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Kuendigung befristeter Mietvertrag


10.11.2014 17:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag,

mein Mann und ich haben einen befristeten Untermietvertrag für 5 Monate unterzeichnet. Ab dem 1. Dez. da die Hauptmieter sich für diesen Zeitraum auf einer Weltreise befinden werden.

Wir wären in drei Wochen dort eingezogen. Da wir kurzfristig aus München wegziehen, müssen wir nun abspringen. Die Hauptmieter weigern sich jedoch, die Wohnung erneut zu inserieren, da der Vermieter angeblich keine weiteren Interessenten kennenlernen möchte. Zudem behaupten die Hauptmieter , dass es zeitlich zu knapp wäre einen neuen Zwischenmieter zu finden.
Dabei haben sie noch knapp drei Wochen Zeit und bei uns hat das Procedere weniger als zehn Tage gedauert und Wohnungen in München sind sehr gefragt. Sie wollen nun unsere Kaution (1.800€) behalten und verlangen zusätzlich eine finanzielle Entschädigung.

Wie sollen wir uns verhalten und wo liegen unsere Rechte? Besteht doch noch die Möglichkeit den Mietvertrag aufzulösen? Wir haben weder den Schlüssel noch sind wir dort eingezogen.

Für eine baldige Antwort wären wir dankbar!

Beste Grüße

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Sehr geehrte Ratsuchende,


zwar kann Ihr Vermieter (der Hauptmieter) in der Tat auf Einhaltung des Vertrages bestehen, da geschlossene Verträge nun einmal einzuhalten sind.

Eine vorzeitige Vertragsaufhebung ist dann möglich, wenn Sie als Mieter erhebliche Gründe vorbringen können, aus welchen Ihnen unter Würdigung aller Umstände die ordnungsgemäße Beendigung des Mietvertrages nicht zuzumuten ist.

Ob das hier der Fall ist, lässt sich Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht entnehmen.


Aber einen Nachmieter kann ein Vermieter nur aus gewichtigen Gründen ablehnen (BGH, Urt.v. 20.1.2003), und auch die sind nicht ersichtlich, wenn es bekanntermaßen in München an bezahlbaren Wohnraum fehlt.


Insoweit wird Ihr Vermieter (=Hauptmieter) keinen Nachmieter ablehnen, sofern ein berechtigtes Interesse des Mieters besteht (LG Berlin, Urt.v. 21.09.2004, Az.: 63 S 175/04), wobei allerdings Sie für so einen Nachmieter sorgen müssen, Sie müssten also inserieren und den geeigneten Mieter finden.

Gelingt dieses nicht, kämen Sie allerdings an eine Mietzinszahlung nur dann herum, wenn Ihnen Schlüssel und Zugang verweigert wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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