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Landung zum Strafantritt !! obwohl Ratenzahlung vereinbart wurden !!!


28.12.2012 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Anwälte,

ich mache es kurz und trage einmal meinen Fall vor.

Ich wurde Verklagt wegen Online betrug in 2 Fällen.
Ich bereue es zu tiefst und habe es Früher aus Geldnot her getan.
Am 13.06.2012 hatte ich deswegen auch eine Gerichtsverhandlung in der ich zu 1.000 EUR Strafe verklagt wurde.
Dieses Urteil ist seit dem 21.06.2012 rechtskräftig ( Siehe Bild )

1 1/2 Monate später bekam ich Post mit der Rechnung und einem Raten Antrag wenn ich diese 1000 EUR nicht sofort zahlen kann.
Diesen Antrag habe ich ausgefüllt und abgeschickt.
Ich habe dann erst mal gar nichts mehr gehört bis nun vor ein paar Wochen ein Brief ins Haus flatterte.

Bitte siehe Bild !!

( http://tinypic.com/r/2ppyp3b/6 )


Ich sitze hier nun mit angst und fühle mich etwas Verarscht da ich diesen Raten Antrag abgeschickt habe.
Ich weiß nun ehrlich gesagt nicht was ich tun muss !
Ob es die Möglichkeit gibt diese Haftstrafe zu vermeiden.
Ich bin in der Ausbildung aus dem Grund hatte die Richterin mir auch gesagt wird es auf keinen Fall zu einer Haftstrafe kommen.

Ich kann hier nur noch einen Antrag stellen ( Tilgung uneinbringlicher Geldstrafen durch freie Arbeit ).


Ich hoffe sie können mir Helfen

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Aus § 42 StGB ergibt sich, dass einem Verurteilten, dem nach seinen persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zuzumuten ist, die Geldstrafe sofort zu zahlen, durch das Gericht eine Zahlungsfrist zu gestatten ist oder ihm die Zahlung der Strafe in bestimmten Teilbeträgen zu bewilligen ist.

Entsprechend hatte man Sie auf die Möglichkeit der Ratenzahlung hingewiesen und Sie haben einen entsprechenden Antrag ausgefüllt. Warum dieser seitens des Gerichts nicht bearbeitet oder berücksichtigt wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen. In jedem Falle hätten Sie zunächst einen Bescheid über die Bewilligung oder Ablehnung der Ratenzahlung erhalten müssen.

Sie sollten sich daher schnellstmöglich mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen und schildern, dass Sie eine Ratenzahlung beantragt haben. Sie sollten der Staatsanwaltschaft auch gleich darlegen, in welcher Höhe Sie Raten leisten könnten. Zudem sollten Sie den Rechtspfleger kontaktieren und mit diesem abklären, was mit Ihrem Antrag auf Ratenzahlung passiert ist. Vielleicht ist dieser auch nicht bei Gericht angekommen.

Da die Ladung vom 11.12.2012 datiert, könnten Sie zusätzlich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft formlos einen vorübergehenden Aufschub der Vollstreckung gemäß § 456 StPO beantragen. Sie können hierfür anführen, dass Sie sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden und Ihnen durch die Haft außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen. Ein solcher Aufschub wäre jedoch für längstens 4 Monate möglich.

Ich gehe aber davon aus, dass sich die Ladung zum Haftantritt erledigt, wenn Sie der Staatsanwaltschaft darlegen, dass Sie bereit sind, die Geldstrafe in Raten zu zahlen und dies auch entsprechend beantragt haben. Eventuell müssen Sie den Antrag noch einmal neu stellen. Die Ersatzhaft soll immer nur das letzte Mittel sein, wenn der Verurteilte nicht zahlen kann oder will.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute für das Jahr 2013!


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin
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Danke, das war sehr aufschlussreich und deshalb sehr lobenswert wie man es sich hier wünscht. Schnelle Reaktionszeit und fachlich versiert. Wo kann man sonst so präzise und rechtskundige Antworten erhalten? Frau Prochnow hat ... ...
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