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Kündigungsfrist durch den AN in der Pflegezeit (ruhendes Arbeitsverhältnis)


08.12.2016 19:21 |
Preis: 65,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Abend,
mein Mann ist aufgrund des behinderten Sohnes in einer 6 monatigen Pflegezeit, in der er vollständig von der Arbeit befreit ist, und somit das Arbeitsverhältnis ruht. Mein Mann möchte direkt im Anschluss an die Pflegezeit in die Familienpflegezeit mit 16,5 Arbeits-Wochenstunden gehen. Wir haben allerdings die Frist, welche 3 Monate beträgt, um die Familienpflegezeit zu beantragen,"verschlafen". Die 6 monatige Pflegezeit endet zum 25.01.2017.
Der Arbeitgeber muss nun also nicht mehr auf die Bedingung der Familienpflegezeit eingehen, sondern kann verlangen, dass mein Mann wieder Vollzeit arbeiten muss.
Das geht allerdings nicht, da wir die Pflege unseres Sohnes nicht mehr gewährleisten können. Es ist auch nicht möglich, jemanden anderen zur Pflege bereitzustellen.
Der einzige Ausweg wäre hier dann nur eine Kündigung durch meinen Mann. Der ist jedoch 15 Jahre in der Firma angestellt, und hat laut Anstellungsvertrag aus dem Jahr 2001 eine 6 monatige Kündigungsfrist; wie der Arbeitgeber auch.
Gibt es eine Möglichkeit zum Ende der Pflegezeit am 25.01.2017 zu kündigen?
Ist diese beidseitige Kündigungsfrist von 6 Monaten in diesem Fall immer noch bindend, oder haben neue gesetzliche Regelungen einen Einfluss darauf?
Anzumerken sei noch, dass der Betrieb vor kurzem öffentlich ein Gesuch für die Abteilung meines Mannes ausgeschrieben hat. Natürlich könnten die sich auch vergrößern, ist aber in den Augen meines Mannes sehr unwahrscheinlich.

Um die Konsequenzen bezüglich ALG I sind wir uns bewusst.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es gibt mehrere Möglichkeiten für Ihr Anliegen.

Ihr Mann könnte jederzeit einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber schließen, dort könnte man als Grund die Pflege des Kindes angeben, so dass man über eine Sperrzeit beim ALG 1 hinweg kommen könnte.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Arbeitsverhältnis einvernehmlich ruhen zu lassen.

Darüber hinaus könnte Ihr Mann einen normalen Teilzeitantrag stellen und die Arbeitszeit reduzieren.

Bezüglich der Kündigung, besteht aus meiner Sicht ein außerordentliches Kündigungsrecht, so dass ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden könnte, hilfsweise sollte aber ordentlich gekündigt werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Ihr Mann offiziell wieder zur Arbeit erscheint aber auf Grund der erhebliches Belastung und des Stresses durch einen Arzt krankgeschrieben wird, dann würde bis zu 78 Wochen Krankengeld gezahlt und das Arbeitsverhältnis bliebe bestehen.

Es lassen sich hier leider nicht alle möglichen Konstellationen beschreiben bzw. hängen die von verschiedenen Faktoren ab. Gerne können Sie mich über die angegebenen Kontaktdaten direkt ansprechen und einen telefonischen Beratungstermin vereinbaren.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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