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Kündigungsrecht und Kündigungsfrist


22.09.2004 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Hallo!
Seit April 2004 wohne ich mit meinen beiden Kindern (5 und 3 Jahre alt) in einer Altbau-Wohnung.
In der Wohnung befinden sich 4 Nachtspeicher-Heizungen.
Es sind die älteren Modelle die nach meinen Informationen seit 2000 wegen der gesundheitsgefährdenden Baumaterialien verboten sein sollen-was den Vermieter aber kaum interessiert.
Schon kurz nach dem Einzug bemekte ich das die Luft in der Wohnung sehr trocken ist und wir nachts kaum atmen können wenn die Fenster geschlossen sind.
Ich erleide regelmäßig Erstickungsanfälle die mich aus dem Schlaf reißen.
Nach Angaben des Vermieters (Privatvermieter) ist der Grundwasserspiegel in dieser Gegend sehr hoch und damit gibt er seine Erklärung ab warum der Keller ständig feucht ist und man keine Gegenstände unten abstellen kann da sie sonst in wenigen Tagen total verschimmelt sind.
Auch im Treppenhaus sind große Schimmelflecken vorhanden.
Ein Nachbar der es gut meint lässt die Kellertür zum Treppenhaus offen damit die Feuchtigkeit abziehen kann was jedoch einen sehr unangenehmen Gestank im Treppenhaus verursacht und durch diesen ständigen Einfluss bei mir und auch bei Besuchern Kopfschmerzen verursacht.
Ich habe chronische Brochitis und mache mir Sorgen da Schimmel nicht immer und überall sichtbar ist.
Auch um die Gesundheit meiner Kinder mache ich mir Sorgen.
Ich werde hier kündigen und umziehen!!!
Ich habe einen Mietvertrag der eine Mindestmietzeit von zwei Jahren beinhaltet.
Wie soll ich mich verhalten?
Hilft ein Attest vom Arzt?
Muss ich mich an die dreimonatige Kündigungsfrist halten?
Über hilfreiche Antwort wäre ich sehr dankebar!
Mit freundlichen Grüßen
22.09.2004 | 23:17

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Rechtssuchender,

1. Der Mieter kann fristlos kündigen, wenn die Benutzung der Wohnung seine Gesundheit erheblich gefährdet (§ 544 BGB). Dieses Problem tritt häufig bei schimmelbefallenen Altbauten auf. Von einer voreiligen Kündigung ist zunächst abzuraten. Es sollte festgestellt werden, ob nicht durch richtiges Lüftungsverhalten der Schimmel evtl. in den Griff zu bekommen ist.

2. Sie sollten auf jedem Fall den Schimmelbefall beim Vermieter anzuzeigen. Dies sollten Sie aus Beweisgründen schriftlich (Einschreiben/Rückschein) tun.

3. Bei Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung ist oft nicht eindeutig, aus welchem Grund sie entstanden sind. Es kann sich um Mängel am Bau handeln - dann liegt die Schuld beim Vermieter - aber auch um unzureichendes Heizen und Lüften von Seiten des Mieters. Beides lässt sich häufig nur durch Gutachten beweisen.

4. Sie sollten daher zu einem Anwalt gehen, um das Vorgehen zu besprechen. Ist Ihre Gesundheit gefährdet , so steht Ihnen das o.g. Kündigungsrecht zu und zwar unabhängig von der Laufzeit des Vertrages.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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