämtlicher Vertragsunterlagen und sonstiger Absprachen etc. beurteilen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.12.2008 | 22:39

Vielen Dank für die Antwort.

Wenn ich ihre Ausführungen richtig verstehe, kann der Makler grundsätzlich auch auf die Vermittlung des Generalunternehmervertrags (und nicht nur für die Grundstücksvermittlung) eine Provision nehmen. Richtig?
Es gibt nämlich keine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Makler und uns.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2008 | 09:21

Zu Ihrer Nachfrage:

Ja, richtig. Gegenstand der Vermittlung durch den Makler kann jede Art von Vertrag sein, also auch ein Generalunternehmervertrag.

Eine schriftliche Vereinbarung ist nicht erforderlich, der Maklervertrag kann auch wirksam mündlich geschlossen werden.

Fehlt eine ausdrückliche Vereinbarung zur Höhe der Provision, dann gilt der übliche Lohn als vereinbart (§ 653 Abs. 2 BGB). Wenn Sie also Zweifel haben, ob die Provision angemessen ist, dann sollten Sie prüfen (lassen), welche Provisionen für die Vermittlung ähnlicher Verträge durchschnittlich erhoben werden.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.12.2008 | 18:24


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