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Kündigung eines befristeten Aushilfevertrages


18.10.2004 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich befinde mich zur Zeit in der Elternzeit. Nun habe ich am 01.09.2004 einen Minijob als Kassiererin in einem großen Discount-Markt angenommen. Ich habe zunächst einen auf 3 Monate befristeten Arbeisvertrag erhalten ( also bis zum 30.11.2004 ). Jetzt möchte ich diese Beschäftigung lieber heute als morgen kündigen. Im Arbeitsvertrag wird nur auf eine verkürzte Kündigungsfrist entsprechend dem Tarifvertrag hingewiesen. Beim Durchforsten des Internets, bin ich auf die verkürzte Kündigungsfrist für Aushilfs-bzw.Probezeitverträge von 2 Wochen gestoßen. Gesetzt der Fall, diese Kündigungsfrist träfe auf mich zu, was kann mir passieren, wenn ich diese nicht einhalte und sofort kündige? Habe ich einen Anspruch auf das Gehalt, das ich bis jetzt erarbeitet habe? Oder kann mir dieses aufgrund der Nichteinhaltung der Kündigungsfrist verweigert werden?
Sehr geehrte Rechtssuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst sollten Sie bei Ihrem Arbeitgeber nachfragen, welche Frist sich hinter der "verkürzten Kündigungsfrist" verbirgt.

Allgemein ist jedoch zu sagen, dass bei einem befristeten Arbeitsverhältnis eine ordentliche Kündigung nicht möglich ist. Auch die verkürzte Kündigungsfrist für eine Aushilfs- bzw. Probezeit ist auf ein solches befristetes Arbeitsverhältnis nicht anwendbar. Ihnen verbleibt nur die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung, wenn es denn dazu einen wichtigen Grund gibt.

Natürlich haben Sie einen Anspruch auf das Gehalt, was Sie sich bisher erarbeitet haben. Jedoch werden Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber schadensersatzpflichtig, wenn Sie unrechtmäßigerweise Ihrem Arbeitsplatz fernbleiben und Ihrem Arbeitgeber daduch ein Schaden entsteht.

Daher würde ich Ihnen raten, mit Ihrem Arbeitgeber über Ihre Beweggründe zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu sprechen und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zur Beendigung zu finden.

Ich hoffen, Ihnen damit einen ersten Anhaltspunkt gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

P. Hanauer
Rechtsanwältin
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