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Länge und Höhe von Arbeitslosengeld


| 19.12.2012 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall,
ich war 30 Jahre beschäftigt, dann mit 57 Jahren entlassen worden, ab 01.04.2010 in Arbeitslosengeldbezug bis 30.06.2010, hab also 3 Monate von 18 Monaten verbraucht.

Ab 01.07.2010 bis 31.12.2012 wieder beschäftigt, also 18 Monate ohne Unterbrechung nur mit 2 Monaten Krankengeldbezug.
Ab 01.01.2013 wieder arbeitslos, dann 59 Jahre alt.

Meine Fragen:

Wie lange habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld?
a,
9 Monate ( neuer Anspruch ),
18 Monate ( neuer Anspruch + alter Anspruch höchstens auf die zuerst bewilligten 18 Monate ),
oder 24 Monate ( neuer + alter Anspruch bis auf die Altershöchstgrenze von 24 Monate ).

b,
Berechnet sich das Arbeitslosengeld nach den neuen Anspruch ( wäre bei mir deutlich höher ) oder nach den bewilligten alten Anspruch ?
19.12.2012 | 13:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen zum Thema Arbeitslosengeld auf Grundlage der übermittelten Informationen.
Bitte berücksichtigen Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten und keine umfassende Rechtsberatung ersetzen kann.

a) Dauer des Anspruchs

Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld richtet sich nach § 147 SGB III. Demnach haben Sie nach § 147 Abs. 2 SGB III aus Ihrem neuen Beschäftigungsverhältnis(Versicherungspflichtverhältnis) einen Anspruch auf Zahlung von ALG 1 in Höhe von 8 Monaten.

Sie schildern jetzt, dass aus Ihrer vorherigen Beschäftigung ein Anspruch in Höhe von 18 Monaten beschieden wurde und davon 3 Monaten verbraucht wurden. Es verbleiben folglich 15 Monate. Nach § 147 Abs. 4 SGB verlängert sich die Dauer die Dauer des Anspruchs um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind. Da in Ihrem Fall das Entstehen des alten Anspruchs weniger als 5 Jahre zurückliegt verbleibt Ihnen also auch der Restanspruch in Höhe von 15 Monaten.

Der Gesamtanspruch wird begrenzt durch die Höchstdauer, die Ihrem Lebensalter zugeordnet ist. Das heißt in Ihrem Fall sind es maximal 24 Monate. Folglich ergibt sich ein Anspruch in Höhe von gesamt 23 Monaten (15M alt und 8M neu).

b) Berechnungsgrundlage zur Höhe des Anspruchs

Die Höhe des Anspruchs bemisst sich in der Regel bei Erfüllung der Anwartschaftszeit nach dem im Bemessungszeitraum von 12 Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit erzielten Arbeitsentgelt, d.h. nach dem Entgelt aus Ihrem neuen Beschäftigungsverhältnis.

Ich hoffe ich konnte Ihnen so helfen, verweise aber darauf, dass eine verbindliche Berechnung nur durch die Arbeitsagentur erfolgen kann. Sollten sich hier Abweichungen stehe ich Ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Bei Fragen zu dieser Antwort können Sie auch die kostenlose Nachfragefunktion des Forums nutzen.


Rechtsanwalt Arne Pfaus

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2012 | 23:04

Sehr geehrter Herr Pfaus,

mein letztes Arbeitsverhältnis endet nach 18 Monaten, nach meiner Information schmälern 2 Monate Krankengeldbezug nicht die Anwartschaft, deshalb müsste ich doch 9 Monate neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben ( es werden ja auch Beiträge für die Arbeitslosenversicherung abgeführt ) und nicht 8 Monate wie sie schreiben und insgesamt dann 24 Monate,
ich bitte um Klarstellung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2012 | 08:45

Sehr geehrter Fragesteller,

es ist richtig, dass der Bezug von Krankengeld ein Versicherungspflichtverhältnis in der Arbeitslosenversicherung begründen kann. Vorliegend war das bei Ihnen auch der Fall und es wurden daher, wie Sie insoweit auch vortragen, entsprechende Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt.

Es besteht jedoch nach einem Versicherungspflichtverhältnis von mindestens 16 Monaten (somit auch nach 18 Monaten) nur ein Anspruch auf Arbeitslosengeld von 8 Monaten. Der nächste „Sprung" nach oben ist erst ab 20 Monaten Versicherungspflichtverhältnis gesetzlich verankert, in diesem Fall wären es dann 10 Monate Arbeitslosengeldbezug. Eine „Zwischenstufe", die zu einem Anspruch von 9 Monaten Arbeitslosengeld führen würde, sieht der § 147 Abs. 2 SGB III nicht vor.

Bewertung des Fragestellers 20.12.2012 | 09:10


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