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Künding Probezeit Urlaub


14.06.2017 15:05 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Urlaubsabgeltung bei Kündigung in Probezeit


Hallo ich hätte hier folgende Frage gehabt.

Ich habe am 9. Januar 2017 eine neue Stelle begonnen (Arbeitsvetrag von 23.11.2016), die eine Probzeit von 6 Monaten hatte.
Mir wurde jetzt leider bis zum 30. Juni gekündigt. Ich habe noch zehn Urlaubsresttage, welche ich laut Geschäftsführung abgelten soll.
Ich würde gere wissen ob die Möglichkeit gibt, sich Urlaubstage vom Arbeitgeber auszahlen zu lassen. Sprich noch bis zum 30. Juni zur Arbeit zu erscheinen, auch wenn sich der AG sich das nicht mehr wünscht.
Diese hatte mir dies im Personalgespräch mündlich mitgeteilt. Die Kündigung zum 30. Juni 2017 habe ich dann auch signiert.

Leider hatte ich jetzt kurfristig keine Zeit in meinem Arbeitsvetrag rein zu schauen und zu sehen, wass bezüglich Urlaubsanspruch drin steht. Weis nur, dass mir 25. Urlaubstage zu stehen. Ist es überhaupt relevant, was da drin steht?

Im Internet fand ich dabei folgende Info:
Bei Freistellungen war es bislang üblich, dass der verbleibende Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers damit abgegolten ist. Das geht seit 10. Februar 2015 nicht mehr: Der Bundesarbeitsgerichtshof hat die Rechtsprechung an das europäische Recht angepasst. Bei fristloser Kündigung oder bei Freistellungen ist der Urlaub finanziell abzugelten.

Heisst, ich kann darauf bestehen bis zum 30. zu bleiben, und mir das Geld auszahlen zu lassen?

Eingrenzung vom Fragesteller
14.06.2017 | 15:06

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn der Arbeitgeber klar erklärt, im besten Fall schriftlich, dass Sie unter Anrechnung von Urlaub bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses unwiderruflich freigestellt sind, dann ist der Urlaub damit verbraucht. Denn nach dem BUrlG ist die Gewährung von Urlaub vorrangig und Wünsche des Arbeitnehmers nach § 7 BURlG lediglich bei der Festlegung des Zeitpunktes zu beachten, was bei einem endenden Arbeitsverhältnis unbeachtlich ist. Wenn der Arbeitgeber nicht die Unwiderruflichkeit der Freistellung nachweislich erklärt hat, dann haben Sie jedoch den Anspruch auf den Ihnen noch zustehenden Urlaub in Geld. Dies jedoch erst nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Daher sollten Sie mit der Aufforderung zur Auszahlung noch warten bis zum Ablauf des 30.06.17, insbesondere wenn die Freitstellung nicht unwiderruflich ist. Denn bis zum 30.6 kann er dies noch ändern und zumindest ab dem Tag des Ausspruches der Unwiderruflichkeit den Urlaub verrechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2017 | 15:56

Hallo, danke für Ihre Email.

Leider ist mir die Antwort von Ihnen nicht ganz verständlich. Ich würde Sie bitten mir diese näher zu erläutern od. alternativ dazu mir mündlich zu erklären.

Mein Arbeitgeber hat mir nicht erklärt, dass ich unwiderruflich freigestellt bin.
Er hat mir nur gesagt, dass ich die restlich verbleibende Zeit durch meinen Urlaub abgelten soll. Eine Freistellung in schriftlicher Form ist auch nicht erfolgt.

Ich muss jetzt klar wissen, ob ich bis zum Ende Juni bei meinem Arbeitgeber bleiben sollen entgegen seines Willen um Urlaubsgeld ausgezahlt zu kriegen, oder muss ich den verbleibenden Urlaub jetzt nehmen.

Ich bitte Sie diezsbezüglich mir meine Möglichkeit bzw. Optionen zu erläutern.
Notfalls könnte ein Telefonat ausreichen.

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2017 | 17:10

Wenn er Sie nur freigestellt hat, ohne zu sagen das es Urlaub ist, haben Sie trotz der Freistellung noch Anspruch auf den Urlaub.

Wenn er Sie frei gestellt hat und gesagt, Sie nehmen dafür den Urlaub, dann kann der Arbeitgeber das machen.

Sie können nicht sagen, ich will keinen Urlaub und arbeiten und den Urlaub ausgezahlt bekommen, wenn der Arbeitgeber Ihnen den Urlaub so geben will.

Ich hoffe Ihnen nunmehr klarstellend geantwortet zu haben.

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