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Mahnung Fitnessstudio


28.07.2017 10:52 |
Preis: 30,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe im Januar 2017 einen Vertrag bei einem Fitnessstudio in Ravensburg abgeschlossen.
Das Fitnessstudio hatte eine Aktion "trainieren Sie 6 Monate kostenlos" lediglich die Aufnahmegebühr in Höhe von 39,99 € sollte sofort beglichen werden.
Ich habe mich im Mai 2017 unerwartet beruflich verändert und bin in eine andere Stadt gezogen. In meinem Vertrag lässt der Vertrag ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug zu. Ich habe meinen Vertrag gekündigt und die Bestätigung meines Umzuges beigelegt. Die Kündigung wurde vom Fitnessstudio angenommen zum 30.06.2017.

Bei Vertragsabschluss wurden meine Kontodaten hinterlegt. Hier habe ich wohl eine falsche IBAN angegeben, meine Karte war gesperrt weil die Kontodaten nicht übereinstimmen. Ich habe dann beim Empfang im Fitnessstudio meine Bankkarte mit der IBAN vorgelegt und darum gebeten diese im System bitte zu ändern. Meine Karte war danach freigeschalten und wurde auch nicht mehr begrenzt.
Ich habe im Mai eine Mahnung vom Fitnessstudio über die Aufnahmegebühr erhalten incl. einer Mahnung in Höhe von 7,50 €. Eine ordentliche Rechnung oder Information dass nicht abgebucht werden kann habe ich nicht erhalten. Mein Konto war zu jeder Zeit gedeckt. Ich habe daraufhin eine Mail an der Studio geschrieben und die geforderten 39,99 € bezahlt, jedoch nicht die Mahngebühr. Daraufhin habe ich eine weitere Mahnung für diese Mahngebühren erhalten. Hierauf habe ich wieder Kontakt aufgenommen und dem Studio gesagt dass ich das Verschulden nicht auf meiner Seite sehe und erwarte dass die Mahngebühren ausgebucht werden sollen.
Nun habe ich aktuell (25.07.2017) ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei erhalten mit der Forderung von insgesamt 138,00 € welche sich wie folgt zusammensetzen.
Mahngebühr 22,50 €
Einmalgebühr 10,00 €
Beitrag 01.06.-30.06. 34,90 €
Anwaltskosten 70,20 €

für den Beitrag 01.06.-30.06. erhielt ich keine Rechnung und auch keine Mahnung. Ebenso für diese Einmalgebühr. Vermute die Einmalgebühr umfasst die Gebühr für die Sonderkündigung.

Darf das Studio eine Mahngebühr einklagen, hätte es hier nicht nochmals eine Antwort auf mein Schreiben geben müssen in diesem ich die Stornierung der Mahngebühren gefordert habe?
Darf das Studio den Mitgliedsbeitrag einklagen ohne eine Mahnung bzw. Rechnung hierfür zu stellen?
Eine ordentliche Rechnung habe ich in keinem der Fälle erhalten, lediglich die Mahnung, dann die Mahnung über die Mahngebühren und nun ein Schreiben von der Anwaltskanzlei

Besten Dank im Voraus

28.07.2017 | 12:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Mahnung setzt eine Rechnung voraus.
Dies muss auch zugegangen sein. Den Zugang der Rechnung muss derjenige beweisen, der sich darauf beruft. Dies wird dem Fitnessstudio, wenn es sich um einen „normalen" Brief handelt, also nicht per Einschreiben versendet, nicht gelingen.
Hier haben Sie die Mahnung erhalten, obschon Sie keine Rechnung erhalten und zudem mitgeteilt haben, dass die Bankdaten fehlerhaft und zu ändern seien.
Insofern sollten Sie die Mahngebühr weiterhin zurückweisen und zunächst darauf bestehen, dass man Ihnen eine ordentliche Rechnung – nachträglich- zukommen lässt.
Was die Einmalgebühr anbelangt, so muss auch hierfür zunächst eine ordentliche Rechnung gestellt werden. Gleiches gilt für den Beitrag Juni, wobei sich mir nicht erschließt, weshalb der Juni nicht mehr in das kostenfreie 6-Monats-Abo fällt.
Vor Rechnungslegung können Sie nicht in Verzug geraten, so dass keinerlei Mahngebühren anfallen und die Übernahme der Anwaltsgebühr zurückzuweisen ist. Diese wäre erst von Ihnen zu tragen, wenn Sie nachweislich in Verzug geraten sind.
Meines Erachtens haben Sie zudem das Ihrerseits Erforderliche zur Schadensminderung getan, indem Sie auf das Studio zugegangen sind, um die korrekte Bankverbindung mitzuteilen, auf fehlende Rechnungen hingewiesen haben, usw.

Sie müssen aber auf das Anwaltsschreiben reagieren um nicht weiteres – gerichtliches- Vorgehen hervorzurufen.
Gerne bin ich Ihnen bei der Vertretung Ihrer Interessen behilflich.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

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