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Kündigung bei privater Krankenversicherung wird nicht akzeptiert.


19.06.2017 12:26 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Kündigung der privaten Krankenversicherung zum Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung gem. § 205 VVG möglich.


Ich war bis 10/2010 ca. 7 Jahre selbstständig und privat versichert, musste die Geschäfte aber schließen und landetet in der Privatinsolvenz.

Im gleichen Monat fand ich eine Anstellung und wurde (ohne Versicherungslücke) Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse.
Vorab wurde separat eine Kündigung per Mail an die PKV gesendet.
Diese kam an.

Auf dem Antrag bei der GKV war zusätzlich nochmal ein Abschnitt zur Kündigung bei der PKV. Ob und wie dieser Abschnitt von der GKV genutzt wird, weiß ich nicht.

Als der Mitgliedsnachweis der GKV ein paar Tage nach Antrag vorlag wurde dieser an die PKV gesendet.
Einmal im Oktober 2010 und noch einmal im Januar 2011.
Die Vorabkündigung per Mail sei angekommen, aber die Nachweise per Post nicht.

In der Zwischenzeit gab es viele (böse) Mails und Anrufe.
Es wurde immer wieder behauptet ich hätte denen keine Nachweise gesendet.
Ich habe teilweise sogar die PKV und die GKV gleichzeitig mit einer Mail angeschrieben und gebeten, dass hier zusätzlich zu meinen Briefen bitte untereinander geklärt wird. Offensichtlich ist auch dies nicht geschehen.

Die Originalschreiben (mit Nachweis der GKV) und die vielen vielen Mails sind vorhanden und wurden dem Gericht übermittelt.
Ob ich es damals per Einschreiben gesendet habe, weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Selbst wenn ich es 100% wüsste, wüsste ich nicht, ob die Quittungen noch auffindbar wären.

Nun steht das in wenigen Tagen vor Gericht.

Ich soll fast 4.500€ an die PKV zahlen und stehe kurz vor dem Zusammenbruch, weil ich nicht weiß wie ich vor Gericht noch weiter argumentieren soll.

Vielen Dank.

19.06.2017 | 13:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eigentlich scheinen Sie alles richtig gemacht zu haben. Ihnen steht gem. §205 VVG ein Kündigungsrecht gegenüber der PKV zum Eintritt in die GKV zu. Die Kündigung haben Sie geschrieben und die PKV auch bekommen. Damit diese Kündigung nicht unwirksam wird, müssen Sie innerhalb von 2 Monaten einen Nachweis gegenüber der PKV erbringen, dass Sie in der GKV sind. Sie schreiben, dass Sie den Nachweis mit der Post zur PKV geschickt haben, sogar 2 mal. Haben Sie eventuell Zeugen? Wenn ja, dann benennen Sie die Zeugen im Prozeß namentlich mit Anschrift dafür, dass die Nachweise zur PKV geschickt wurden.
Haben Sie nach der Kündigung von der PKV schriftlich die Aufforderung erhalten, innerhalb von 2 Monaten die Nachweise einzureichen, mit dem Hinweis, dass die Kündigung ansonsten unwirksam wird? Wenn nicht, hat die 2 monatige Frist für das Einreichen der Nachweise nie zu laufen begonnen!!!! Dann ist die Kündigung nicht unwirksam.
Folglich sollten Sie, soweit noch nicht geschehen, Zeugen für das Absenden von Nachweisen benennen und bestreiten, dass Sie eine Aufforderung zum Einreichen von Nachweisen erhalten haben.
Ich denke, dann ist Ihre jetztige Sorge unbegründet.

Für Rückfragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

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