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Lärmbelästigung,Beleidigung,Verleumdungen


14.09.2004 00:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Hallo, ich habe ein großes Problem. Meine Eltern und ich mit Familie wohnen in einem Doppelhaus mit großem Grundstück. Einen Teil davon haben wir vor einigen Jahren als Bauplatz verkauft. Hier wurde ebenfalls ein Doppelhaus gebaut. Bislang klappte alles mit denen, die darin wohnten, wir hatten nie Probleme. Aber Anfang des Jahres ist eine Familie eingezogen, die macht uns wahnsinnig! Es sind Zigeuner, es sind ganz schreckliche Leute. Normale Lautstärke und normale Gespräche gibt es dort nicht, alles läuft unter Geschrei und Beschimpfungen ab. So sagt die Mutter z. B. zur Tochter "du Missgeburt", "du verficktes...", zum Sohn "du fette Sau" usw. Es sind schreckliche Wörter die dort Fallen. Und genau so reden bzw. schreien die Kinder ja auch.
Die Mutter ist 40 geworden vor ein paar Monaten, da ging die Musik bis weit nach Mitternacht. Meine kl. Tochter (mittlerweile 2) konnte bis 23uhr nicht einschlafen. Auch auf Bitten hin wurde die Musik nicht leiser gemacht.
Heute bereue ich es, nicht die Polizei gerufen zu haben. Aber damals dachte ich noch, dann wird alles noch schlimmer.
Es sind Lärmbelästigungen durch dieses Geschrei, welches ja nicht nur im Haus (natürlich sämtliche Fenster geöffnet) stattfindet, sondern auch draußen, sei es hinterm Haus auf der Terrasse oder vorm Haus zur Straße. Die können sich nicht normal unterhalten, immer nur Gebölke und Geschrei.
Andere Nachbarn haben auch schon mehrfach um etwas mehr Ruhe gebeten, aber das geht anscheinend nicht. Die Mutter schiebt dann immer die Schuld auf ihre Kinder (Junge ca.18, Junge ca.10,Tochter ca.15). Die wären angeblich schwerhörig. (Kein Wunder bei dem Geschrei) Aber das sie die jenige ist, die am lautesten und am schlimmsten schreit merkt sie gar nicht.
Gegrillt wird bei denen nicht mit Kohle sondern mit Holz (teilweise geteertes) . Die Rauch und Geruchsentwicklung ist enorm. Es geht alles zu uns rüber, zwischen meiner Haushälfte und deren Garage teilweise hindurch bis zur anderen Straßenseite, so dass dort in den Häusern auch die Fenster geschlossen werden müssen, damit es nicht noch mehr im Haus stinkt. Ich muss auch alles hier verschließen, draußen sitzen ist dann unmöglich. Auch hier wurde um Abhilfe gebeten, aber ohne Erfolg. (es liegen Videoaufnahmen von dem Qualm vor)
Dort, wo die vorher wohnten, hatten auch alle Nachbarn mit denen Streit. Heute weiß ich warum. Der Mann (45) hat sogar schon im Gefängnis gesessen, weil er Nachbarn verprügelt hat!!! (Da hat man doch wirklich Angst um sein Leben!!) Aus der vorherigen Wohnung sind sie rausgeflogen. Mir ist klar warum.
Wir haben auch schon mit dem Vermieter Kontakt aufgenommen. Wir kennen ihn ja privat durch den Grundstücksverkauf. Wir waren persönlich dort und haben alles geschildert. Er war auch recht "schockiert" über diese Zustände. Er wollte sich kümmern. Er hat auch wohl mit denen gesprochen. Es war doch tatsächlich für fast 2 Wochen Ruhe. Andere Nachbarn fragten schon, ob die in Urlaub wären, weil man nichts mehr hören würde. Aber nach 2 Wochen war alles wieder beim Alten.
Vor kurzem, als ich von daheim losgefahren bin zur Arbeit, kam mir auf der Straße der älteste Sohn mit Fahrrad entgegen. Er war beim Bäcker gewesen, hatte in dem einen Arm ein Brot und hielt das Lenkrad nur mit einer Hand fest. Er hat eine Seitenstraße überquert, in die ich abbiegen musste. Er hat diese Straße ca. 10 Sek., bevor ich dort war, überquert. Dann bin ich abgebogen. Die Leute sind alle super gut in Futter, das war dann auch wohl dem sein Problem. Anscheinend ist er in ein Schlagloch gekommen (die Pflasterstraßen hier sind am Rand nicht sehr gut befestigt) und konnte sich wohl nicht richtig halten. Ich weiß es nicht was war, ich war ja abgebogen und habe mich auch nicht noch mal nach ihm umgesehen, da er ja schon längst an mir vorbei war. Ich hörte ihn nur durchs offene Wagenfenster schimpfen. Was, habe ich nicht verstanden.
Am gleichen Abend war ich in der Stadt beim Supermarkt. Dort war auch diese Familie. Sie standen draußen auf dem Parkplatz am Auto und unterhielten sich mit anderen Zigeunern. Als ich aus dem Supermarkt kam -mein Stiefsohn (13) und sein Freund (13) sowie meine Tochter (2) saßen im Auto- fing die Tochter an über mich zu schimpfen. Was sie da genau gesagt hat habe ich nicht verstanden, da ich auch nicht recht hingehört habe. Aber ich habe mehrmals meinen Namen gehört. Als ich den Einkaufswagen zurück brachte fing sie wieder an. Die Mutter stand wohlgemerkt daneben und hat NIX zum Geschimpfe ihrer Tochter gesagt.
Ich bin dann hin und habe gefragt, was sie für ein Problem hätte. Zuerst sagte sie gar nichts. Ich fragte erneut und dann sagte sie, ich wäre ihr Problem. Eine erneute Frage blieb ohne Antwort. Dann sprach ich die Mutter an. Ich wurde natürlich gleich von der anderen Zigeunerfrau blöd angemacht. Die Mutter sagte dann, die Tochter hätte das Problem, dass ich morgens ihren Bruder mit dem Auto verfolgt hätte. Ich sagte „was habe ich gemacht???“. Darauf meinte sie, ich hätte das Lenkrad zu ihm umgerissen und hätte ihn dann mit dem Auto verfolgt!
Das war der Hammer. Ich sagte nur, das sei ja total gelogen und bin gegangen. Der Sohn erzählt gerne so Lügengeschichten. Unseren Kindern hat er mal erzählt, er hätte den Entführer seines Bruders aus dem Gebüsch beobachtet, hätte ihn dann überfallen, ihn festgehalten bis die Polizei kam und hat dann eine Belohnung bekommen.... (Die Kinder waren alle auf Sonderschule. Der jüngere Sohn und die Tochter gehen gar nicht mehr hin.)
Ein Nachbar erzählte mir heute, ihm hätten die auch erzählt, dass ich den Sohn mit dem Auto verfolgt hätte. Das wäre Mordversuch gewesen, hätten die gesagt. Für mich ist das Verleumdung ohne Ende. So etwas auch noch rum zu erzählen. Wer weiß wo die das noch erzählen!!!
Weiter hat die Mutter im Sommer mit einem uns und denen bekannten Mann folgenden Wortlaut geführt:
Sie zeigte auf mich und sagte:„Weißt du was das für eine ist?“ Er: „Nein wieso?“ Sie: „Das ist eine Nutte!“. Er: „Stimmt doch nicht, sag so was doch nicht!“ Darauf sie: „Wieso? Wie kann die sich denn sonst so ein Auto leisten?“
Als ich das hörte bin ich vom Glauben abgefallen. Er hat es mir schriftlich gegeben, dass sie das gesagt hat. Das ist für mich richtige Beleidigung und Verleumdung!!! Auch hier wird der Bekannte bestimmt nicht der einzige sein, dem die Mutter so etwas erzählt!!!
Als dieser Bekannte eines Tages mit meinem Vater sprach und dann dort rüber ging, kam der Sohn dort gleich bei ihm an und fragte ihn „was wollte denn der Russe von dir?“ Ist das nicht auch eine Beleidigung? Ich habe nichts gegen Russen, aber wenn man meinen Vater in solch einer Tonlage bzw. in solch einem Satzbau als Russen bezeichnet, ist das für mich Beleidigung. Oder?
Heute morgen um viertel nach sieben hatten die ihren Grill an. Es qualmte wie verrückt und es war ein Gestank bis zum geht nicht mehr. Ich musste wieder mal die Fenster in Küche und Bad schließen. Aber der Gestank war, wie immer, schon von draußen eingedrungen. Es roch nach Teer und solchen Sachen.
Darauf bin ich dorthin an den Zaun. Der Sohn stand dort. Ich fragte ihn, was er denn da macht, es würde ja fürchterlich stinken. Er meinte „oh Entschuldigung, ich wusste nicht das ihr schon wach seid“ (klar, um viertel nach sieben an einem Werktag...). Er würde seine Bücher verbrennen meinte er. Mit einer Flasche Terpentin in der Hand. Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass Bücher normalerweise aus Papier sind und diese in die blaue Abfallpapiertonne gehören.
Er meinte, es wäre nicht mehr viel, es sei gleich vorbei. Als ich um halb acht meinen Sohn zur Schule bringen wollte, qualmte es immer noch wie verrückt. Mein Auto war total verschmutzt mit Asche. Der an den Nachbarn angrenzende Sandkasten unserer Kinder total mit Asche verdreckt. (Habe Fotos davon gemacht) Auf die Frage, wer den Dreck denn wieder weg machen würde meinte er, er würde das nachher machen (hat er natürlich nicht gemacht). Dann kam die Mutter oben ans Fenster und schrie natürlich gleich los was denn schon wieder wäre. Ich sagte ihr, das es so nicht weitergehen würde mit dem Gequalme und dem Geruch. Sie meinte, ob sie jetzt nicht mal mehr auf ihrem Grundstück aussortiertes Papier verbrennen dürfte.
Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie das NICHT DARF. Habe sie gefragt, ob sie das nachgefragt hätte, ob sie das dürfte.
Darauf meinte sie nur „soll ich dich vorher um Erlaubnis fragen???“ Habe ihr gesagt, sie könnte ja mal beim Ordnungsamt nachfragen ob es erlaubt wäre, Papier und Bücher in dem Maße zu verbrennen. Nach einigem Hin und Her bin ich dann zu meinem Auto gegangen, mein Sohn musste schließlich zur Schule.
Die Tochter stand im Hauswirtschaftsraum und schrie mir hinterher „du asoziale!“
So etwas will ich mir nicht mehr gefallen lassen. Ich habe es nicht nötig, mich von denen so zu verleumden, zu beschimpfen oder als Nutte bezeichnen zu lassen. Oder muss ich mir das gefallen lassen?
Die Asche wurde nicht entfernt, war klar. Ab und an finden dort Hausschlachtungen statt – Geflügel. Das in solch einer unprofessionellen Art und Weise, dass es an Tierquälerei grenzt. Die Schlachtungen finden dann an dem Ende des Holzsichtschutzzaunes statt, den der Besitzer dort erbaut hat. Das Blut spritzt und läuft aus dem Geflügel dann rüber in unseren Sandkasten, wo ich eigentlich meine Kinder immer gefahrlos drin spielen lassen konnte. Dies ist so nicht mehr möglich. Im Sommer besteht dadurch ja Salmonellengefahr. Hierüber wurde auch der Vermieter informiert. Die Nachbarn kümmert es aber wenig, denen ist das alles
völlig egal.
Mein Lebensgefährte ist unter der Woche am arbeiten, teilweise im Ausland, so dass er auch wohl mal ein Wochenende nicht bei uns ist. Ich weiß nicht was hierüber alles von denen in die Welt gesetzt wird. Ich fahre ein Mercedes Cabrio. Darum auch wohl die Bemerkung der Mutter, wie ich mir denn wohl sonst solch ein Auto leisten könnte. Manchmal glaube ich, diese Leute sind einfach nur neidisch auf unser normales Familienleben!
Eine Nachbarin von uns (auf der anderen Straßenseite, wo der Qualm und Geruch vom Grill ins Haus zieht und auch das Geschrei deutlich hörbar ist) hat vergangene Woche bei dem Vermieter angerufen und ihm die Sache auch noch mal geschildert und auch gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Man kann ja wirklich seine Kinder nicht mal mehr mit Ruhe nach draußen lassen zum Spielen, wenn dort nur Geschrei ist und solche Beschimpfungen stattfinden! Sogar die Freunde meines Sohnes wurden schon von der Tochter beschimpft und beleidigt! Man mag schon fast keinen Besuch mehr empfangen!!! Der Vermieter meinte, er wüsste auch nicht was er machen könnte, die würden ja schließlich die Miete immer pünktlich bezahlen (arbeiten geht von denen keiner, er ist Frührentner).
Tolle Einstellung von einem Vermieter. Und die Nachbarn können man zu sehen, wie sie mit diesen Leuten klar kommen...
Die Mutter schrie mich heute morgen an, dass ich ja die anderen Nachbarn „bestochen“ hätte. Vermutlich hat der Vermieter Bescheid gesagt, dass sich Nachbarn beschwert haben. Ich habe versucht ihr zu erklären, dass ich niemanden bestochen hätte. Sie könnten ja mal in der Straße nachfragen, wie beliebt die dort wären.
Die Familie in der anderen Haushälfte ist auch schon genervt. Diese Familie hat zwei Katzen. Überwiegend halten sich die Katzen im Haus auf. Aber natürlich auch mal draußen. Die Mieterin sagte mir, sie hätte „Angst“ etwas gegen diese Leute zu unternehmen weil sie davon ausgeht, dass dann das Thema auf die Katzen kommt. Sie hat „Angst“ davor, dass diese Leute sich dann über die Katzen beschweren, falls die mal dort im Garten laufen. Meine Nachbarin weiß genau, wo ihre Katzen ihr Geschäft verrichten. Die eine immer im Haus und die andere im Maisfeld. Aber sie geht davon aus, dass von den Nachbarn dann behauptet wird, die Katzen würden ihren Kot bei denen im Garten (bzw. Rasen) hinterlassen und dass sie dann vielleicht sogar die Katzen weg geben muss. Das hält sie immer noch davon ab, etwas zu unternehmen.
Die Zigeuner haben zwei Hunde. Es kümmert sich keiner darum. Wenn die unterwegs sind, sind die Hunde teilweise bis zu 9 Stunden oder mehr alleine eingeschlossen. Das ist doch Tierquälerei, wenn ein Hund über 9 Stunden am Tag keinen Auslauf hat!!! Im Sommer waren die Hunde öfters in der Garage eingeschlossen. Dort ist natürlich absolut keine Luftzufuhr. Die Tiere können einem richtig leid tun. Man hätte den Tierschutzverein schon längst informieren müssen. Aber man hat sich immer gesagt „wenn man so was macht wird es noch schlimmer...“.
Morgens wird vorne die Haustür aufgemacht und die Hunde werden sich selbst überlassen. Da ist es auch dann ganz egal, wo die ihr Geschäft verrichten. Ob auf der anderen Straßenseite auf dem Rasen oder bei uns oder bei den Nachbarn in der anderen DHH.
Wenn man dann was sagt, dass die Hunde schon wieder auf den Rasen gemacht haben, wird man blöd angemacht. Ab und an verirrt sich einer deren Hunde auf unser Grundstück. Wenn meine Eltern dies dann sehen, versuchen sie natürlich, den Hund zurück zu „jagen“.
Einmal schrie die Tochter dann wie eine Wilde: „Eure Hunde laufen auch bei uns auf dem Grundstück und *******n dort alles voll! Wenn ich die da noch einmal sehe reiß ich denen den Kopf ab!!!“
Wir haben zwei Hunde, einen Jack Russel und einen Jack Russel – Pudel – Mischling. Unsere Hunde sind so erzogen, dass sie nur bei uns hinterm Haus laufen. Weil sie genau wissen was passiert, wenn sie nach vorne ausbüchsen. Man kann Hunden vieles beibringen, auch das, wo sie sich aufzuhalten haben und wo nicht. Und so ist es bei unseren Hunden.

Ich bin im Moment wirklich ratlos. Ich sehe es nicht ein, mich von diesen Leuten so behandeln zu lassen. Ebenso der Rest meiner Familie.
Es war immer Ruhe und Frieden bei uns in der Straße. Aber seit dem diese Familie hier wohnt, ist es selbst mit der Mittagsruhe vorbei! Es wird sogar an einem Sonntagmorgen um 10 Uhr Rasen gemäht! Und das mit einem uralt Rasenmäher, der super penetrant von den Motorgeräuschen her ist.
Die Gespräche mit dem Vermieter bringen anscheinend auch nichts. Es wurde auch ein Schriftstück an ihn abgegeben. Hierfür war der Hauptgrund, dass diese Familie einen Anzeige gegen uns gemacht hat. Wegen eines angeblichen „Misthaufens“ direkt vor der Terrassentür. Dieser „Misthaufen“ ist ein Komposthaufen, der über 40m von der Terrasse dieser Mieter entfernt liegt. Eine Stellungnahme von Seiten des Vermieters ist bis heute ausgeblieben. Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es im Kaufvertrag eine Klausel gibt, in welcher der Verweis auf die landwirtschaftliche Nutzung vermerkt ist.
Insbesondere wird auf die immissionsrechtliche Art der Landwirtschaft hingewiesen (der Lärm und Geruch von Tieren oder eines Misthaufens [ Fragmente ] ). Anscheinend hat der Vermieter seine Mieter darauf nicht aufmerksam gemacht.

Wir sind in ländlicher Umgebung aufgewachsen, meine Eltern betreiben heute noch eine Art Kleinbauernhof. Wir sind ganz bestimmt nicht penibel oder überempfindlich. Wir haben uns mittlerweile eine Menge gefallen gelassen. Aber langsam läuft das Fass über. Besonders mit den Verleumdungen und Beleidigungen gegen mich.
Ich habe vor ein paar Tagen eine Privatrechtsschutzversicherung abgeschlossen da ich im Moment nicht weiß, wie es noch weitergehen wird mit dieser Familie. Aber eines steht fest: wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen. Und wenn der Vermieter meint, seine Mieter könnten sich hier alles erlauben und sich so benehmen, als wären sie kilometerweit die einzigen Menschen auf Erden, wird sicher auch noch ein Schreiben von unserem Anwalt an ihn gehen.
Ich wäre Ihnen super dankbar, wenn Sie mir so schnell wie möglich antworten würden und auf alle meine Probleme eingehen würden!!! Ich bedanke mich jetzt schon einmal rechtherzlichst im Voraus und grüße ganz herzlich,
cs1976
14.09.2004 | 07:52

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender, sehr geehrte Rechssuchende,

zunächst möchte ich Sie für das nächste Mal bitten den Sachverhalt etwas kürzer zu gestalten. Ihr Sachverhalt ist meines Wissen der längeste, der hier veröffentlicht wurde.

Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnung in einem für den vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu halten. Das heißt, er muss bei berechtigten Beschwerden dafür sorgen, das die Lärmverursacher leiser sind oder ggf. auch Schallschutzmaßnahmen durchführen –wenn der Lärm als kindgemäß also normal einzustufen ist, aber die Wände so dünn sind, dass der Nachbar nicht mehr schlafen kann. Der ruhegestörte Mieter kann für die Dauer der Lärmbelästigung u.U. die Miete mindern.

Zu Ihren Fragen:
1. Lärmbelästigung
Ein Mieter sollte in seiner Wohnung ungestört leben können, ohne dass er entnervende Geräusche über sich ergehen lassen muss. Häufig ist es aber schwierig zu unterscheiden, was noch im Rahmen des üblichen liegt und wo die Grenzen des Zumutbaren bereits überschritten sind.

Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnung in einem für den vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu halten. Das heißt, er muss bei berechtigten Beschwerden dafür sorgen, das die Lärmverursacher leiser sind oder ggf. auch Schallschutzmaßnahmen durchführen –wenn der Lärm als kindgemäß also normal einzustufen ist, aber die Wände so dünn sind, dass der Nachbar nicht mehr schlafen kann. Der ruhegestörte Mieter kann für die Dauer der Lärmbelästigung u.U. die Miete mindern.

Nicht selten reagieren Mieter überempfindlich auf Geräusche des täglichen Lebens. Denn auch der beste Schallschutz kann nicht die Wahrnehmbarkeit üblicher Geräusche durch Hausbewohner ausschließen. Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses muss unvermeidbaren Lärm wie Kindergeschrei, Musikausübung, Radioübertragung, Laufen in der Wohnung mit Straßenschuhen, gelegentliches Kindergetrampel oder Fallenlassen von Gegenständen hinnehmen.Lediglich übermäßiger Lärm, insbesondere während der Ruhezeiten (13-15 Uhr und 22- 8 Uhr)), stellt einen Mangel dar. Wenn Kinder von Tischen und Stühlen springen, ist das nach Auffassung der Gerichte eine Beeinträchtigung, die eine Mietminderung zulässt.

Eine Minderung von 35 Prozent billigte das Amtsgericht Chemnitz (WM 1994, 68) bei erheblichem Lärm durch Mitmieter zu. Wegen einer Mietpartei, die regelmäßig nachts in der Wohnung und im Hof überlaute Musik abspielte, gewährte das Amtsgericht Braunschweig (WM 1990, 147) eine 50-prozentige Mietminderung.

Sie sollten daher den Vermieter schriftiche zur Abhilfe auffordern und diesem eine Frist (14 Tage) setzen. Denn: Wer bei einem Mangel ein halbes Jahr oder länger die Miete ungekürzt weiterzahlt, kann sein Recht auf Mietminderung verwirken. Hier hilft es, dem Vermieter mitzuteilen, dass man die Miete unter dem Vorbehalt der Mietminderung und Rückforderung zahlt. Aus Beweisgründen sollte dies schriftlich erfolgen. Aus Beweisgründen sollten Sie auch ein sog. Lärmprotokoll anfertigen (Datum, Uhrzeit, Lärmursache, Zeugen, Dauer des Lärms).

2. Beleidigungen

Sehr viele Aussagen Ihrer Nachbarn sind natürlich Beleidungen. Problematisch ist nur deren Beweisbarkeit.

Aus folgendem Abschnitt schließe ich, daß Sie zumindest eine Beleidigung beweisen können:

>>Weiter hat die Mutter im Sommer mit einem uns und denen bekannten Mann folgenden Wortlaut geführt:
Sie zeigte auf mich und sagte:„Weißt du was das für eine ist?“ Er: „Nein wieso?“ Sie: „Das ist eine Nutte!“. Er: „Stimmt doch nicht, sag so was doch nicht!“ Darauf sie: „Wieso? Wie kann die sich denn sonst so ein Auto leisten?“
Als ich das hörte bin ich vom Glauben abgefallen. Er hat es mir schriftlich gegeben, dass sie das gesagt hat<<.

Hier sollten Si den Mann fragen, ob er in einem Prozeß dies aussagen würde. Tut er dies nicht, so können Sie u.U. durch das Schreiben den Beweis antreten. Außerdem hat der Mann als Zeuge vor Gericht auszusagen.

3. Schlachtungen
Sie sollten diesbezüglich Kontakt zum Ordnungsamt aufnehmen. Meines Wissens sind Schlachtungen nur mit GEnehmigungen möglich.

Da wir den Eindruck haben, daß dies ein längeres Problem werden wird, sollten Sie einen Anwalt in Ihrer Nähe aufsuchen und ein Beratungsgespräch suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
-------------------------------
Rechtsanwalt Klaus Wille
50667 Köln
www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2004 | 09:02

Hallo danke für die schnelle Antwort. Klar war es viel geschrieben, nur wusste ich nicht wie ich es hätte kürzer machen können um alles zu beschreiben.
Leider hilft mir Ihre Antwort bezüglich der Lärmbelästigungen nicht wirklich weiter. Sie schreiben, man könnte Mietminderung verlangen. Aber wir wohnen ja in unserem eigenen Haus, dass hatte ich auch geschrieben. Somit können wir von deren Vermieter keine Mietminderung verlagen.
Klar machen Kinder auch Krach, es ist auch kein Problem wenn mal Musik an ist o. ä. Nur dieses stetige Geschrei ist einfach fürchterlich. Man kann ja nicht mal mehr in Ruhe draussen sitzen. Vielleicht können Sie mir ja noch kurz mitteilen, was ich hier machen kann, obwohl ich ja kein Mieter des Hauses bin sondern wir als Nachbarn der umliegenden Häuser (alles Eigentum der Nachbarn)uns einfach durch dieses permanente Geschrei gestört fühlen.
Danke, mfG,
cs1976

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2004 | 15:59

Sehr geehrte Rechtssuchende,

wegen der Lärmbelästigung sollten Sie sich dann an den Vermieter und zur Abhilfe auffordern; ggf. können Sie dann Schadensersatz/Schmerzensgeld fordern.

Sie sollten auch mit Ihren Nachbarn in Kontakt treten und zusammen agieren (z.B. Anfertigung des Lärmprotokolls)

Außerdem sollten Sie bei der nächsten Belästigung die Polizei rufen.

ANTWORT VON

Köln

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