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Ladendiebstahl, erste Mal - wie verhalten?


14.11.2004 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Bin letzte Woche bei einem Ladendiebstahl, Warenwert 9 Euro, in einem Kaufhaus von einem Detektiv erwischt worden. Aus Übermut und Dummheit (keine Entschuldigung natürlich), erste Mal überhaupt, und gleich erwischt, nun ja...
Habe 40 Euro gezahlt, Hausverbot erhalten, außerdem werde das ganze angezeigt, so der Detektiv. Natürlich habe ich in der kurzen Zeit noch keinen Anhörungsbogen der Polizei erhalten, frage mich aber, wie ich mich am besten verhalte, um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

- Entschuldigungsschreiben an das Kaufhaus? (aber wenn der Detektiv doch nicht anzeigt, weckt das evtl. die Hunde, sprich: seinen Marktleiter...?)?
- Spende an gemeinnützige Organisation (z.B. weißer Ring)?
- Soll ich einen Anwalt enschalten, auch jetzt schon? Oder dann, wenn ich den Anhörungsbogen habe?

Es ist SEHR wichtig, daß es möglichst zu einer Einstellung kommt, da ich mich demnächst für das Referendariat bewerben will, also Führungszeugnis für Behörden angefordert wird, in dem ja alle Verurteilungen stehen. Sind die Chancen für Einstellung berechtigt (erstes Mal, Wert 8 Euro, reuig (wirklich), Bundesland ist Niedersachsen)?
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragender,

sofern eine Anzeige tatsächlich erfolgen sollte, werden Sie im Rahmen der Ermittlungen von der Polizei angehört werden. Falls es dazu kommt, sollten Sie ein persönliches Gespräch mit dem zuständigen Staatsanwalt suchen. Erfahrungsgemäß wird das Verfahren in diesem Fall eingestellt werden. Alles, was Sie dargestellt haben (Ersttäter, geringer Schaden, reuig, bürgerliche Existenz) spricht schließlich für Sie.

Wenn Sie dies dem Detektiv gegenüber auch angegeben haben, wird dieser u.U. gar keine Anzeige erstatten. Doch das hängt auch von seinen Dienstanweisungen ab. Wenn Sie von ihm eine Karte haben, wäre hier vielleicht noch ein persönliches Gespräch hilfreich.

Ein Entschuldigungsschreiben an das Kaufhaus halte ich nicht für zielführend, da es zu unpersönlich ist. Die Spende an den Deutschen Ring o.ä. ist ein Angebot, dass man dem Staatsanwalt machen könnte. Dies vorher zu tun ist jedoch nicht hilfreich.

Wie gesagt gehe ich davon aus, dass hier eine Einstellung erfolgen wird. Sie sollten erst einmal in Ruhe abwarten, ob überhaupt etwas passiert und anschließend mit der zuständigen Stelle den persönlichen Kontakt suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2004 | 20:37

Vielen Dank für die Auskunft - zwei kurze Nachfragen noch:
- Anwalt einschalten, wenn es zur polizeilichen Anhörung kommt?
- wie weiß ich, wer der zuständige Staatsanwalt ist, wenn der Anhörungsbogen kommen sollte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2004 | 09:16

Sollte es zu einer Anhörung kommen, werden Sie einen Brief erhalten, auf dem ein Ansprechpartner angegeben ist. Diesen sollten Sie persönlich aufsuchen, um ihm Ihre Situation zu erklären.

Ob Sie einen Anwalt einschalten, ist eine zweischneidige Frage. Auf der einen Seite kann ein erfahrener Anwalt, der die Strafverfolgungsbehörden vor Ort kennt, Ihnen vielleicht noch einen Tipp geben. Auch kann ein Anwalt Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen.

Auf der anderen Seite könnte der (subjektive) Eindruck entstehen, es mit einem "Profi" zu tun zu haben. Bislang habe ich in kleinen Fällen die Erfahrung gemacht, dass einem reuigen und unbescholtenen Bürger durch die Polizei / Staatsanwaltschaft nicht das Leben schwer gemacht werden soll. Dort will man an die großen Fische an und die kleinen "auf den Pfad der Tugend" zurück bringen.

Ausgehend von Ihrem Sachverhalt würde ich daher wohl keinen Anwalt einschalten. Einem anderen Anfragenden habe ich aufgrund des dort höheren Risikos etwas anderes geraten.

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