Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
142.012 Fragen, 59.662 Anwaltsbewertungen
450.789
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 13 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Leeres Paket angekommen?


22.10.2004 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe in Ebay einen Laptop (neuwertig) versteigert - als Privatanbieter - (Versteigerungspreis 850 Euro); nach Zahlungseingang habe ich das Gerät als versichertes Paket per Post (DHL) an den Ersteigerer geschickt (am 13.10. aufgegeben). Angekommen ist das Paket nun angeblich (ERST!) gestern, 21.10.2004, (Ersteigerer hat mir eine e-mail geschickt, dass er eine Benachrichtigungskarte für ein Paket im Postkasten hatte). Heute schreibt er mir per e-mail, dass nur ein leeres Paket angekommen wäre, ohne Inhalt (also ohne Laptop). Verschickt habe ich aber auf jeden Fall das Laptop, natürlich. Möglicherweise (falls die Aussage des Ersteigerers wahrheitsgemäß ist) ist das Gerät wohl auf dem Transportweg "verlorengegangen" (bzw. entwendet worden).. Nun will der Ersteigerer mich wegen Betruges anzeigen. (Bin rechtsschutzversichert)

Der Einlieferungsbeleg der Post über das Paket enthält zumindest die Bemerkung, dass das Paket 5,00 kg gewogen hat bei Einlieferung.

Wie ist hier die Rechtslage? Hat der Ersteigerer hier Aussicht auf Erfolg? Oder muss/sollte ich hier Anzeige gegen die Post stellen?

Danke.
22.10.2004 | 12:07

Antwort

von


4 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

soweit der Einlieferungsbeleg die Gewichtsangabe 5 kg enthält, so ist dies zunächst ein Indiz dafür, dass das Paket nicht LEER gewesen sein kann.

Irgendetwas mit einem Gewicht von 5 kg muss in dem Paket gewesen sein. Da der Empänger nun nicht behauptet, es sei etwas anderes als das Laptop im Paket gewesen, sondern die Behauptung aufstellt, das Paket sei leer angekommen, liegt die Vermutung nahe, dass er die Unwahrheit sagt.

Sollte er dennoch Strafanzeige gegen Sie erstatten, so wäre es zweckmäßig, wenn Sie einen Zeugen benennen könnten, der gesehen hat, wie Sie das Laptop in das Paket gepackt und anschießend bei der Post aufgegeben haben. Letztlich ist entscheidend, wer was beweisen kann.

Die Standard-Transportversicherung der Post (DHL) umfasst nur einen Betrag von max. 500,00 €, soweit nichts anderes vereinbart wurde. Damit könnten Sie im Falle eines Falles auf 350,00 € "sitzen bleiben".

Sie als Absender sollten die Sache bei der Post melden, dann wird von dort eine Nachforschung angestellt. Teilen Sie dort aber ausdrücklich mit, dass der Empfänger behauptet, das Paket sei leer angekommen - nicht dass Ihnen "gemeinsame Sache" mit dem Empfänger unterstellt wird.


Mit freundlichem Gruß


Rüdiger Kuhn, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.10.2004 | 13:28

Dankeschön, Herr Kuhn. Nach telefonischem Kontakt mit dem Ersteigerer, scheint sich die Sachlage "tatsächlich" so darzustellen (also wenn man davon ausgeht, dass wir beide - also der Ersteigerer und ich als Versender die Wahrheit sagen), dass das wohl bei DHL vorgekommen ist (also mutmaßlich gestohlen wurde). Der Ersteigerer sagte, ihm wäre schon aufgefallen, dass das Paket verdächtig leicht war beim abholen (geschätztes Gewicht 1 kg). Als "Inhalt" war dann nur Styropor und geschrettertes Papier drinnen. Er sagt, er könnte sich ja nicht vor dem Unterzeichnen der Empfangsbestätigung über den Inhalt des verschlossenen Paketes informieren (das lässt die Post ja nicht zu). Es ist schon auffällig, dass die Lieferdauer für das Paket über 1 Woche betrug. Seltsam auch, dass der Ersteigerer erst gestern einen Benachrichtungsschein für das Paket im Postkasten hatte, der aber mit 19.10. abgezeichnet war vom Paketboten.

Besteht denn in diesem Fall überhaupt eine Chance auf die Versandversicherung der Post, da der Empfang des Paketes ja quittiert wurde bei der Post? Sollte er Strafanzeige gegen die Post stellen, oder ich? Oder beide? Dankeschön!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2004 | 15:10

Hallo,

auf der Grundlage Ihrer Schilderungen rate ich dazu, eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten, diese wird sich zwar zunächst "gegen unbekannt" richten, im Rahmen der weiteren Ermittlungen dürfte es jedoch den Strafverfolgungsorganen möglich sein, die Person, welche mit Ihrem Paket zu tun hatten, bei der Post zu ermitteln.

Die Strafanzeige sollte - mit übereinstimmendem Inhalt - auch vom Empfänger erstattet werden, dabei sollten Sie auf die Strafanzeige des Empfängers hinweisen und dieser auf Ihre.


Schöne Grüße

Rüdiger Kuhn, Rechtsanwalt

ANTWORT VON

Minden

4 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Mietrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53839 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frau Prochnow, hat basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen die Fragen sehr kompetent beantwortet. ...
5,0/5,0
Fr. RAin Fristsch antwortete sehr schnell, kompetent und freundlich. Besten Dank! ...
5,0/5,0
Ich kann den Anwalt guten Gewissens weiterempfehlen. ...