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Kündigung bei kundenservices@cyberservices.nl


27.08.2004 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem: Ich wollte einen Testzugang bei Cyberservices haben. Dieser Kostet 4,95 . Es stand in den AGB das dieser Testvertrag innerhalb von 3 Tagen unter kundenservices@cyberservices.nl. Dies habe ich auch getan. Sogar 2, 3 mal.Aber nicht passierte. Heute schaue ich mir meinen Kontoauszug an, und da haben diese Fießlinge tatzächlich wieder 26.95 Euro abgebucht, obwohl ich laut AGB Fristmäßig gekündigt habe. Ich habe bis jetzt keinerlei Antwort auf meine Kündigung erhalten.Also habe ich ja eigentlich alles Rechtmäßig gemacht. Die Kündigung habe ich an webmaster@cyberservices.nl und an kundenservices@cyberservices.nl geschickt. Ich hoffe sehr Sie wissen Rat. Mit freundlichen Grüßen Matthias A.
27.08.2004 | 16:33

Antwort

von


9 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr Problem liegt vorliegend im Zugangsnachweis der Kündigung, bzw. des Widerrufs. Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass Sie die Kündigung per E-Mail versandt haben. Sofern das Gesetz (wie für den vorliegenden Vertrag) keine Formvorschriften vorsieht, kann eine Kündigung durchaus per E-Mail versandt werden.

Im Streitfall obliegt es jedoch dem Kündigenden nachzuweisen, dass die Kündigung auch tatsächlich beim Gegner angekommen ist.

Aus diesem Grunde ist es ratsam, Kündigungserklärungen grundsätzlich mit Einwurfeinschreiben zu versenden. Dieses wird beim Empfänger in den Postbriefkasten geworfen und der Zugang einschließlich des Zugangszeitpunktes protokolliert.

Bei einer E-Mail sollte stets eine elektronische Empfangsbestätigung hinzugefügt werden. Erhält man diese zurück, so kann dies als Zugangsnachweis gewertet werden.
Insgesamt ist aber zu berücksichtigen, dass es noch keine hinreichend gesicherte und verfestigte rechtliche Festlegung über den Zugangsnachweis bei E-Mails gibt.
Vielfach wird, wegen der Fälschungsmöglichkeiten, eine Zugangsnachweismöglichkeit abgelehnt (in jedem Fall reicht die Speicherung der E-Mail auf dem Rechner nicht aus). Sofern eine Empfangsbestätigung nicht vorliegt, sehe ich daher keine guten Chancen.

Sie sollten deshalb vorsorglich nochmals per Einwurfeinschreiben an die Postadresse eine Kündigung versenden.

Zugleich sollten Sie sich an Ihren E-Mail-Server wenden. Dieser kann nachforschen, ob die E-Mail an den Empfänger tatsächlich weitergeleitet worden ist. Sofern Sie insoweit eine Bestätigung des Server-Unternehmens haben, sollten Sie diese der Fa. Cyberservices vorlegen, als Nachweis für den Empfang der Kündigung. Auch wenn insoweit kein in jedem Fall gerichtsfester Zugangsnachweis anzunehmen ist, genügt dies möglicherweise um das Unternehmen zum Einlenken zu bewegen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

Braunschweig

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