Maklergebühr oder nicht?
06.10.2009 18:42 |
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Vertragsrecht
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Rechtsanwalt Gerhard Raab
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Es geht um den Verkauf eines Grundstückes.
Wir haben für den Verkauf eines Grundstückes ein Maklerbüro für 6 Monate beauftragt und habe im Vertrag stehen, dass wir das Grundstück auch während dieser Zeit, privat an Privatleute verkaufen können. Zwei Tage vor Vertragsunterzeichnung kam ein Architekt auf uns zu und sagte, dass er Jemanden kenne, der ein Gründstück sucht, mit dem er gemeinsam ein Haus bauen könne. Wir haben mit dem Architekt und seinem Bauinteressenten das Grundstück besichtigt. Da bereits zum Zeitpunkt der Besichtigung schon fest stand, dass wir das oben genannte Maklerbüro beauftragen werden und wir Ärger ausschließen wollten, hatten wir den Architekten darauf hingewiesen, dass wir nicht beabsichtigen, einen weiteren Makler zu akzeptieren. Er hat uns versichert, dass er nicht als Makler, sondern nur in der Funktion des Architekt an dem Grundstück interessiert sei.
Vor ca. einer Stunde hat uns dieser Architekten-Kunde mitgeteilt, dass er großes Interesse an diesem Grundstück hätte. Im Gespräch teilte er uns mit, dass sich dieser Architekt von Ihm aber eine Maklervereinbarung hat unterschreiben lassen und dass dadurch sein Budget zusätzlich belastet wird, was sich auch auf den Verkaufpreis nachteilig auswirken wird.
Hat dieser Architekt trotzdem Anspruch auf eine Makler-Provision vom Käufer, obwohl er uns hintergangen und uns getäuscht hat?
Oder können wir diesem Interessenten das Grundstück privat verkaufen, so wie wir es auch vor hatten, da dieser Architekt uns gegenüber als Architekt und nicht als Makler aufgetreten ist?
Trifft nicht Ihr Problem?
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