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Kündigung während Krankheit und Krankengeld


27.12.2004 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Frau Anwältin/Herr Anwalt,

ich arbeite seit ca. 2 Jahren als IT-Leiter in einem mittelständischen Unternehmen.
Durch Umstrukturierung und Konsolidierungsmaßnahmen wurden die Aufgaben der IT immer
weniger und meine Mitarbeiter wurden nach und nach gekündigt.

Ich bin nun wegen einer Herz-Kreislauferkrankung seit 5 Wochen
krankgeschrieben und ab kommender Woche Krankengeldbezieher.
Vorraussichtlich werde ich noch mind. 2-3 Monate nicht arbeiten
können.

Heute hat mir mein Arbeitgeber fristgerecht und betriebsbedingt gekündigt. Generell
würde ich diese Kündigung akzeptieren.

Nun meine Frage: Wirkt sich dies negativ auf mein ALG aus, wenn ich während der
der Krankheitsphase bzw. der Bezugsdauer des Krankengeldes gekündigt werde oder richtet
sich das ALG nach meinem regulären Nettogehalt?

Gruß
27.12.2004 | 15:25

Antwort

von


767 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten darf:

Die Höhe des Arbeitslosengeld richtet sich nach § 131 SGB III nach dem Bemessungsentgelt.

"Bemessungsentgelt ist das im Bemessungszeitraum durchschnittlich auf die Woche entfallende Entgelt. Entgelt, von dem Beiträge nicht zu erheben sind, bleibt außer Betracht." (§ 131 Abs. 1 SGB III).

Der Bemessungszeitraum ist in § 130 SGB III geregelt:

"Der Bemessungszeitraum umfaßt die Entgeltabrechnungszeiträume, die in den letzten 52 Wochen vor der Entstehung des Anspruches, in denen Versicherungspflicht bestand, enthalten sind und beim Ausscheiden des Arbeitslosen aus dem Versicherungspflichtverhältnis vor der Entstehung des Anspruches abgerechnet waren." (§ 130 Abs. 1 SGB III)

Grundsätzlich ist also das Einkommen der letzten 52 Wochen vor Arbeitslosigkeit maßgeblich.

In § 135 SGB III (Besonderes Entgelt bei sonstigen Versicherungspflichtverhältnissen) heißt es aber:

"Als Entgelt ist zugrunde zu legen,

[...]

5. für Zeiten, in denen Versicherungspflicht wegen des Bezuges von Krankentagegeld bestand, ein Entgelt in Höhe von einem Dreihundertsechzigstel der Jahresarbeitsentgeltgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung für jeden Tag des Bezuges von Krankentagegeld"



Deshalb wird sich leider in der Tat eine Kürzung des Arbeitslosengeldes ergeben, da für die Zeit, in der Sie krank waren und kein Gehalt, sondern Krankentagegeld erhalten wird, sich die Berechnung des Arbeitslosengeldes nach § 135 Nr. 5 SGB III richten wird.


Ich bedauere Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: +49 (221) 3559205 / Fax: +49 (221) 3559206
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de
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Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

ANTWORT VON

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