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Lohnfortzahlung bei Schlechtwetter (Bau)


03.03.2005 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin in einem Baubetrieb beschäftigt und zur Zeit erkrankt. Da ein Teil der Arbeitnehmer in meinem Betrieb witterungsbedingt nicht arbeitet mnüssen diese Stunden aus ihren Arbeitszeitkonto aufbrauchen. Mir wird aus diesen Grund die Zahlung von Krankengeld verweigert. Ich muß, obwohl krank geschrieben, Stunden aus meinem Arbeitszeitkonto einsetzen.
Meine Fragen:
1. Ist das richtig, und kann das der Arbeitgeber mal ein Jahr anwenden und mal nicht?
2. Wenn dieses Vorgehen ok ist, wie erfolgt dann die Entlohnung wenn das Arbeitszeitkonto aufgebraucht ist.
Nachtrag:
Der Arbeitgeber beruft sich auf ein Merkblatt "Winterbau 2002/2003/ des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, darin enthalten ein Verweiß auf TeilB, Kap.IV 12., Seite 37
Guten Morgen,

die Auffassung Ihres Arbeitgebers ist unzutreffend. § 3 des Bundesrahmentarifvertrages Bau schreibt vor, daß ein Guthaben aus dem Arbeitszeitkonto nur für den Abbau von Minderbeschäftigung im Winterbau eingesetzt werden darf. Der Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich, d.h. er findet wie ein Gesetz auf Ihr Arbeitsverhältnis Anwendung.

Dies bedeutet, daß gerade für den Fall der Krankheit der Lohn sechs Wochen ganz regulär fortgezahlt werden muß und Sie anschließend ganz normal Krankengeld beziehen. Ansonsten würde auch der Grundsatz der Entgeltfortzahlung verletzt werden.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
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