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Kündigung einer Unfallversicherung!


20.09.2004 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Ich habe 1992 eine Unfallversicherung abgeschlossen. Am 01.09.2003 besuchte mich meine Versicherungsmaklerin, die für meine Betreuung zuständig ist. Sie hat mir gesagt, dass ich ohne eine Beitragserhöhung mehr Leistung von meiner Versicherung bekomme. Ich habe im Vertrauen ein ensprechendes Dokument unterschrieben. Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass dieses Dokument eine Vertragsverlängerung um fünf jahre beinhaltet, hätte ich in der heutigen Zeit niemals unterschrieben. Gibt es eine möglichkeit aus dem Vertrag herauszukommen. Weil ich den Beitrag nicht mehr gezahlt habe, bin ich aus der Versicherung schon rausgeflogen, habe aber noch kein Gerichtsbescheid oder ähnliches bekommen, lediglich ein schreiben der Versicherung, dass mein Versicherungsschutz erloschen ist.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihren Schilderungen muss ich zunächst entnehmen, dass sie im letzten Jahr eine Verlängerung des Vertrages um weitere fünf Jahre vereinbart haben. Die anschließend zu zahlende Prämie (Beitrag), war also eine Folgeprämie (§ 38 VVG).

Wenn ich sie zudem richtig verstehe, hat der Versicherer bereits den Vertrag wegen Nichtzahlung der Jahresprämie gekündigt.
Damit die Leistungspflicht des Versicherers aus dem Vertrag auch erlischt, musste der Versicherer sie "qualifiziert" mahnen, d.h. auf die Folgen der Nichtzahlung hinweisen. Ich gehe davon aus, dass dies bei Ihnen der Fall war.

Somit besteht der Vertrag auch nicht mehr fort.

Die Frage ist nun, ob sie der Versicherung noch Beiträge zahlen müssen. Dies hängt davon ab, welche Versicherungsbedingungen Ihrem Vertrag zugrund zu legen sind.
Möglicherweise schulden Sie die Versicherungsbeträge bis zum Zeitpunkt des Erlöschens des Versicherungsschutzes. Es kann aber auch sein, dass eine ganze Jahresprämie zu zahlen ist.


Ich hoffe, Ihnen vorab weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Birmili
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2004 | 17:15

Sehr geehrter Herr Birmili,

Sie haben mir geantwortet:

*Dies hängt davon ab, welche Versicherungsbedingungen Ihrem Vertrag zugrund zu legen sind*

Wie bekomme ich das heraus, welche Versicherungsbedingungen gelten, steht das in der Police selber, oder gibt es allgemeingültige Gesetzestexte bzw. gesetzliche Regelungen dazu?

Sie antworteten außerdem:

*Möglicherweise schulden Sie die Versicherungsbeträge bis zum Zeitpunkt des Erlöschens des Versicherungsschutzes. Es kann aber auch sein, dass eine ganze Jahresprämie zu zahlen ist*

Kann ich daraus schließen, dass obwohl die ursprünglich unterschriebene Verlängerung bis 2008 gültig gewesen währe, ich maximal eine Jahresprämie zu zahlen habe, also bis 2005 maximal?

Meine letzte Frage habe ich vergessen in meine erste Anfrage mit ein zu binden, ich hoffe aber, dass Sie sie mir trotzdem beantworten.

In diese unfallversicherung ist noch eine Lebensversicherung mit eingeflochten, dort zahle ich auch seit 1992 ein, muß mir dir Versicherung den Restwert erstatten, oder kann sie wegen aussetzen der Beitragszahlung das Geld behalten, es handelt sich bei einer Lebensversicherung schließlich nicht um eine Risikoversicherung.

Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Bodien

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2004 | 18:03

Sie benötigen die Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung "AUB" in der Fassung Ihres Versicherers. Diese haben Sie bei Vertragsschluss ausgehändigt bekommen. Falls diese Ihnen nicht mehr vorliegen, können Sie sie beim Versicherer nochmals anfordern. Hierauf haben Sie einen Anspruch nach § 3 VVG (Versicherungsvertragsgesetz).

Es kann sein, dass Sie lediglich die Prämie von 2003/2004 zahlen müssen. Das hängt von Ihren Bedingungen ab.
Die von Ihnen in die Lebensversicherung einbezahlten Beträge können Ihnen natürlich nicht genommen werden.

Zumindest sollten Sie einen Anspruch auf den Rückkaufswert haben. Ich gehe davon aus, dass die Lebensversicherung nicht gekündigt wurde und rate Ihnen, nach Rücksprache mit Ihrem Versicherungsvertreter diese weiter zu bedienen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Birmili
Rechtsanwalt

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