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Mängel bei Hauskauf


11.03.2009 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ich habe eine Frage?
Ich habe 2004 ein Haus gekauft Baujahr 1936. Mir wurde versichert das es sich schon immer um ein Wohnhaus handelte.
An diesem Haus habe ich 2006 einen Anbau gebaut.
Jetzt 2008 wollte ich das Dach des Hauses decken und habe gravierende Mängel festgestellt.
1.Tragende Wand entfernt. 8m Balkenlage ungestützt.
2. Ständig Wasser im Keller, dadurch Fußbodenträger durchgegammelt und einsturzgefahr.
Fußbodenaufbau im gesamten Gebäude bestand aus lediglich Sandplatte und 5cm Beton mit Fliesen darauf.
3. Haus war zur Hälfte ein Viehstall.
4. Grundstück nicht so groß wie angegeben. und und und
Der Vorbesitzer wuste dies alles weil er die baulichen Veränderungen nachweislich durchgeführt hat. Zeugen existieren.
Das Haus ist an vier stellen gerissen durch das entfernen der tragenden Wand.
Das Haus ist jetzt unbewohnbar wegen Einsturzgefahr.
Schaden rund 40000Euro.
Was kann ich rechtlich tun??? Gegen den Vorbesitzer??? Macht das sind? Welcher Anwalt ist der richtige? Rechtsschutz existiert nicht.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

In Ihrem Fall wäre zu prüfen, ob Sie wegen arglistiger Täuschung den Kaufvertrag selbst nach § 123 BGB anfechten können.
Hier kommt die Täuschung durch Verschweigen von Tatsächen in Betracht, da hinsichtlich der verschwiegenen Mängel eine Aufklärungspflicht bestand.

Die Anfechtung nach § 123 BGB kann allerdings nur binnen Jahresfrist erfolgen.
Nach § 124 Abs. 2 BGB beginnt die Frsit im Falle der arglistigen Täuschung mit dem Zeitpunkt, in welchem der Anfechtungsberechtigte die Täuschung entdeckt.
Hierzu müssten Sie noch weiter vortragen.

Ich gehe davon aus, dass im Kaufvertrag ein Haftungsausschluss vereinbart worden ist.

Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat (vgl. § 444 BGB).

Wenn also die von Ihnen beschriebenen Mängel arglistig verschwiegen worden sind, wäre dieser Haftungsausschluss, aber nicht der Kaufvertrag im Ganzen unwirksam.
Die Rechtsfolge wäre dann, dass Sie wegen der Mängel die Rechte aus § 437 BGB geltend machen könnten.

Ist die Sache mangelhaft, kann der Käufer, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,
1. nach § 439 Nacherfüllung verlangen,
2. nach den §§ 440, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 441 den Kaufpreis mindern und
3. nach den §§ 440, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen (vgl. § 437 BGB).

Nach Ihrem Sachvortrag macht es durchaus Sinn, gegen den Verkäufer vorzugehen, da von einer arglistigen Täuschung auszugehen ist.
Sie sollten daher die Dienste eines Kollegen in Anspruch nehmen, der sich im Vertragsrecht auskennt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


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