MPU- Keine Chance?
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Verkehrsrecht
Beantwortet von
Sehr geehrte Anwälte,
ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, dass in einem "rechtlich korrekten" Staat so etwas möglich ist... deswegen bitte ich sie um die Hilfe und Aufklärung, wie so etwas zustande kommen kann und was nun zu tun ist.
Geschichte:
Die Ex von meinem Mann hat aus Rachegründen Polizei angerufen. Sie hat gewusst, dass er mit den Freunden über die Nacht feiern war. Sie rief also an und sagte, er ist mit dem Auto in dem Zustand gefahren.
Die Polizei kam und nahm ihm den Führerschein...
Damals hat er nicht reagiert und keine Widersprüche oder Erklärungen eingereicht, dass er nicht gefahren ist... Damals gemessene Werte waren natürlich umhauend... Auf die Situation von damals ist keiner stolz, aber sie ändern kann ja auch keiner...
Mittlerweile sind 7 Jahre vergangen. Mein Mann ist Vater von 3 Kindern geworden, wir haben ein Haus gebaut...usw... Die Sünden von damals bleiben aber immer noch hängen...
Jetzt war er schon zum 4. Mal bei MPU... die fiel aber schon wieder negativ aus. Medizinisch gesehen ist alles super... alle 4 mal war alles i.O.
Psychologisch aber hat man aber immer irgendetwas, was den Gutachter veranlasst, das Gutachten negativ ausfallen zu lassen..
Mein Mann trinkt mittlerweile schon seit Jahren überhaupt kein Alkohol... Er schichtet aber auch eine 6-Tage-Woche... so, dass es gar nicht möglich wäre, irgendwie durchgehend zu saufen... Jedoch bei den Psychologen bleibt er wegen der Werte von damals als fast schon Alkoholiker hängen.
Wir haben schon EtG-Werte für ein halbes Jahr... Haarproben... die Bescheinigung der Hausärztin vorgelegt, dass mein Mann keine Alkoholprobleme hat usw... Nix nutzt...
Deswegen meine Frage: Sollen wir jetzt unsere Versuche einstellen und die Zeit einfach laufen lassen, weil in 10 Jahren eh alles gelöscht ist, 7 haben wir schon überstanden... weil man mit einem hohen Wert grundsätzlich keine Chance auf die positive Ergebnisse hat... Oder gibt es doch irgendwelche Möglichkeit, dieses Problem zu regeln???
Für eine große Therapie oder Selbsthilfegruppe haben wir dabei keine Zeit, denn erstens muss der Mann arbeiten, ansonsten müssen wir ja hungern... (ich bin im Mutterschutz, das bringt kein Geld rein)... und zweitens hat er das nicht nötig, weil er ja nichts trinkt und auf gar keinen Fall ist er abhängig oder so etwas ähnliches... Er ist ein ganz normaler Familienmensch, der niedergemacht wird...
Was die Familie deswegen durchmacht, muss ich wohl nicht schildern... Wir wohnen auf dem Land und überall, wohin man muss, muss man eben mit dem Auto fahren... Wo der Mann ruhig überall hinkommen könnte, fahre ich mit 3 Kindern... dass das ganz schön heftig ist, brauche ich wohl keinem erklären... jede kleine Maßnahme wird zur globalen Aktion...
Darf man so etwas überhaupt gelten lassen? Oder muss man sich einen Anwalt nehmen und stur am Ball bleiben? Es graust mich wirklich, wenn ich denke, dass das eventuell eine normale Vergehensweise ist und die anderen genauso etwas mitmachen müssen wie wir...
Mit freundlichen Grüßen
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