Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.271
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigungsschutzklage


08.12.2008 08:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich habe Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Bremen (ohne
Anwalt) erhoben. Heute, am Tag des Gütetermins, ruft mich das
Arbeitsgericht an, und teilt mir mit, daß die Klage dem Beklagten
nicht zugestellt werden konnte. Die Güteverhandlung fällt aus.

Dem Arbeitsgericht liegt die ausgesprochene Kündigung in Kopie
vor, und auf dieser sind sämtliche Adressen des Arbeitgebers
aufgeführt.

Was hat das für Konsequenzen? Was kann / muß ich tun
um Nachteile zu vermeiden. Die Kündigung wurde zum 31.12.08 ausgesprochen, der neue Gütetermin wird wohl erst im neuen
Jahr festgesetzt. Gehe ich jetzt im Januar zur Arbeit, oder wie muss ich mich verhalten?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin, Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Sie sollten sich bei Gericht erkundigen warum eine Zustellung nicht erfolgt ist, ob evtl. eine Zugangsverweigerung vorliegt. Sie sollten das Gericht auch noch einmal auf die in der Kündigung angegebene Adresse hinweisen und, wenn Ihnen noch weitere Informationen hinsichtlich der Adresse zur Verfügung stehen, diese dem Gericht mitteilen.
An der wirksamen Erhebung der Kündigungsschutzklage ändert die fehlende Zustellung nichts. Die Klage wurde durch die rechtzeitige Einreichung bereits anhängig gemacht.

Auf Verlangen muss Sie Ihr Arbeitgeber nach Ablauf der Kündigungsfrist weiterbeschäftigen, wenn Sie Kündigungsschutzklage erhoben haben. Grundsätzlich müssen Sie Ihre Leistung nicht nochmals anbieten, um einen Annahmeverzug herbeizuführen. Der Arbeitgeber gerät nach Meinung der meisten Gerichte auch ohne weiteres Zutun in Annahmeverzug. Es wird davon ausgegangen, dass ein ordnungsgemäßes Angebot bereits darin besteht, dass Sie Kündigungsschutzklage erhoben haben. So besteht auch rückwirkend ein Anspruch auf die gesamte Vergütung, wenn sich die Unwirksamkeit der Kündigung während des Prozesses herausstellt.
Zur Sicherheit sollten Sie Ihre Arbeitsleistung aber nochmals ausdrücklich anbieten.
Ist ersichtlich, dass der Arbeitgeber Ihre angebotene Arbeit nicht annimmt, so brauchen Sie Ihre Arbeit nicht tatsächlich anbieten, d.h. ein mündliches Angebot reicht.

Obwohl Sie einen Kündigungsschutzprozess auch ohne rechtlichen Beistand führen können, kann ich Ihnen nur raten sich anwaltlich vertreten zu lassen. Oftmals hängt der Ausgang des Verfahrens - vor allem, wenn es um die Höhe einer Abfindung geht - nicht nur von rechtlichen Fragen, sondern auch vom Verhandlungsgeschick und der Erfahrung desjenigen ab, der den Prozess führt.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Rasche und kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr umfassende und hilfreiche ausfuehrungen, vielen dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort - und besonders sehr zeitnah. Danke! ...
FRAGESTELLER